• In einigen Bundesländern gelten für Nicht-Geimpfte bereits strenge Zutrittsregeln zu Restaurants oder Sportveranstaltungen etwa
  • In Bayern können Veranstalter bald freiwillig auf die 2G-Regel oder die 3G-plus-Regel setzen
  • Auch in Baden-Württemberg könnten Medienberichten zufolge Geimpfte und Genesene durch die 2G-Regel mehr Lockerungen erfahren – und Ungeimpfte Einschränkungen. Welche Pläne gibt es?
Bisher gilt in Baden-Württemberg das 3G-Modell, wonach auch Getestete Zutritt haben zu Gastronomie und Veranstaltungen. Welche Maßnahmen in der momentan geltenden Basisstufe greifen und worauf man sich in einer höheren Stufe des Warnsystems einstellen muss, gibt es im Artikel zur aktuellen Corona-Verordnung Baden-Württemberg nachzulesen.

Baden-Württemberg will 2G-Regel einführen für Gastronomie und Veranstaltung

Baden-Württemberg will künftig auch größere Veranstaltungen ohne Maskenpflicht und Abstandsregeln erlauben, wenn nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. Das Land plant in der neuen Corona-Verordnung ein 2G-Optionsmodell, das es in einigen Bundesländern schon länger gibt. Damit könnte es auch wieder volle Säle und volle Fußballstadien geben, teilte das Sozialministerium am 05.10. in Stuttgart mit.
Schon bisher können Gastronomen und Veranstalter selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte oder Genesene zulassen - allerdings müssen die Gäste trotzdem Mund- und Nasenschutz tragen und auf Abstand achten. Das soll nun wegfallen. Hintergrund sind die stagnierenden Infektionszahlen und die höhere Impfquote.

2G-Regel in BW: Mehr Freiheiten für Geimpfte?

Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte der „Heilbronner Stimme“ und dem „Südkurier“: „Das Optionsmodell soll Erleichterungen in Bezug auf Maskenpflicht und beim Umgang mit der Abstandsempfehlung enthalten. Der Entwurf zur Änderungen der Corona-Verordnung befindet sich derzeit aber noch in der regierungsinternen Abstimmung.“ Weitere Details, also zum Beispiel die damit verbundenen Betreiberpflichten, stünden noch nicht fest.

Wann kommen neue Corona-Regeln in BW?

Die neue Regelung zum 2G-Optionsmodell soll mit der Änderung der Corona-Verordnung voraussichtlich Mitte Oktober in Kraft treten.
Bisher gilt in Baden-Württemberg für Veranstaltungen die Obergrenze von 25.000 Besucherinnen und Besuchern unter 3G-Bedingungen. Bis zur Grenze von 5000 Gästen können die Veranstalter ihre Kapazität voll ausnutzen. Darüber hinaus höchstens die Hälfte der weiter zur Verfügung stehenden Plätze.

2G- und 3G-plus-Regel in Bayern für Veranstaltungen

Bayern lockert die Beschränkungen für all jene Veranstaltungen, zu denen freiwillig nur Geimpfte und von Covid Genesene Zutritt haben durch die 2G-Regel. Alternativ können auch Menschen zu Veranstaltungen zugelassen werden, die einen negativen PCR-Test vorweisen. Dabei handelt es sich um die 3G-plus-Regel. Alle neuen Maßnahmen in Bayern gibt es hier nachzulesen:

2G war in Baden-Württemberg nur in der Alarmstufe vorgesehen

Bisher hatte die Landesregierung 2G nur in der Alarmstufe des dreistufigen Warnsystems vorgesehen, mit dem sie auf eine mögliche Überlastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten reagieren will. Nach dem System gilt derzeit die sogenannte Basisstufe. Die Warnstufe wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen.
Stufe drei - die Alarmstufe - gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die so genannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.