Landtagswahl 2026
: CDU stärkste Kraft im Wahlkreis Hechingen-Münsingen

Manuel Hailfinger holt das Direktmandat für die Union zurück, die auch bei den Zweitstimmen klar vor den zweitplatzierten Grünen liegt. Bei den Erststimmen kommt Cindy Holmberg nur auf den dritten Platz.
Von
Regine Lotterer
Hechingen-Münsingen
Jetzt in der App anhören
Wahlkreis Hechingen-Münsingen, Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, LTW

Welche Politikerinnen und Politiker aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen ziehen in den Stuttgarter Landtag ein?

Montage Scherer / Foto: ©PBXStudio/adobe.stock.com
  • Landtagswahl Baden-Württemberg: Wahlkreis Hechingen-Münsingen im Fokus.
  • Ergebnisse für Wahlkreis 61, Städte und Gemeinden hier abrufbar.
  • Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag.
  • Zahlen/Diagramme aktualisieren sich während der Auszählung automatisch.
  • Gemeinde-Ergebnisse: u. a. Metzingen, Bad Urach, Münsingen, Hechingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Manuel Hailfinger hat es geschafft. Der CDU-Wahlkreiskandidat holt das Direktmandat für seine Partei nach fünf Jahren wieder von den Grünen zurück. Er zieht damit direkt in den Stuttgarter Landtag ein. Besonders stark ist sein Stimmenergebnis in seiner Heimatgemeinde Sonnenbühl mit 53,3 Prozent. Ohnehin hat Hailfinger überdurchschnittlich gut auf der Alb abgeschnitten, so etwa in Pfronstetten (49,6 Prozent), Hohenstein (48,4), Zwiefalten (46,6) und Trochtelfingen (42,6).

Für Cindy Holmberg, die das Direktmandat 2021 erstmals für die Grünen erringen konnte, bleibt im Bananenwahlkreis trotz ihres engagierten Wahlkampfs nur der dritte Platz bei den Erststimmen, da auch Alexander Gräff von der AfD knapp vor ihr liegt. Das dürfte Holmberg besonders schmerzen. Selbst in ihrer Heimatstadt Metzingen verlor sie das Duell mit Manuel Hailfinger, bei den Zweitstimmen liegen die Grünen in der Kelternstadt jedoch rund zwei Prozent vor der Union. Holmberg steht auf der Landesliste ihrer Partei auf Platz 13 und wird über die Landesliste ins Stuttgarter Parlament einziehen. Sie und Manuel Hailfinger sind künftig die einzigen Vertreter des Bananenwahlkreises in der Hauptstadt, da die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist und AfD-Kandidat Alexander Gräff nicht über die Landesliste abgesichert war.

In Bad Urach, der Heimatstadt des designierten Ministerpräsidenten Cem Özdemir konnten die Grünen ihr Ergebnis von 2021 halten, sie kamen auf 34,6 Prozent der Zweitstimmen und liegen hier klar über dem Landesdurchschnitt. Das beste Ergebnis fuhr die Partei im Stimmbezirk Georg-Goldstein-Schule mit 39,1 Prozent ein.

Grabenstetten war die erste Gemeinde im Bananenwahlkreis, die alle Stimmen ausgezählt hatte. Der Ort ist traditionell eine FDP-Hochburg. Vor fünf Jahren erzielten die Liberalen hier 15 Prozent, dieses Mal kamen sie bei den Zweitstimmen noch auf 5,9 Prozent. Ähnlich kräftig abgestürzt ist die Partei in Bad Urach, Münsingen, St. Johann und Metzingen, Kommunen, in denen die Liberalen eigentlich viele Stammwähler haben. In der Kelternstadt hatte die FDP vor fünf Jahren noch gut 14 Prozent erreicht, allerdings kam der Direktkandidat damals auch aus Metzingen. Immerhin überspringen die Liberalen im Bananenwahlkreis die Fünf-Prozent-Hürde und schneiden damit etwas besser ab als im Landesdurchschnitt.

Insgesamt ist der Wahlkreis 61 deutlich nach rechts gerückt: Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen geht die CDU als klarer Sieger über die Ziellinie. Stark ist auch die AfD, die im Wahlkreis Hechingen-Münsingen mit gut 23 Prozent der Zweitstimmen ein Ergebnis über dem Landesdurchschnitt einfährt und nur knapp hinter den Grünen durchs Ziel geht. Direktkandidat Alexander Gräff erreichte in seiner Heimatstadt Trochtelfingen 23,5 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen lagen die Rechtspopulisten dort sogar bei 26,4 Prozent. Besonders stark ist die AfD beispielsweise in Pfronstetten, hier entfielen 33,6 Prozent der Zweitstimmen auf die Weidel-Partei, bei den Erststimmen sind es 31,9. In Burladingen kommt die AfD auf 31,7 Prozent der Zweitstimmen und liegen damit nur ein Prozent hinter der CDU. In Münsingen trennen die beiden Parteien sogar nur 0,8 Prozent, wobei die Union knapp vorn liegt.

Belohnt für seinen engagierten Wahlkampf wurde Yannik Hummel von der SPD. Er schnitt bei den Erststimmen deutlich besser ab als seine Partei bei den Zweitstimmen. Als Person konnte er die Wähler offenbar überzeugen. In seiner Heimatgemeinde Römerstein erhielt er 14 Prozent der Erststimmen, in seinem Wohnort Zainingen sogar 19,4 Prozent. Bei den Zweitstimmen sieht es für die Sozialdemokraten weit düsterer aus. Deutschlands älteste Partei rutschte hier unter die Fünf-Prozent-Marke.

Ergebnisse in den einzelnen Kommunen

Wahlergebnisse im Zeitverlauf

Die Ergebnisse im Wahlkreis Hechingen-Münsingen

Auf der folgenden Karte sehen Sie nach der Auszählung, wie stark die Person mit den meisten Erststimmen im Wahlkreis in den einzelnen Gemeinden abgeschnitten hat:

Landtagswahl BW 2026 Wahlkreis Hechingen/Münsingen

Wer schafft es, am 8. März 2026 in den Landtag einzuziehen? Die sechs Kandidaten des Wahlkreises 61 im Interview mit der Südwest Presse:

Weitere Infos und Hintergründe zu der Landtagswahl und den Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises Hechingen/Münsingen finden Sie in unserer Übersicht.