Wie ist der Inzidenzwert, die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle in Deutschland am Mittwoch, 17.02.2021?

Corona in Deutschland: Zunächst keine aktuellen Zahlen am Mittwoch

Mit einer Verzögerung wurden die aktuellen Daten der Corona-Lage in Deutschland übermittelt. Für gewöhnlich werden die Zahlen in der Nacht auf dem RKI Dashboard aktualisiert, am frühen Mittwochmorgen lagen sie zunächst aber noch nicht vor, stattdessen eine Nachricht auf dem Dashboard, die Zahlen würden aktualisiert.
Am Mittwoch kam es zu Verzögerungen bei der Daten-Aktualisierung.
Am Mittwoch kam es zu Verzögerungen bei der Daten-Aktualisierung.
© Foto: RKI; Screenshot
Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 06.45 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Aktuelle RKI-Zahlen am 17.02.2021: Inzidenz, Neuinfektionen und Tote

  • Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.556 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Gestern am Dienstag, 16.02., wurden 3.856 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Am Mittwoch, der vergangenen Woche, dem 10.02.21, waren es insgesamt 8.072 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.
  • „Zeit Online“ berichtete bereits am Montagabend, dass es 5.515 Neuinfektionen gibt - das wären 32 weniger als in der Vorwoche. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.350.399 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Deutschlandweit sind bisher mehr als 66.164 Menschen mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 560 Tote mehr als am Vortag. „Zeit Online“ zufolge gab es 544 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das wären nach Berechnungen der „Zeit“ 161 mehr als am Tag zuvor. Insgesamt kommt Zeit Online auf 66.533 Tote.
  • Höchststand Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Der Wert für Mittwoch lag am Morgen noch nicht vor. Am Dienstag hatte dieser Wert bei 0,86 gelegen. Am Mittwoch der Vorwoche lag der Wert bei 0,82 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und lag am Mittwoch bei 57,0. Die „Zeit“ berichtet, dass der Wert bei 60,7 liegt. Gestern war ein Wert von 59 gemeldet worden. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Deutschland, USA und Co.: Die Johns-Hopkins-Universität meldet die aktuellen Corona-Zahlen

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Mittwoch (Stand 6:00 Uhr) weltweit rund 109.492.997 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.418.543 Millionen Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 27.753.823 Infizierte und 487.927 Tote.
  • Indien: 10.925.710 Infizierte und 155.813 Tote.
  • Brasilien: 9.921.981 Infizierte und 240.940 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.352.766 Infizierten und 65.829 Toten.

RKI-Dashboard liefert die neuesten Zahlen zu den Corona-Infektionen

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Corona-Inzidenz in Deutschland: Kommen bei sinkenden Zahlen Lockerungen?

Mal wieder ins Restaurant gehen, Urlaub planen, Freunde besuchen: Viele hoffen mit den sinkenden Corona-Infektionen in Deutschland, dass bald die Corona-Regeln gelockert werden. Lockerungen sollen sich an einem Inzidenzwert ab 35 orientieren. Doch die kursierenden Virus-Varianten könnten diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung machen. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschte kritisierte am Dienstag auch das Festhalten der Politik auf den Grenzwert. „Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet“, sagte er. „Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen.“

Corona-Zahlen in Deutschland: Noch kein Zeitplan für Impfung von Kindern

Für die Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen Covid-19 gibt es nach Angaben der Bundesregierung noch keinen Zeitplan. „Wann bei Covid-19 Impfstoffen mit einer Zulassungserweiterung in der Europäischen Union für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen zu rechnen ist, ist derzeit noch nicht absehbar“, antwortete das Gesundheitsministerium auf eine schriftliche Frage des FDP-Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae.
In der Antwort, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es weiter: „Klinische Prüfungen mit zugelassenen Covid-19 Impfstoffen, die Kinder und Jugendliche einschließen, haben nach den Eintragungen im Studienregister in den USA teilweise begonnen oder sind in Kürze geplant.“
FDP-Fraktionsvize Thomae kritisierte: „Wenn die Bundesregierung verspricht, dass allen Menschen bis Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht wird, schließt das Kinder und Jugendliche offenbar nicht mit ein.“ Ein Impfstoff für die Jüngsten wäre aber wünschenswert. Vor allem Familien mit vorerkrankten Kindern müsse eine Perspektive geboten werden für eine Rückkehr dieser Kinder in Kitas und Schulen.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am 5. Februar gesagt: „Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann.“ Der Direktor des Zentrums- für Kinder und Jugendmedizin der Universität Mainz, Fred Zepp, war da deutlich vorsichtiger. Zepp, der Mitglied der Ständigen Impfkommission ist, sagte, er rechne „frühestens Ende des Jahres, eher Anfang nächsten Jahres damit“, dass Kinder in Deutschland geimpft werden könnten.

EU startet Programm zur besseren Erforschung von Corona-Mutationen

Die EU-Kommission startet am Mittwoch ein Programm zur besseren Erforschung von Mutationen des Coronavirus. Das Programm „Hera-Inkubator“ werde Labore, Gesundheitsbehörden, Wissenschaftler und die EU-Kommission zusammenbringen, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der französischen Zeitung „Les Echos“. Dafür plane Brüssel den Einsatz „erheblicher zweckgebundener Mittel“. Die EU will so bei der Entwicklung von Impfstoffen helfen, die auch gegen neue Coronavirus-Varianten helfen.
Ziel sei es, den Corona-Impfstoffherstellern zu helfen, „Produktionskapazitäten für Impfstoffe der zweiten Generation zu entwickeln“, sagte von der Leyen. Die bereits aufgetretenen Varianten des neuartigen Coronavirus „beunruhigen uns sehr“, füge sie hinzu.
„Das Virus verändert sich und wird dies weiter tun“, sagte eine Kommissionssprecherin. „Es ist wichtig, dass wir uns auf das mögliche Auftauchen neuer Varianten vorbereiten.“ Denn diese könnten es notwendig machen, die Menschen erneut zu impfen, damit sie auch gegen die Virus-Mutanten immun seien.
In Europa hatten sich in den vergangenen Wochen vor allem Varianten aus Großbritannien und Südafrika ausgebreitet, die ansteckender sind als das bisherige Coronavirus. Die neuartigen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bieten auch vor diesen Varianten Schutz. Bei der südafrikanischen Variante ist die Wirksamkeit zwar etwas geringer, aber aus Sicht der Hersteller ausreichend.
Beim dritten in der EU zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca scheint die Wirkung aber deutlich niedriger zu sein. Die südafrikanische Regierung hatte jedenfalls nach einer entsprechenden Studie entschieden, auf den Einsatz des Impfstoffes zu verzichten.
Brüssel hatte bereits im vergangenen Jahr die Gründung einer neuen Behörde für Gesundheitsnotfälle (Hera) angekündigt, durch die es gelingen soll, künftigen Pandemien entgegenzuwirken und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu erreichen. Hera soll zudem die Kooperation zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor im Kampf gegen Corona verstärken.
Mit der neuen Behörde soll sich auch der Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in der kommenden Woche befassen. Ihre Gründung dürfte anders als die Schaffung des „Hera-Inkubator“-Programms einen längeren Vorlauf benötigen. Sie muss nach einem Vorschlag der Kommission auf dem Gesetzgebungsweg durch die Mitgliedstaaten und das Europaparlament beschlossen werden.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Erklärungen der wichtigsten Corona-Kennzahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.