Kommunalwahl 2026: Bürgermeisterwahl Elchingen: Stichwahl zwischen Gruß und Schaefer

Miriam Gruß (links) und Daniel Schaefer (rechts) unterschreiben, dass sie zur Stichwahl antreten. In der Mitte ist Joschua Miller vom Wahlamt zu sehen.
Henri Gallbronner- Elchingen wählt am 8. März eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister.
- Drei Kandidierende: Miriam Gruß, Daniel Schaefer und Marcel Patzke.
- Amtsinhaber Joachim Eisenkolb tritt nicht mehr an.
- Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält.
- Gelingt das nicht, folgt am 22. März eine Stichwahl der zwei Bestplatzierten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bürgerinnen und Bürger in Elchingen werden am 22. März erneut an die Urnen gerufen: Von den drei Bürgermeisterkandidaten bekam keiner mehr als die Hälfte der Stimmen. Miriam Gruß (CSU/DGE/FWE/UFWG) und Daniel Schaefer (SPD und Grüne) lieferten sich ein durchaus enges Rennen und treten bei der Stichwahl gegeneinander an.
Gruß bekam dem vorläufigen Ergebnis zufolge 47,7 Prozent der Stimmen (in absoluten Zahlen 2291 Stück), Schaefer 44,3 Prozent (2125). Der dritte Kandidat Marcel Patzke (AfD) liegt mit 8,0 Prozent (383) weit abgeschlagen hinter den beiden. Die Wahlbeteiligung bei der Elchinger Bürgermeisterwahl liegt bei 64,8 Prozent.
„Ich möchte allen Wählerinnen und Wählern ganz herzlich danken, die mir ihre Stimmen gegeben haben“, sagte Gruß bei der Präsentation der Ergebnisse am Wahlabend im Laurentiussaal. „Jetzt werden wir zwei Wochen lang nochmal richtig Gas geben und um jede Stimme werben.“ Dass es jetzt zur Stichwahl kommt, sei „absolut in Ordnung“. Bei Kommunalwahlen sei es im Vorfeld immer schwierig einzuschätzen, wo man steht, da es keine Umfragen gibt. Sie plane, in den nächsten beiden Wochen „sehr präsent zu sein und für mich persönlich zu werben“. Der Gemeinderat sei nun gewählt, die Stichwahl eine reine Persönlichkeitswahl.
„Ich habe mindestens mit einer Stichwahl gerechnet“, kommentierte Schaefer das Ergebnis. „Es war vorherzusehen, dass es eine knappe Kiste wird.“ Er sei froh, dass es jetzt „eine Art Zwischenstand“ gibt, mit dem er auch sehr zufrieden sei. In den nächsten Tagen werde er zusammen mit seinem Team eine kleine Strategieplanung machen und schauen, „wie wir die nächsten zwei Wochen am sinnvollsten nutzen“. Vermutlich werde es auf einen Haustürwahlkampf hinauslaufen.
Patzke: „Natürlich erhofft man sich immer ein bisschen mehr“
Für Patzke ist die Bürgermeisterwahl dagegen vorbei: „Natürlich erhofft man sich immer ein bisschen mehr, aber im Großen und Ganzen war mit dem Ergebnis zu rechnen.“ Für die AfD sei es bereits ein Erfolg gewesen, überhaupt eine vollständige Kreistagsliste zusammenzubekommen und in so vielen Gemeinden Stadtrats- und Bürgermeisterkandidaten zu finden. „Wir konnten eigentlich nur gewinnen.“
Daniel Schaefer ist parteilos, er wurde aber von SPD und Grünen ins Rennen geschickt. Miriam Gruß gehört zwar der FDP an, sieht sich jedoch dezidiert als überparteiliche Kandidatin. Sie wurde von CSU, UFWG, Freien Wählern und Dorfgemeinschaft Elchingen nominiert. Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist hatte Marcel Patzke noch seine Kandidatur für die AfD verkündet.
Das Rennen in Elchingen galt im Vorfeld der Wahl als komplett offen – unter anderem, weil Amtsinhaber Joachim Eisenkolb nicht mehr angetreten war. Die Entscheidung begründete Eisenkolb mit seiner Gesundheit.
In Elchingen gab es insgesamt 7465 Wahlberechtigte, von denen 4837 tatsächlich ihr Kreuzchen setzten. Wobei bei der Bürgermeisterwahl 38 Stimmzettel ungültig waren.
Wahlbenachrichtigung aufbewahren
Sowohl Miriam Gruß als auch Daniel Schaefer unterschrieben direkt nach der Ergebnisbekanntgabe im Thalfinger Laurentiussaal eine Erklärung, dass sie auch wirklich zur Stichwahl antreten. Für die Wahl gilt die gleiche Wahlbenachrichtigung wie für den ersten Wahlgang. Die sollten Wählerinnen und Wähler also besser nicht wegschmeißen.
Viele Herausforderungen für zukünftigen Rathauschef
Auf die neue Bürgermeisterin oder den neuen Bürgermeister warten in Elchingen vielfältige Herausforderungen: Seit Jahren waren der scheidende Rathauschef Joachim Eisenkolb und die Mehrheit im Gemeinderat zerstritten. Die Gemeinde ist außerdem finanziell angeschlagen. Ähnlich wie in Weißenhorn wartet auch hier eine Schwimmhalle auf ihre Sanierung. Kinderbetreuung und die Anschlusslösung für das in die Jahre gekommene Pflegeheim Haus Tobit waren weitere Themen des Wahlkampfs. Sowohl Gruß als auch Schaefer haben sich außerdem zum Ziel gesetzt, die Kommunikation der Gemeindeverwaltung mit ihren Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern.
Zu entscheiden haben die Elchinger auch über die Grundsatzfrage, ob sie einen Bürgermeister aus der Gemeinde wollen oder eine Bürgermeisterin von außerhalb: Während die Gruppierungen, die Miriam Gruß nominiert haben, Streit zwischen den Ortsteilen vermeiden wollen, setzen SPD und Grüne auf einen Kandidaten, der die Gegebenheiten vor Ort aus eigener Erfahrung kennt.
Kommunalwahl 2026
Kreistage, Stadträte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister: Am 8. März müssen die Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl in Bayern viele Entscheidungen treffen und Kreuzchen auf dem Stimmzettel setzen. Wer kann das Wahlvolk für sich überzeugen? Wer kann seinen Amtsposten im Rathaus behalten?
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