RKI Corona Zahlen Deutschland
: News zu aktuellen Neuinfektionen in Deutschland am 04.10.2020 - So hoch sind die Fallzahlen heute

Das RKI hat die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland von heute, 04.10.2020, veröffentlicht. Das Dashboard des RKI liefert Fallzahlen aus den Bundesländern und Landkreisen.
Von
Tobias Knaack mit DPA, AFP
Berlin / Ulm
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Am Sonntag hat das RKI die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland vermeldet.

Screenshot; Quelle: RKI

Die Zahlen der Corona-Pandemie in Deutschland steigen laut RKI seit Ende Juli konstant an.

Wie also ist das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise?

Hier lesen Sie die aktuellen Fallzahlen des RKI vom Sonntag, 04.10.2020

Die Zahlen in Deutschland, Europa und der Welt ändern sich jeden Tag. Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die US-amerikanische Johns-Hopkins-University (JHU) veröffentlichen jeden Tag die neuen Fallzahlen zu Neuinfektionen, Infizierten, Toten und Genesenen. Entsprechend der Entwicklung werden in verschiedenen Regionen Maßnahmen verschärft - oder gelockert.

RKI-Zahlen für Deutschland am 04.10.2020: So hoch ist die Fallzahl der Corona-Neuinfektionen heute

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2279 neue Corona-Infektionen, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Zuvor hatte der Wert binnen weniger Tage schon mehrmals die Schwelle von 2500 überschritten.

Bereits am vergangenen Samstag sowie am Donnerstag waren es mehr als 2500 Fälle gewesen. Das waren zu dem Zeitpunkt jeweils so viele Neuinfektionen gewesen, wie seit April nicht mehr. Am Freitag dann wurden 2673 Fälle binnen 24 Stunden gemeldet.

Corona-Zahlen: RKI meldete Höhepunkt der Neuinfektionen im April

Der Höhepunkt bei den jeden Tag gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle zum ersten Mal wieder bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Am Montag und Dienstag hatte die Aufbereitung der RKI-Zahlen am Morgen zunächst länger gedauert. Sie waren nicht - wie sonst üblich - gegen 6 Uhr morgens, sondern mit gut zwei Stunden Verspätung gekommen. Das RKI sagte dazu auf Anfrage: „Es gab in der Tat technische Probleme mit dem Datenexport, wir gehen davon aus, dass in den nächsten Tagen die Datenbereitstellung für ESRI wieder regulär funktioniert.“

Das RKI verwies in seinem Epidemiologischen Bulletin vom Donnerstag nochmals auf die Genauigkeit der Corona-Tests. Es komme äußerst selten vor, dass ein nichtinfizierter Mensch ein positives Testergebnis erhalte (falsch-positives Ergebnis). Wegen der hohen Qualitätsanforderungen liege die sogenannte analytische Spezifität bei nahezu 100 Prozent. Zudem würden die Ergebnisse fachkundig überprüft. Bei nicht plausiblen Befunden gebe es eine Wiederholung oder ein zusätzliches Testverfahren. Die Zahl der falsch-positiven Befunde sei daher so klein, dass sie die Einschätzung der Lage nicht verfälsche.

Corona in Deutschland: Intensivmedizinische Betreuung nimmt laut RKI wieder zu

Ein Anstieg zeichnet sich inzwischen bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht vom Donnerstag (Stand 12.15 Uhr) wurden Mitte dieser Woche 362 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden beatmet. Eine Woche zuvor waren es noch 296 Infizierte (166 beatmet) und eine Woche davor 238 Infizierte (135 beatmet). Rund 8700 der rund 30 540 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hatte erst kürzlich auf den Zeitverzug zwischen Neuinfektionen und schweren Verläufen hingewiesen.

Coronavirus-Zahlen - So viele Neuinfektionen, Tote und Genesene gibt es heute in Deutschland

Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 299.237 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI auf seiner Homepage bekannt gab (Stand Sonntag, 04.10.2020, 0 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete zunächst noch keine aktuelle Infiziertenzahl. Am Freitag hatte sie 295.539 Infizierte gemeldet.

Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt jetzt bei 9529. Das sind zwei mehr als am Vortag. Die JHU meldete aktuell noch keine neuen Toten-Zahlen. Am Freitag waren 9509 Tote gemeldet worden.

Genesene: Bis Freitagmorgen hatten etwa 259.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Am Samstag und Sonntag hatte es keine Aktualisierung dieser Zahl gegeben.

Anmerkung: Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.

RKI-Zahlen für Deutschland: Der aktuelle R-Wert

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Mittwoch bei 1,10 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 1,13 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

RKI-Dashboard: Die Entwicklung der Zahlen in Bundesländern und Landkreisen

Doch nicht nur die Corona-Zahlen in Deutschland interessieren die Menschen. Gerade auch die Entwicklung der Pandemie im eigenen Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg oder seinem Landkreis informieren möchte - ist von Interesse. Daten und Zahlen dazu liefert das Dashboard des RKI

In seinem Dashboard führt das RKI die Fallzahlen der Bundesländer und Landkreise auf.

Screenshot; Quelle: RKI

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Schleswig-Holstein hat den Berliner Bezirk Mitte wegen hoher Corona-Infektionszahlen als eines vor vier Risikogebieten im Inland ausgewiesen. Das könnte Urlaubspläne mancher Berliner mit Blick auf die anstehenden Herbstferien durchkreuzen: Denn alle Einreisenden aus Risikogebieten müssen sich im Norden für zwei Wochen in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Kiel sagte. Das gilt auch für Schleswig-Holsteiner, die aus Berlin-Mitte zurückkehren.