• Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen laut RKI und John Hopkins University seit Ende Juli konstant an.
  • Hier die aktuellen Fallzahlen vom Samstag, den 10. Oktober 2020.

Corona Neuinfektionen in Deutschland heute: RKI meldet aktuelle Zahl vom 10.10.2020

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hatte bereits am Donnerstag den höchsten Wert seit April erreicht. Auch heute, am Samstag, den 10. Oktober, sind die Zahlen alarmierend: Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter insgesamt 4721 neue Corona-Infektionen, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab.
Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag das Plus bei 4516. Zudem vermeldeten immer mehr Regionen kritische Zahlen - teils oberhalb des Grenzwerts.

RKI betont Genauigkeit von Corona-Tests

Das RKI verwies in seinem Epidemiologischen Bulletin vom Donnerstag nochmals auf die Genauigkeit der Corona-Tests. Es komme äußerst selten vor, dass ein nichtinfizierter Mensch ein positives Testergebnis erhalte (falsch-positives Ergebnis). Wegen der hohen Qualitätsanforderungen liege die sogenannte analytische Spezifität bei nahezu 100 Prozent. Zudem würden die Ergebnisse fachkundig überprüft. Bei nicht plausiblen Befunden gebe es eine Wiederholung oder ein zusätzliches Testverfahren. Die Zahl der falsch-positiven Befunde sei daher so klein, dass sie die Einschätzung der Lage nicht verfälsche.

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Neue Coronavirus-Zahlen - So viele Infizierte, Tote und Genesene gibt es heute in Deutschland

  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 319.381 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI auf seiner Homepage bekannt gab (Stand Samstag, 10.10.2020, 0 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 320.495 Infizierte.
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt jetzt bei 9604. Das sind 15 mehr als am Vortag. Die JHU meldet aktuell 9.599 Tote.
  • Genesene: Bis Samstagmorgen hatten etwa 273.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Anmerkung: Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.
Die aktuellen Corona-Fallzahlen des Robert Koch-Instituts werden täglich auf dem RKI-Dashboard - auch nach Bundesländern und Landkreisen - veröffentlicht.
Die aktuellen Corona-Fallzahlen des Robert Koch-Instituts werden täglich auf dem RKI-Dashboard - auch nach Bundesländern und Landkreisen - veröffentlicht.
© Foto: Screenshot, Quelle: RKI
  • Viele Bundesländer bereiten sich bereits auf die Herbstferien vor. Fernreisen sind wegen Corona aktuell nur noch in bestimmte Länder möglich.

Corona-Zahlen steigen weiter an - Regeln werden verschärft

Die aktuelle Entwicklung in dieser Woche steht exemplarisch für die Entwicklung in der Corona-Pandemie. Die Zahlen in Deutschland, Europa und der Welt ändern sich täglich. Die aktuellen veröffentlichten Fallzahlen zu Neuinfektionen, Infizierten, Toten und Genesenen zeigen den zuletzt rasanten Anstieg der nachgewiesenen Fälle. Betroffenen Ländern und Regionen treffen entsprechende Maßnahmen - und verschärfen oder lockern die Coronaregeln.

RKI-Zahlen für Deutschland: Der aktuelle R-Wert

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 1,34 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Freitag bei 1,37 (Vortag: 1,22). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Verfassungsgerichtspräsident: Rechtsstaat funktioniert in Corona-Zeit

In der Corona-Krise hat sich nach Ansicht von Verfassungsgerichtspräsident Stephan Harbarth das Funktionieren des Rechtsstaats in Deutschland gezeigt. Wer Maßnahmen ablehne, könne dagegen demonstrieren, sagte Harbarth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). „Demonstrationen wurden vielfach gerade von Gerichten ermöglicht. Jeder kann seine abweichende Meinung äußern. Wer seine Grundrechte verletzt sieht, kann vor Gericht ziehen“, betonte Harbarth.
Neben der Versammlungsfreiheit gelte aber auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, machte der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes deutlich. Wenn verschiedene Grundrechte kollidierten, müssten sie miteinander in Einklang gebracht werden. Dabei könne jeder die Gerichte anrufen und staatliche Entscheidungen überprüfen lassen. „Der Rechtsstaat ist gerade in dieser Zeit bemerkenswert funktionstüchtig und arbeitet in einer beachtlichen Geschwindigkeit. Unzählige gerichtliche Eilentscheidungen sind ergangen, oft auch am Wochenende.“