Bürgermeisterwahl in Weißenhorn: Kerstin Lutz siegt mit 77,6 Prozent

Die Weißenhornerinnen und Weißenhorner hatten die Wahl zwischen Sven Ticks und Kerstin Lutz.
Sven Ticks, Stefan Czernin- In Weißenhorn wird ein*e neue*r Bürgermeister*in gewählt.
- Amtsinhaber Wolfgang Fendt tritt nach fast 20 Jahren nicht mehr an.
- Kandidieren: Sven Ticks (WÜW/SPD) und Kerstin Lutz (CSU).
- Beide kennen den Rathausbetrieb: Ticks Wirtschaftsförderer, Lutz Stellvertreterin.
- Ergebnis folgt hier, sobald die Auszählung abgeschlossen ist.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Ergebnis ist eindeutig: Kerstin Lutz gewinnt mit 77,6 Prozent der Stimmen die Bürgermeisterwahl in Weißenhorn, ihr Mitbewerber Sven Ticks kommt auf 22,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,1 Prozent. Der bisherige Bürgermeister Wolfgang Fendt war nach 20 Jahren im Amt nicht mehr angetreten.
Sie habe nicht mit einem so klaren Ergebnis gerechnet, erklärte Lutz nach der Wahl. „Das ist unglaublich. Dieser Vertrauensvorschuss freut mich total.“ Sie hatte die Auszählung in der städtischen Realschule verfolgt. Zusammen mit ihrem Team, Freunden und Familie. Kerstin Lutz spielt in zwei Musikkapellen, die sie dort mit einem Ständchen überraschten. „Dann haben sie mich auf unsere Wahlparty in den Löwen entführt.“ Dort wurde ausgelassen gefeiert.
Kerstin Lutz übernimmt am 1. Mai
Am 1. Mai wird Kerstin Lutz im Weißenhorner Rathaus übernehmen. Bis dahin wird sie die Übergabe ihres Jobs im Landratsamt regeln. Sie arbeitet dort als Fachbereichsleiterin.
Und sich noch tiefer in die Rathausgeschäfte einarbeiten. Dazu stehe sie mit Wolfgang Fendt in einem guten Austausch. Und sie will sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung austauschen, um einen Überblick über die wichtigen Themen zu bekommen.
Kerstin Lutz ist in der Stadt schon jetzt keine Unbekannte. Sie ist bislang die stellvertretende Bürgermeisterin und CSU-Stadträtin. Was sind ihrer Meinung nach die wichtigsten Themen in der Stadt? Die Kleinschwimmhalle hatte Lutz im Gespräch mit unserer Zeitung dazu im Februar gesagt. Diese ist jetzt schon in der dritten Saison geschlossen und muss dringend saniert werden. Unter anderem wird sie für das Schulschwimmen und für Schwimmkurse genutzt. Bei der Mittelschule werde es wohl auf eine Generalsanierung hinauslaufen. Die neue Feuerwache in der Stadtmitte ist fast fertig, aber in den Ortsteilen bestehe weiterhin Handlungsbedarf, etwa in Bubenhausen.
Weil Wolfgang Fendt gesundheitlich angeschlagen ist, leitet Kerstin Lutz schon jetzt immer wieder Sitzungen und ist im Rathaus präsent. Mit ihrem Wahlsieg bewahrheitet sich nun auch eine Prognose, die ihre früheren Schulkameradinnen und Kameraden am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium getroffen hatten. Schon in der Abi-Zeitung stand über Kerstin Lutz: „Wird in naher Zukunft Bürgermeisterin von Weißenhorn.“
Sie spielt Tenorhorn in zwei Musikkapellen
Die 38-Jährige lebt mit ihrem Ehemann in der Kernstadt. Sie ist in Weißenhorn geboren und spielt Tenorhorn in der Blaskapelle Biberachzell und der Schützenkapelle Wallenhausen.
Als Bürgermeisterin möchte sie auch wieder mehr mit den Weißenhornerinnen und Weißenhornern in Kontakt kommen. „Ich möchte wieder ein bisschen mehr auf Augenhöhe mit den Bürgern kommen“, hatte sie im Februar erklärt. Weil Wolfgang Fendt nicht mehr komplett fit ist, sei er nicht mehr so in der Stadt präsent gewesen. Sie will wieder „näher dran und ansprechbar sein“.
Sven Ticks – der als Wirtschaftsförderer in der Stadtverwaltung arbeitet – ist vom Ergebnis enttäuscht. „Ich habe mir mehr erhofft.“ Er war von einem knappen Rennen ausgegangen. In Gesprächen habe er viel Zuspruch erfahren. „Aber offenbar war die CSU präsenter.“ Dazu komme, dass Kerstin Lutz als stellvertretende Bürgermeisterin in der Stadt bekannt sei und sich zudem stark in Vereinen engagiere. Das habe zu ihrem starken Ergebnis beigetragen, vermutet Ticks.
Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Weißenhorn
Hier nochmal das Ergebnis der Wahl als Grafik:
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