• Die Zahl der täglichen Neuinfektionen geht in Deutschland weiter zurück, ist aber noch nicht auf dem gewünschten Niveau
  • Beim Impfgipfel diskutierten Bund und Länder, wie sie mehr Impfstoff beschaffen können
  • Wie hoch sind die Corona-Fallzahlen heute, am Dienstag, 2.2.2021 in Deutschland?

Keine Corona-Zahlen am Vortag - RKI Dashboard meldete Fallzahlen am Montag mit Verzögerung

Nachdem das RKI-Dashboard am gestrigen Montag, den 1.2. erneut mit Problemen zu kämpfen hatte und die Fallzahlen erst mit Verspätung liefern konnte, sind die neusten Corona-Zahlen für heute (Dienstag, 2.2) rechtzeitig abrufbar. Die Seite war am Montag lediglich grau - und wies die Fehlermeldung aus: „Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

Corona-Zahlen für Deutschland heute: Aktuelle RKI-Zahlen am 2.2.21 zu Neuinfektionen, Inzidenz und Co.

  • Neuinfektionen: Nach Angaben des RKI haben die Gesundheitsämter am Dienstagmorgen 6114 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Gestern waren 5608 Neuinfektionen gemeldet worden und am Dienstag der Vorwoche, 26.1.21, insgesamt 6408 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 7210 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden, wie das RKI berichtet, seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.228.085 positive Fälle registriert.
  • Tote: Die Gesamtzahl der Menschen, die bisher mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, beträgt deutschlandweit 57.981 Personen. Das sind 861 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 604 neue Todesfälle zu verzeichnen. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1., erreicht worden.
  • Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 1.954.000 an.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Am Dienstag liegt dieser Wert bei 0,88. Am Donnerstag hatte der R-Wert bei 0,91 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 90,0. Gestern war ein Wert von 94,2 gemeldet worden. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Zeit Online nennt eine 7-Tage-Inzidenz von 94,1.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Dann gilt eine Region nicht mehr als Risikogebiet.

Corona-Zahlen: So viele Fälle meldet die Johns-Hopkins-Universität weltweit und für Deutschland

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am Dienstagmorgen (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 103,4 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2,24 Millionen Menschen. Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 26.317.525 Infizierte und 443.361 Tote.
  • Indien: 10.757.610 Infizierte und 154.392.
  • Brasilien: 9.229.322 Infizierte und 225.099 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.232.327 Infizierten und 58.059 Toten.

Corona-Zahlen laut RKI: Das sind die Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise

Das Robert Koch-Institut liefert während der Corona-Pandemie in seinem Dashboard täglich die neuen Fallzahlen - für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Hier geht es zum RKI-Dashboard. Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel des Instituts: Die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Ein Team aus 1100 Menschen, mit 90 verschiedenen Berufen, arbeitet und forscht jeden Tag gemein­sam daran.
Auf dem Dashboard des RKI sind die Fallzahlen für die Landkreise und Bundesländer einsehbar.
Auf dem Dashboard des RKI sind die Fallzahlen für die Landkreise und Bundesländer einsehbar.
© Foto: Screenshot, RKI-Dashboard

Kommen Lockerungen der Corona-Regeln? Strobl warnt vor falschen Hoffnungen

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl warnte vor falschen Hoffnungen auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen nach dem 14. Februar. Zwar gebe es die Einschränkungen nur so lange, wie sie unbedingt notwendig seien. „Freilich wäre es fatal, jetzt den Fehler des Lockdowns light im November zu wiederholen. Damals wurden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Maßnahmen gemacht, die enttäuscht werden mussten“, sagte der CDU-Politiker.

Corona Bayern: Markus Söder gegen Lockerungen ab dem 14. Februar

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor vorzeitigen Lockerungen der Corona-Regeln und Maßnahmen und forderte, die einheitliche Linie im Kampf gegen die Pandemie zu wahren.

Kennzahlen der Corona-Pandemie: Was Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co. bedeuten?

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.