In der Corona-Krise ändern sich die Zahlen täglich - in Deutschland, Europa und der Welt: Wie viele Neuinfektionen, Infizierte, Tote und Gensene gibt es? In diesem Artikel bekommt ihr die aktuellen RKI-Fallzahlen des Coronavirus-Geschehens in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern und aktualisiert seine Aufstellung einmal täglich.

Corona-Zahlen Deutschland: So viele Neuinfektionen gibt es laut RKI aktuell

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Vortag waren es 1176 Neuinfektionen gewesen.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 255.366 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das (RKI) am Donnerstag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 10.9., 0.00 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 256.433 Infizierte.
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9341. Das sind drei mehr als noch am Vortag. Die JHU zählte 9342 Tote.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 229.400.

RKI-Zahlen: So hoch liegt der R-Wert in Deutschland

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwoch bei 0,88 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

RKI-Dashboard: Aktuelle Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen

Wer sich jenseits der Deutschland-Zahlen für die Entwicklung der Corona-Pandemie in seinem Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg - oder seinem Landkreis - beispielsweise ist der Stadtkreis Ulm in dieser Woche wieder an Vorwarnstufe - informieren möchte, kann das im Dashboard des RKI tun.
Das RKI hatte vor einigen Tagen vermeldet, dass es bezüglich des Infektionsgeschehens deutliche regionale Unterschiede gibt, die sich unter anderem in einem West-Ost-Gefälle ausdrückten.
Im RKI-Dashboard werden die Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen veröffentlicht.
Im RKI-Dashboard werden die Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen veröffentlicht.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI
„Der seit Mitte Juli beobachtete Zuwachs in den übermittelten Fallzahlen hat sich in der letzten Woche stabilisiert“, hieß es im Situationsbericht des RKI am vergangenen Wochenende. Einen Hinweis auf die Entwicklung der Lage liefern auch die ans RKI gemeldeten Fälle binnen einer Woche. Diese Zahl lag am Sonntag bei 7352 (Datenstand 6.9., 0 Uhr) und damit leicht über der vom Vortag (7196). Vor einer Woche (30.8.) lag der Wert noch bei 7905. Am Sonntag davor (23.8.) hatte er sogar bei 8528, vor einem Monat (9.8.) noch bei 5271 gelegen.

Corona-Zahlen in Deutschland: Ein Drittel der Neuinfizierten hat sich laut RKI im Ausland angesteckt

Ein knappes Drittel der vom 31. August bis 6. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt (32 Prozent), haben sich wahrscheinlich im Ausland ansteckten. Auf vier Wochen betrachtet wurden Kroatien, der Kosovo, die Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Spanien als wahrscheinliche Infektionsländer am häufigsten genannt.

Corona-Zahlen weltweit: Coronavirus-Map der Johns-Hopkins-University

Die Corona-Krise ist eine globale Pandemie. Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen in der Welt, ist in der Map, einer Weltkarte der Corona-Infektionen, der Johns-Hopkins-University, einsehbar. DIe JHU hat ihren Sitz im US-Bundesstaat Maryland.

Corona in Deutschland: Laut RKI deutlich weniger Tests

Zum ersten Mal seit Juni hat die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests in Deutschland wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt. In jener Woche waren noch weniger als eine halbe Million Tests erfasst worden, seither war ihre Zahl stetig gestiegen. Der Anteil positiver Testergebnisse sank in den vergangenen fünf Wochen von 1,00 auf 0,74 Prozent.
Der Rückstau an PCR-Proben habe seit der Woche vom 3. bis 9. August stark zugenommen, hieß es vom RKI auch. In der Woche bis 6. September gaben demnach 66 Labore einen Rückstau von insgesamt 29.964 abzuarbeitenden Proben an. 44 Labore hätten Lieferschwierigkeiten für Reagenzien genannt.
Bis vergangenen Sonntag erfasste das RKI insgesamt gut 13,4 Millionen Tests auf Sars-CoV-2. Bei gut 290.300 davon wurde der Erreger nachgewiesen, wie das RKI im Lagebericht mitteilte. Das RKI betont, dass die Zahl der Tests nicht der Zahl der Getesteten entspricht, da die Daten Mehrfachtestungen von Menschen enthalten können.

Corona-Impfstoff für Deutschland: EU-Kommission reserviert 200 Millionen Impfstoffdosen

Die EU-Kommission hat bei dem Mainzer Biotechunternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer 200 Millionen Dosen eines potenziellen Corona-Impfstoffs reserviert. Das gaben die EU-Kommission und die beiden Firmen am Mittwoch nach Abschluss vorbereitender Gespräche für einen Liefervertrag bekannt. Dieser sieht demnach zusätzlich noch eine Option für weitere 100 Millionen Impfstoffeinheiten vor.
Die Lieferung könnte laut Biontech und Pfizer Ende 2020 starten, sofern ihr gemeinsamer Impfstoffkandidat zuvor von den Behörden als wirksam und sicher anerkannt wird. Nach eigenen Angaben rechnen die beiden Firmen weiterhin damit, eine entsprechende behördliche Zulassung bereits im Oktober beantragen zu können.