Wie schon am Mittwoch lagen am Donnerstagmorgen noch keine aktuellen Corona-Fallzahlen für Deutschland vom Robert Koch-Institut vor. Auf der Dashboard-Seite des RKI war zu lesen, dass die Zahlen derzeit aktualisiert werden. Für gewöhnlich wird das Dashboard in der Nacht zwischen 0 Uhr und 3 Uhr aktualisiert.
Verzögerung bei der Aktualisierung der Corona-Fallzahlen am Donnerstag, 18.02.2021
Verzögerung bei der Aktualisierung der Corona-Fallzahlen am Donnerstag, 18.02.2021
© Foto: RKI; Screenshot

Verzögerungen in den vergangenen Tagen

Bereits am Dienstag und am Mittwoch waren die Zahlen mit einer Verzögerung im Dashboard aktualisiert worden. Das passiert immer wieder. Im Laufe des Morgens beziehungsweise des Vormittages sind die aktuellen Zahlen dann einsehbar.

Aktuelle RKI-Zahlen für Deutschland heute: Inzidenz, Neuinfektionen und Tote - Erneut Verzögerungen

  • Neuinfektionen: Die aktuellen Corona-Zahlen lagen am Donnerstagmorgen erst nach der Verzögerung gegen 8 Uhr vor. Das RKI meldete 10.207 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Gestern, Mittwoch, 17.02., wurden 7556 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Am Donnerstag der vergangenen Woche, dem 11.02.21, waren es insgesamt mehr als 10.200 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.
  • „Zeit Online“ berichtete bereits am Mittwochabend, dass es 9.396 Neuinfektionen gibt - das wären 188 mehr als in der Vorwoche. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.360.606 (Stand: Mittwoch, 17.02.) positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Das RKI meldete 534 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Damit hat es in Deutschland seit Beginn der Pandemie 66.698 Corona-Tote gegeben. Vor einer Woche hatte das RKI am Donnerstag, 11.02., 666 Tote binnen eines Tages gemeldet. „Zeit Online“ zufolge gab es 640 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das wären nach Berechnungen der „Zeit“ sind das knapp 100 mehr als am Tag zuvor, aber 50 weniger als in der Vorwoche. Insgesamt kommt Zeit Online auf 67.173 Tote.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen und lag am Donnerstag zunächst noch nicht vor. NTV berichtete am Morgen, dass der Wert bei 0,79 liege. Am Donnerstag der Vorwoche lag der Wert bei 0,82 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt laut RKI am Donnerstag bei 57,1, am Mittwoch hatte bei 57,0 gelegen. Die „Zeit“ berichtet, dass der Wert bei 61,1 liegt. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Corona in Deutschland: Dorht der Rückgang der Infektionszahlen zu stoppen?

Droht der seit Wochen beobachtete Rückgang der Infektionszahlen zum Erliegen zu kommen? Eine Einschätzung wird erst in einigen Tagen möglich sein. Experten geben zu bedenken, dass wegen der Witterungsverhältnisse manche Menschen zuletzt später als sonst üblich einen Arzt oder eine Teststelle aufgesucht haben könnten und neue Infektionen darum verzögert erfasst wurden. Noch nicht absehbar ist die Entwicklung im Zuge der Ausbreitung der ansteckenderen Variante B.1.1.7.