Die Corona-Zahlen in Deutschland sind aktuell deutlich zu hoch - und mit ihnen die Fallzahlen der Neuinfektionen sowie die Inzidenz. Auf dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern wurde daher beschlossen, dass der Lockdown bis zum 18. April verlängert wird. Zudem soll es über Ostern - konkret vom Gründonnerstag, 1. April, bis Ostermontag, 5. April - eine „Ruhepause“ geben. Mit anderen Worten: Deutschland geht in den härtesten Lockdown seit Beginn der Pandemie.
Wie werden sich die Corona-Zahlen in Deutschland in der Folge weiter entwickeln? Die aktuellen Fallzahlen hat das RKI heute in seinem Dashboard veröffentlicht - so hoch sind die Werte am 24.03.21.

RKI-Fallzahlen für Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz und Neuinfektionen am 24.03.21

  • Neuinfektionen: Das RKI meldet am heutigen Mittwoch 15.813 Neuinfektionen. Am gestrigen Dienstag, 23.03.2021, waren 7485 Neuinfektionen neue Corona-Fälle in Deutschland registriert worden. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche, 17.03.21, waren 13.435 Neuinfektionen gemeldet worden. „Zeit Online“ berichtete, dass es 10.946 Neuinfektionen gibt, das wären etwa 2000 mehr als vor einer Woche. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Heute wird der Wert mit 108,1 angegeben, gestern lag er ebenfalls bei 108,1.
  • Die bundesweite Inzidenz von über 100 ist zunächst vor allem von symbolischer Bedeutung und hat keine zwingenden Folgen für den Umgang mit der Pandemie. Entscheidend für die Aufhebung von Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist die jeweilige Inzidenz in einzelnen Regionen Deutschlands.
  • Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12.2020, mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland mehr als 2.690.523 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Nach Angaben des RKI wurden am Mittwochmorgen 248 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 75.212 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. „Zeit Online“ meldete 314 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.01.2021, erreicht worden.
  • Genesene: Laut RKI haben sich 2.445.300 Menschen in Deutschland von einer Corona-Infektion erholt.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Dieser liegt heute bei 1,04. Gestern hatte er bei 1,12 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


RKI-Fallzahlen laut Dashboard: Aktuelle Corona-Zahlen und Inzidenz für die Kreise in Deutschland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Zum Dashboard geht es hier.

Diese Regionen haben die höchste Inzidenz

Am schwersten betroffen von den Infektionen mit dem Coronavirus sind die Landkreise an der Grenze zu Tschechien - und ein Landkreis in Baden-Württemberg. Dieses fünf Landkreise haben aktuell die höchste 7-Tage-Inzidenz in ganz Deutschland:
  • 519,5 - Landkreis Greiz
  • 428,3 - Landkreis Saale-Orla-Kreis
  • 403,1 - Landkreis Vogtland
  • 385,0 - Landkreis Wartburgkreis

Schwäbisch Hall

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Mittwoch, 24.03.21 (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 124.153.278 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.734.045 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 29.921.099 Infizierte und 543.793 Tote.
  • Brasilien: 12.130.019 Infizierte und 298.676 Tote.
  • Indien: 11.686.796 Infizierte und 160.441 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.699.231 Infizierten und 75.255 Toten.

Neuinfektionen, Inzidenz, R-Wert und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.
Nach dem aktuell gültigen Stufenplan für Öffnungen im Lockdown, darf der Alb-Donau-Kreis ab Mittwoch, den 24.03.2021 weitere Lockerungen umsetzen - die Inzidenz ist jetzt fünf Tage in Folge unter dem Grenzwert von 100.
Nach dem aktuell gültigen Stufenplan für Öffnungen im Lockdown, darf der Alb-Donau-Kreis ab Mittwoch, den 24.03.2021 weitere Lockerungen umsetzen - die Inzidenz ist jetzt fünf Tage in Folge unter dem Grenzwert von 100.
© Foto: Bundesregierung

Inzidenz im Alb-Donau-Kreis fünf Tage unter 100 - Weitere Öffnungen und Lockerung der Corona-Regeln

Im Alb-Donau-Kreis liegt der Inzidenzwert jetzt fünf Tage in Folge unter 100. Damit gilt der nächste Öffnungsschritt im Stufenplan des Corona-Gipfels vom 03.03. Weitere Lockerungen greifen. Doch was genau darf im Landkreis um Ulm ab Mittwoch, den 24.03.2021 öffnen?