• Wie sind die Corona-Fallzahlen für heute, Montag, 1.2.2021?
Die Erwartungen an den heutigen Impfgipfel von Bund und Ländern sind groß: Mehr Verlässlichkeit über Impfmengen, bessere Planbarkeit. Doch können diese Erwartungen erfüllt werden?
Eine sinkende Inzidenz und ein leichter Rückgang bei den Infektionszahlen wecken die Hoffnung auf Lockerungen im Corona-Lockdown. Doch die Mutationen des Coronavirus, die auch schon in Deutschland nachgewiesen wurden, bereiten Sorge. Sie könnten die Zahlen wieder nach oben schnellen lassen.
Wie ist die Corona-Lage heute, Montag, 1. Februar 2021?

Corona-Zahlen für Deutschland heute: Keine Daten vom RKI am Morgen

Die Corona-Zahlen für Montag, 1.2.2021, kommen offenbar erneut mit deutlicher Verzögerung. Am Morgen war das Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI), Stand 7 Uhr, nicht erreichbar gewesen. Die Seite war lediglich grau - und wies die Fehlermeldung aus: „Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“
Auch die Nachrichtenagentur DPA hatte am Morgen gemeldet: „Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen noch nicht vor. Das Dashboard des RKI wird derzeit aktualisiert. Sie erhalten eine Meldung, sobald der aktuelle Stand vorliegt.“
Bereits am vergangenen Donnerstag hatte es Verzögerungen bei der Übermittlung der Corona-Zahlen für Deutschland gegeben. Und auch am Samstag waren ähnliche Probleme am Morgen aufgetreten. Im Laufe des Vormittags waren die Zahlen dann jeweils mit Verzögerung übermittelt worden.

Corona-Zahlen Deutschland heute: Die Zahlen vom 1.2.21 - und der Vergleich zum Montag der Vorwoche

  • Neuinfektionen: Das RKI hat am Montagmorgen 5608 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Gestern waren 11.192 Neuinfektionen gemeldet worden und am Montag der Vorwoche, 25.1.21, insgesamt 6.729 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es aktuell 8636 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Die Fallzahlen sind an und direkt nach den Wochenenden jedoch oft niedriger. Das liegt unter anderem daran, dass nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten am Wochenende übermitteln.
  • Infizierte: Insgesamt wurden, wie „Zeit Online“ berichtet, seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.227.274 positive Fälle registriert. Das RKI meldet insgesamt 2.221.971 Infektionen.
  • Tote: Die Gesamtzahl der Menschen, die bisher mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, beträgt deutschlandweit Laut „Zeit“ 57.811 Personen. Das sind 268 Tote mehr als am Tag zuvor. Das RKI meldet am Montag 175 neue Todesfälle und eine Gesamtzahl von 57.120 Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1., erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Der Wert lag am Montag bei 0,91, am Sonntag lag er bei 0,92. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt dem Bericht von „Zeit Online“ zufolge aktuell bei 94,2. Gestern war vom RKI ein Wert von 90,2 gemeldet worden. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Dann gilt eine Region nicht mehr als Risikogebiet.

Corona-Zahlen laut RKI Dashboard: Aktuelle Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise

Das Robert Koch-Institut liefert während der Corona-Pandemie in seinem Dashboard täglich die neuen Fallzahlen - für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Hier geht es zum RKI-Dashboard. Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel des Instituts: Die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Ein Team aus 1100 Menschen, mit 90 verschiedenen Berufen, arbeitet und forscht jeden Tag gemein­sam daran.
In seinem Dashboard veröffentlicht, sofern man darauf zugreifen kann, das RKI seit Monaten jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland, die Bundesländer und die Landkreise. Zuletzt gab es bei der Übermittlung der Daten offenbar immer wieder Probleme.
In seinem Dashboard veröffentlicht, sofern man darauf zugreifen kann, das RKI seit Monaten jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland, die Bundesländer und die Landkreise. Zuletzt gab es bei der Übermittlung der Daten offenbar immer wieder Probleme.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI

Die neuesten Corona-Zahlen weltweit und für Deutschland laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am Montagmorgen (Stand 6.20 Uhr) weltweit 102.951.331 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.227.764 Millionen Menschen. Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 26.185.357 Infizierte und 441.319 Tote.
  • Indien: 10.746.183 Infizierte und 154.274. Tote.
  • Brasilien: 9.204.731Infizierte und 224.504 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.225.659 Infizierten und 57.163 Toten.

Die Kennzahlen der Corona-Pandemie: Was sind Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.?

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 10.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.