Zwischen Fasching und Ostern gibt es viele Menschen, die fasten wollen. Einige üben den Verzicht aus christlichem Glauben heraus aus, andere wollen gesünder leben. Was und wie gefastet wird, ist ganz unterschiedlich. Auch der Zeitraum, beziehungsweise das genaue Datum des Beginns, variiert jedes Jahr.
Wann ist die Fastenzeit 2022? Wer fastet überhaupt? Was ist die Bedeutung dahinter? Alle Infos zu Dauer, Kalender, Essen und Regeln findet ihr hier im Überblick.

Wann ist die Fastenzeit 2022?

Von Fasching bis Ostern ist die Fastenzeit für Christen. Genauer bedeutet das: Von Aschermittwoch, 2. März 2022, bis Karsamstag, 16. April, wird gefastet. Der Verzicht wird aber nicht nur von gläubigen Menschen praktiziert, denn Fasten mit verschiedensten Ansätzen liegt aktuell im Trend.

Kalender, Datum, Dauer, Beginn und Ende der Fastenzeit 2022 für Christen

Im christlichen Glauben findet zwischen Aschermittwoch und Karsamstag die 40-tägige Fastenzeit statt. Am Ostersonntag ist das Fasten also vorbei. Für viele ist das Anlass zu einem feierlichen Festessen. Die Fastenzeit beginnt direkt nach Fastnacht, also im Anschluss an die fünfte Jahreszeit.
Hier die Daten zur Fastenzeit:
  • Beginn: 02.03.2022 (Aschermittwoch)
  • Ende: 16.04.2022 (Karsamstag)
  • Dauer: 40 Tage

Fastenzeit 2022: Regeln für evangelische und katholische Christen

Als Fasten wird der freiwillige Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel bezeichnet oder der gänzliche Verzicht auf feste Nahrung. Die Fastenzeit ist immer auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Im Christentum wurde die Fastenzeit bereits im 2. Jahrhundert praktiziert. Zunächst dauerte sie nur zwei Tage an – nämlich über Karfreitag und Karsamstag. Im 3. Jahrhundert wurde die Fastenzeit dann auf die gesamte Karwoche ausgeweitet. Ab dem 5. Jahrhundert setzte sich Medienberichten zufolge dann die 40-tägige Fastenzeit durch.
Im Gegensatz zum Islam sind die Fastenregeln im Christentum mittlerweile sehr individuell. Früher war die Fastenzeit sehr streng, mit vielen Regeln und Strafen. Heute verzichten viele einfach auf bestimmte Lebensmittel oder Genussmittel wie auf Süßigkeiten, Alkohol, Fleisch oder Zigaretten.

Fastenzeit 2022 im Islam: Alle Infos zum Ramadan bei Muslimen

Muslime haben für ihre Fastenzeit, den Ramadan, deutlichere Regeln, an die sich streng Gläubige meist auch halten. Sie verzichten tagsüber nicht nur auf feste, sondern auch auf flüssige Nahrung sowie Getränke, Kaugummis und mehr. Die Zeit des Fastens ist im Islam zu einem anderen Zeitpunkt als die christliche. Alle Infos zum Ramadan 2022 im folgenden Artikel:

Essen in der Fastenzeit: Methoden, Saftkuren, Intervallfasten und Co.

Fasten liegt voll im Trend. Daher ist die Fastenzeit auch ohne religiösen Hintergrund bei vielen Menschen beliebt, um zu verzichten. Einige verzichten beispielsweise auf Zucker, Kaffee oder Weizen, andere auf Alkohol und Zigaretten, wieder andere wollen sich einfach rundum gesund ernähren. Es gibt außerdem verschiedene Methoden des Fastens. Aktuell ist Saftfasten oder eine „Saftkur“ beliebt, bei der man meist zwischen drei und sieben Tagen auf feste Nahrung verzichtet und nur Säfte trinkt. Experten empfehlen das aber nicht. Zumindest ist der entgiftende „Detox-Effekt“ nicht nachgewiesen. Leber und Niere entgiften den Körper permanent – unabhängig davon, was man zu sich nimmt. Auch zum dauerhaft Abnehmen ist die Methode ungeeignet, da der Jojo-Effekt zwangsläufig einsetzt, sobald man wieder normal isst – was man natürlich muss, um den Körper mit nötigen Nährstoffen zu versorgen.
Ganzjährig beliebt ist auch das Intervallfasten. Die Fastenzeiten sind hierbei kurz gehalten. Bei der gängigsten Methode „16:8“ isst man seine Mahlzeiten jeden Tag innerhalb von acht Stunden und fastet die restlichen 16 Stunden. Bei der 5:2-Methode isst man fünf Tage die Woche normal und an zwei Tagen nimmt man nicht mehr als 500 Kalorien zu sich. Ob man überhaupt der Typ fürs Fasten ist, oder welche Methode für einen persönlich funktioniert, sollte jeder sich selbst entscheiden oder herausfinden.

Fastenzeit nach Karneval: Rosenmontag & Co.

Vor der Fastenzeit wird traditionell noch einmal richtig gefeiert. Heutzutage passiert das mit dem Fasching oder Karneval – je nach Region etwas unterschiedlich. Im Rheinland ist der Höhepunkt des Karnevals der Rosenmontag. Das ist der Montag vor Aschermittwoch. Die Faschings- und Karnevalszeit beginnt in der Woche vor Fasten, an dem Donnerstag, der Weiberfastnacht.