Feuer, Pyro, laute Musik und Lichteffekte, so lieben Fans Rammstein. Auch in München an Silvester? Das war bis vor kurzem noch die Frage. Nun gibt es Gewissheit: Es wird am 31.12.2022 kein Konzert der Band auf der Theresienwiese geben. Auch nachdem der Stadtrat am Mittwoch, 10. August, der Vergabe der Theresienwiese zugestimmt hatte, gab es seitens der Behörden zuletzt noch viele Fragen. Nachdem am 16.8.2022 zunächst mehrere Medien über eine Absage berichtet hatten, gibt es jetzt ein Statement vom Veranstalter.

Diskussion um mögliches Rammstein-Konzert in München an Silvester

In den vergangenen Tagen wurde kräftig spekuliert, ob Rammstein an Silvester in München ein riesiges Konzert mit 145.000 Zuschauern geben wird. Ob es genehmigt wird, war noch völlig offen, doch grundsätzlich hatte sich der Münchner Stadtrat für das geplante Mega-Konzert der Band an Silvester ausgesprochen. Gegen die Stimmen von Grünen, Linken und ÖDP habe der Feriensenat beschlossen, die Theresienwiese als Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen, sagte ein Sprecher der Stadt am vergangenen Mittwoch. Allerdings vorbehaltlich der Genehmigung des Konzerts durch das Kreisverwaltungsreferat – und das hatte große Bedenken.

Absage für Rammstein-Konzert an Silvester

Nur wenige Tage später, am 16.8.2022, gibt es Gewissheit zu den Plänen. An Silvester 2022 wird in München kein gigantisches Rammstein-Konzert stattfinden. Nach einem Gespräch mit der Stadt München am Vormittag habe der Veranstalter überraschend abgesagt, sagte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats am Dienstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, unter anderem die Mediengruppe „Münchner Merkur tz“. Die Leutgeb Entertainment Group begründete die Entscheidung dem Sprecher zufolge mit dem hohen Zeitdruck, unter dem sie ein schlüssiges Sicherheitskonzept für das Konzert hätte ausarbeiten müssen.

Statement vom Veranstalter zur Silvesterkonzert-Absage in München

Vom Veranstalter Klaus Leutgeb gibt es bereits ein offizielles Statement: Demnach haben sich der Veranstalter und die Behörden einvernehmlich verständigt, „dass die verbleibende Zeit bis zum 31.12.2022 nicht ausreicht, um ein Konzert in dieser Größenordnung sicher durchführen zu können“. Und weiter heißt es in der Mitteilung an die Presse: „Eine Veranstaltung muss für alle Beteiligten funktionieren, weshalb ich als Veranstalter aus Gründen der VERNUNFT entschieden habe, das geplante Vorhaben zu beenden.“
Der österreichische Veranstalter hat bereits Erfahrung mit Großereignissen, so waren Anfang August 90.000 Menschen zum Open-Air-Konzert von Andreas Gabalier aufs Münchner Messegelände gekommen, danach folgen Helene Fischer (20. August) und Robbie Williams (27. August).

Rammstein-Konzert in München an Silvester – vorab schon große Bedenken

Angesichts der ungewöhnlich kurzen Vorbereitungszeit und fehlenden Erfahrungen mit einem Konzert dieser Größenordnung auf der Theresienwiese sah die Behörde besonders die Sicherheit der Besucher kritisch. Darüber hinaus gebe es von der Zusammenarbeit mit den in der Silvesternacht ohnehin stark belasteten Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr bis hin zur An- und Abreise mit Pkw und Bahn noch viel zu klären. Auch für das Tollwood-Winterfestival, in dessen Rahmen auf dem Gelände seit 22 Jahren eine eher ruhigere Silvester-Gala stattfindet, müsse eine Lösung gefunden werden.
mit dpa

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