• Am Dienstag, 16.02.2021, gibt es Verzögerungen bei der Meldung der aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland
  • Eine entsprechende Meldung steht auf der Seite des RKI Dashboards
  • Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet fordert derweil mit Blick auf Fallzahlen und Inzidenzen, „nicht immer neue Grenzwerte“ einzuziehen
Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen am heutigen Dienstagmorgen noch nicht vor. Das Dashboard des RKI wird derzeit aktualisiert. Sie erhalten eine Meldung, sobald der aktuelle Stand vorliegt.
Am Dienstag, 16.02.2021, gibt es eine Verzögerung der Fallzahlen auf dem RKI Dashboard. Hier veröffentlicht das RKI seit Monaten die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.
Am Dienstag, 16.02.2021, gibt es eine Verzögerung der Fallzahlen auf dem RKI Dashboard. Hier veröffentlicht das RKI seit Monaten die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI

Corona-Zahlen für Deutschland:

  • Neuinfektionen: Nach Angaben des RKI haben die Gesundheitsämter am gestrigen Montag 4426 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Die Zahlen für Dienstag liegen aktuell noch nicht vor. Am Dienstag der vergangenen Woche, dem 09.02.21, waren es insgesamt 3379 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 5478 Neuinfektionen gibt - das wären 415 mehr als in der Vorwoche. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.338.987 positiv getestete Fälle registriert.
  • Tote: Deutschlandweit sind bisher mehr als 65.000 Menschen.mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. „Zeit Online“ zufolge gab es 383 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das wären nach Berechnungen der „Zeit“ 243 mehr als am Tag zuvor, aber 60 weniger als am selben Tag der Vorwoche. Insgesamt kommt Zeit Online auf 65.989 Tote.
  • Höchststand Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Am Montag lag dieser Wert bei 0,88. Am Sonntag hatte er bei 0,90 und am Dienstag der Vorwoche bei 0,94 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt laut „Zeit“ aktuell bei 60,7. Gestern war ein Wert von 57,4gemeldet worden. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Sowohl die Zahl der Todesfälle als auch die der Neuinfektionen dürften aufgrund von Meldeverzögerungen am Wochenende tatsächlich höher sein.


Armin Laschet: Nicht immer neue Grenzwerte

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat bei der Ausrichtung der Corona-Politik vor einem zu einseitigen Fokus auf dem sogenannten Inzidenzwert gewarnt. „Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet“, sagte er. „Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen.“ Man müsse all die anderen Schäden etwa für die Gesellschaft und die Wirtschaft genauso im Blick haben wie die Inzidenzzahlen.
Die Länderregierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten zuletzt vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche - stabil unter 35 sinken, sollen die Beschränkungen von den Ländern schrittweise gelockert werden - zunächst für Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen.
Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet fordert derweil mit Blick auf Fallzahlen und Inzidenzen, "nicht immer neue Grenzwerte" einzuziehen.
Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet fordert derweil mit Blick auf Fallzahlen und Inzidenzen, „nicht immer neue Grenzwerte“ einzuziehen.
© Foto: DPA

Corona-Inzidenz in Deutschland sinkt seit Wochen

Am Montagmorgen lag der Wert im bundesweiten Schnitt laut Robert Koch-Institut bei 58,9. Der bisherige Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI sinkende Sieben-Tage-Inzidenzen.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsbundestagsfraktion, Karin Maag (CDU) riet, andere Parameter einzubeziehen als nur die Inzidenz. „Das sind politische Größen“, sagte sie der „Welt“. „Die Leistungsfähigkeit der Gesundheitsämter und der Kliniken muss miteinbezogen werden. Dazu gibt es Schnelltests. Mehr Technik muss beim Thema Öffnen ebenso dazugedacht werden wie der höhere Durchimpfungsgrad der älteren Menschen.“
Der Immunologe Michael Meyer-Hermann hält es für möglich, dass ansteckendere Virusvarianten die angepeilte Inzidenz von 35 torpedieren. Sollte sich das Vorkommen der Mutante B.1.1.7 ungünstiger entwickeln als erwartet, könne es sein, dass die 35 mit dem aktuellen Lockdown nicht zu erreichen sei, sagte der Leiter der Abteilung System Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig der Deutschen Presse-Agentur. „Das macht deutlich, dass jede Form von Öffnungen zum jetzigen Zeitpunkt ein hohes Risiko birgt, die gesetzten Ziele nicht erreichen zu können.“
Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken warnte in der Öffnungsdebatte vor zu frühen Versprechungen. „Angesichts der noch immer unklaren Situation hinsichtlich der Verbreitung und Auswirkung von Virusmutanten müssen wir aber weiterhin auf Sicht fahren und dürfen keine Versprechen abgeben, die wir nicht halten können“, sagte Esken der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag). Zugleich merkte sie an, ein bundesweit abgestimmter und nachvollziehbarer Stufenplan müsse sich „strikt am Infektionsgeschehen orientieren“.
Für Linksfraktionschefs Dietmar Bartsch muss ein Stufenplan Zahlen wie die Inzidenz, die Belegung der Intensivbetten und den Reproduktionswert beinhalten, wie er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte. „Und diesen Stufenplan, der hoffentlich im Kanzleramt für die Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März erarbeitet wird, den muss die Kanzlerin vorher im Bundestag vorstellen.“