Nach dem Karneval wird Buße getan: Mit dem Aschermittwoch endet der Karneval und es beginnt traditionell die Zeit des Fastens. Zudem findet an diesem Tag auch ein politisches Fest statt.
Doch woher stammen die Traditionen am Aschermittwoch? Und in welchen Ländern ist der Tag ein Feiertag? Alle Infos zum Aschermittwoch gibt es hier.

Aschermittwoch 2022: Wann findet er statt?

Der Aschermittwoch findet immer 46 Tage vor dem Ostersonntag statt. Im Jahr 2022 fällt er auf den 2. März. Mit dem Aschermittwoch endet die Zeit des Karnevals und es beginnt das Fasten. Die Woche vor dem Aschermittwoch ist die Karnevalszeit, die im Rheinland am Rosenmontag ihren Höhepunkt hat. Der heiße Phase im Fasching startet am Donnerstag vor Aschermittwoch, der Weiberfastnacht oder auch Schmotziger Donnerstag genannt wird.

Ist der Aschermittwoch ein Feiertag in Deutschland?

Der Aschermittwoch ist weder in Deutschland noch in der Schweiz oder Österreich ein Feiertag. In vielen Kirchen gibt es aber an diesem Tag einen besonderen Bußgottesdienst. Das ist aber nicht überall der Fall.
In Bayern findet am Aschermittwoch üblicherweise der politische Aschermittwoch statt. Diese Tradition gibt es zwar auch in anderen Bundesländern oder gar in Österreich – der Brauch ist aber in Bayern am stärksten präsent.

Politischer Aschermittwoch: Was hat es damit auf sich?

Am politischen Aschermittwoch kommen in Bayern die großen Parteien zu Kundgebungen zusammen. Für die CSU kann der Tag fast als eine Art Parteitag verstanden werden. Wichtig für den politischen Aschermittwoch ist die Bierzelt-Atmosphäre und eine heitere Stimmung. Der Brauch stammt aus dem 16. Jahrhundert – hat seitdem aber viele Wandlungen angenommen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Aschermittwoch von der NSDAP genutzt, um die Massen bei einer Kundgebung zu erreichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der politische Aschermittwoch in den 60er Jahren wieder aufgenommen und gilt seitdem als fester Brauch. Für die Parteien ist der politische Aschermittwoch heutzutage ein wichtiges Medienereignis.

Fasten ab Aschermittwoch: Herkunft und Tradition

Im Christentum beginnt ab Aschermittwoch die Fastenzeit. Diese geht 40 Tage lang bis Ostern – obwohl es heute eigentlich 46 Tage bis Ostersonntag sind. Die 40 Tage werden heute als symbolische Zahl verstanden: Nach der Überlieferung soll Jesus 40 Tage lang in der Wüste gefastet haben. Zudem steht die Zahl für die Zeit, in der das Volk Israel durch die Wüste zog (40 Jahre).
Früher sollten gläubige Christen in der Fastenzeit keinen Fleisch, keine Milchprodukte oder Eier essen. Zudem durfte man keinen Sex haben, Hochzeiten durften nicht stattfinden genauso wie andere Feierlichkeiten. Heute gibt die Kirche keine strengen Fastenregeln vor – stattdessen ist es eine Zeit, in der man sein Leben überdenken und enthaltsam leben soll. Diese Enthaltsamkeit kann jede und jeder für sich definieren: Manche Menschen verzichten in der Fastenzeit auf Fleisch, auf Alkohol, Süßigkeiten, Koffein oder auf Nikotin.  
Mehr Infos zum Fasten im Christentum gibt es in diesem Artikel: