Bürgermeisterwahl in Senden
: Rathauschefin Claudia Schäfer-Rudolf bleibt im Amt

Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) oder Andreas Büch (SPD)? Die Bürgerinnen und Bürger in Senden hatten am 8. März die Wahl, wer die nächsten Jahre das Bürgermeisteramt innehaben soll. Das Ergebnis ist eindeutig.
Von
Julia Horn
Senden
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Herausforderer Andreas Büch (SPD) gratuliert der alten und neuen Sendener Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rufolf

Herausforderer Andreas Büch (SPD) gratuliert der alten und neuen Sendener Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf (CSU).

Julia Horn
  • In Senden steht die Bürgermeisterwahl zwischen CSU und SPD an.
  • Amtsinhaberin: Claudia Schäfer-Rudolf (CSU), zweite Amtszeit möglich.
  • Herausforderer: Andreas Büch (SPD) tritt gegen Schäfer-Rudolf an.
  • Entscheidung fällt am 8. März nach Abschluss der Auszählung.
  • Ergebnis wird nach der Auszählung unter „Ergebnis der Bürgermeisterwahl“ veröffentlicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als klar ist, dass sie Sendens Bürgermeisterin bleiben wird, muss sich Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) die Tränen verdrücken. Sichtlich gerührt steht sie am Sonntagabend im Sitzungssaal des Rathauses, einen großen Blumenstrauß in der einen Hand, ein Sektglas in der anderen. Sie nimmt Glückwünsche entgegen, umarmt ihre Unterstützer. „Das ist ein sehr emotionaler Moment“, sagt sie. Schließlich zeige so eine Wahl auch, wie zufrieden die Leute mit ihrer Arbeit seien.

Offensichtlich sehr zufrieden, wie ein Blick auf die große Leinwand im Saal zeigt: Die alte und neue Rathauschefin hat 5912 Wählerstimmen bekommen, was einem Anteil von 77,6 Prozent entspricht. Ihr Herausforderer Andreas Büch (SPD) ist ihr mit 1711 Stimmen und 22,4 Prozent deutlich unterlegen. Er trägt die Niederlage allerdings gelassen und gratuliert Schäfer-Rudolf herzlich. Die beiden bedanken sich gegenseitig für den fairen und respektvollen Wahlkampf.

Respektvoller Umgang untereinander

Ein guter Umgang miteinander über Parteigrenzen hinweg, das war auch ein großes Ziel, mit dem die Bürgermeisterin vor sechs Jahren in das Rathaus einzog. „Ich wollte, dass die Streitigkeiten der Vergangenheit aufhören und es wieder mehr um die Sache geht“, sagt sie. Die Situation in Senden war damals schwierig, alle Fraktionen und Wählergruppen hatten sich gegen den damaligen Bürgermeister gewandt. Schäfer-Rudolfs Ansatz, den Zusammenhalt untereinander zu stärken, ist offenbar gut angekommen. „Ich freue mich, dass es Anklang gefunden hat, diese Politik zu machen, in der der Mensch und die Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.“

Ihren Erfolg habe sie auch ihrem tollen Kandidatenteam zu verdanken, betont die Rathauschefin. „Alleine schafft man das nicht, man braucht Teamarbeit und auch ehrliche Meinungen von den anderen.“ Ihre Teammitglieder sind an diesem Abend ebenso im Rathaus wie Schäfer-Rudolfs Mann und einer ihrer drei Söhne. Gemeinsam warten sie nun auf die Ergebnisse der Stadtratswahl. Und nach den Wahlen? Da will die 55-Jährige „alles geben“ für Senden. „Ich würde mich krummlegen für diese Stadt“, sagt sie. Projekte, die sie in den vergangenen sechs Jahren angestoßen hat, möchte sie weiter begleiten. Darunter etwa der Bau eines Tunnels, der den Sendener Bahnübergang im Zuge des Ausbaus und der Elektrifizierung der Illertalbahn dauerhaft ersetzen soll. Von weiteren sechs erfolgreichen Amtsjahren ist die Bürgermeisterin überzeugt. „Ich habe ein super Team hinter mir, über die Fraktionen hinweg.“

Mehr Menschen gingen zur Wahl

Andreas Büch ist an diesem Abend ebenfalls mit Unterstützern gekommen, darunter seine Frau Katharina Büch und weitere Genossinnen und Genossen. „Natürlich hätte ich mir mehr Stimmen gewünscht, als ich jetzt bekommen habe“, sagt der 34-Jährige. Man müsse aber auch die Bedingungen beachten, unter denen er angetreten sei. „Es war absehbar, dass das kein Durchmarsch wird.“ Wichtig sei ihm gewesen, dass die Bürgerinnen und Bürger in Senden durch seine Kandidatur überhaupt eine Wahl hatten. Außerdem freue ihn die gestiegene Wahlbeteiligung. Von 17.236 Wahlberechtigten gingen am Sonntag 7901 Menschen zur Wahl, 7623 Stimmen waren gültig. Das macht eine Wahlbeteiligung von 45,8 Prozent. Bei der Bürgermeisterwahl 2020 lag sie bei 42,7 Prozent. Büch: „Ich bin mit der Sendener Demokratie zufrieden.“

Die Ergebnisse 2020

Vor sechs Jahren wurde Claudia Schäfer-Rudolf mit 53,6 Prozent der Stimmen gewählt. Damals trat sie gegen den amtierenden Bürgermeister Raphael Bögge (26,7 Prozent, Gemeinsam für Senden) und Maren Bachmann von der SPD (19,7 Prozent) an.

Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Senden

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