Die Corona-Pandemie beherrscht mit stark steigenden Infektionszahlen wegen der um sich greifenden Omikron-Variante weiter die Diskussionen.
Bei der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz wurde beschlossen, dass in der Gastronomie in Deutschland flächendeckend 2G+ kommt. Bayern geht allerdings einen Sonderweg: Ungeachtet der rasant steigenden Welle und anders als fast alle anderen Bundesländer verzichtet Bayern auf schärfere Corona-Regeln für Gaststätten und Restaurants. Im Freistaat bleibt es dabei, dass Geimpfte und Genesene ohne zusätzlichen Test beziehungsweise ohne Auffrischungsimpfung in Restaurants gehen dürfen - auch wenn Erst- und Zweitimpfung schon viele Monate her sind. Es gilt also weiterhin die 2G-Regel und nicht 2G plus, wie Bund und Länder vergangenen Freitag mehrheitlich vereinbart hatten.
Nun ist klar, welche Regelungen im Freistaat gelten.
  • Gilt in Bayern weiterhin die 2G-Regel im Restaurant, in der Bar und Gaststätte?
  • Oder erhält man nur noch mit 2G-plus Zutritt zur Gastronomie?
  • Ist bekannt, ab wann diese Regel kommt?
  • Und gibt es eine Ausnahme für alle, die eine Booster-Impfung erhalten haben?

Neue Corona-Verordnung in Bayern: Gilt bald die 2G+ Regel in der Gastronomie?

Nach der bayerischen Sitzung im Kabinett am Dienstag, 11.01.2022 wurde über die Umsetzung der Corona-Regeln im Freistaat entscheiden. Die MPK hatte beschlossen, dass in der Gastronomie künftig 2G-Plus gelten soll. Bayern allerdings wird diese Regel nicht umsetzen. Es gilt also weiterhin 2G im Restaurant.

Geimpft, genesen, geboostert: Wer braucht im Restaurant einen Test?

Im Mittelpunkt stand die Frage, wer in nächster Zeit noch Zugang zu Restaurants und Gaststätten bekommt - zweifach Geimpfte und Genesene (2G) oder nur noch zweifach Geimpfte und Genesene, die bereits eine Auffrischungsimpfung haben oder ersatzweise ein negatives Testergebnis vorweisen können (2G Plus).
Eine entsprechende Empfehlung für die Booster-Impfung als Voraussetzung für den Gaststättenbesuch hatte in der vergangenen Woche die Ministerpräsidentenkonferenz von Bund und Ländern ausgesprochen. In Bayern sieht es jedoch nicht danach aus, als würde diese Empfehlung schnell umgesetzt. Der Freistaat sei bei 2G+ in der Gastronomie „sehr, sehr zurückhaltend und skeptisch“, deutete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Vorfeld an.

2G+ Regel in der Gastronomie: Bleibt Bayern bei 2G?

Bayern und Sachsen-Anhalt waren bei der 2G+ Regel am vergangenen Freitag aus der gemeinsamen Bund-Länder-Linie ausgeschert und hatten jeweils eine Protokollerklärung abgegeben. Söder verwies etwa darauf, dass Bayern in weiten Bereichen bereits schärfere Regelungen habe. So sind etwa Kneipen und Discos anders als in anderen Ländern ganz geschlossen. „Stand heute“ (11.01.) bleibe man in Bayern in der Gastronomie bei der 2G-Regel, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.
Dabei setzt sich die hoch ansteckende Omikron-Variante immer mehr durch. „Derzeit erleben wir eine Trendwende nicht zum Guten“, sagte Herrmann. Man sehe eine „stärkere Dynamik des Infektionsgeschehens“. Für die Zukunft schlossen Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) 2G plus in der Gastronomie deshalb auch nicht aus.