Landtagswahl 2026
: Rückenwind für Özdemir aus Bad Urach

In Özdemirs Heimatstadt wählen die Bad Uracher die Grünen an die Spitze. Die grüne Wahlkreiskandidatin Holmberg muss unterdessen Federn lassen und wird von Hailfinger überflügelt.
Von
Simon Wagner
Bad Urach
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Stadt Bad Urach, Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, LTW 2026

Hier gibt es die Wahlergebnisse der Landtagswahl 2026 aus Bad Urach, sobald die ersten Daten vorliegen.

Montage Scherer / Foto: ©PBXStudio/adobe.stock.com
  • Am 8. März wird der Landtag Baden-Württembergs gewählt.
  • Bad Urach: Ergebnisse werden veröffentlicht, sobald Daten vorliegen.
  • Neuer Ministerpräsident? Cem Özdemir (Grüne) oder Manuel Hagel (CDU).
  • Erstmals neues Wahlrecht: Zwei Stimmen pro Wähler.
  • Jugendliche ab 16 dürfen erstmals an der Wahl teilnehmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der künftige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg wird aller Voraussicht nach ein Bad Uracher sein. Großen Rückhalt hat Cem Özdemir dabei aus seiner Heimatstadt erhalten. 34,6 Prozent aller abgegebenen Zweitstimmen entfielen auf die Partei der Grünen, mit dem Ermstäler als Spitzenkandidat. Er holte hier auch deutlich mehr Stimmen, als er Wähler im gesamten Land für sich gewinnen konnte. Damit hat die Partei ihr Ergebnis in Bad Urach im Vergleich zur Landtagswahl im Jahr 2021 nahezu gehalten (Minus 0,1 Prozent). Die meisten Zweitstimmen holten die Grünen dabei im Bad Uracher Stimmbezirk Georg-Goldstein-Schule (39,1 Prozent).

Mit deutlichem Abstand dahinter liegt die CDU. Sie konnte im Vergleich zur vorangegangenen Wahl zwar 3,8 Prozent hinzugewinnen, letztlich reichte es aber nur für 26,2 Prozentpunkte und damit für Platz zwei. Dicht auf den Fersen ist ihr dabei die AfD. Sie holte 21,3 Prozent des Zweitstimmenanteils. Weit abgeschlagen und mit herben Verlusten dahinter rangieren sowohl die FDP (5,1 Prozent) als auch die SPD (4,5 Prozent).

Hailfinger überflügelt Holmberg

Wie stark Cem Özdemir als Zugpferd der Landes-Grünen in Bad Urach gepunktet hat, lässt sich auch daran ablesen, wie die grüne Kandidatin des Wahlbezirks, Cindy Holmberg, abgeschnitten hat. Sie holte lediglich 28,5 Prozent und ihren 2021 noch unangefochtenen Spitzenplatz musste sie jetzt an Manuel Hailfinger (CDU) abgeben. Er überflügelte sie mit 31,3 Prozent der Erststimmen und übertraf damit das Unionsergebnis der Zweitstimmen deutlich.

Nahezu identisch mit dem seiner Partei ist das Ergebnis von AfD-Mann Alexander Gräff. In Bad Urach stimmten 21,4 Prozent für ihn und bescherten ihm Platz drei. In Wittlingen holte er dabei sein stärkstes Ergebnis. Dort setzte er sich mit 30,3 Prozent an die Spitze aller Kandidaten. Auch was die Zweitstimmen betrifft, liegt die AfD dort mit 29 Prozent vorn.

Etwas gegen den Negativtrend im Land stemmen konnte sich der Kandidat der SPD, Yannik Hummel. In Urach, der ehemaligen Arbeiterstadt, holte er immerhin 8,9 Prozent der Stimmen. Er konnte damit das Zweistimmenergebnis seiner Partei nahezu verdoppeln. Anders sieht es beim FDP-Kandidaten Dr. Timm Kern aus. Mit jenen 4,8 Prozent, die er auf sich vereinen konnte, unterbot er das Ergebnis seiner Partei sogar noch.

Der sich zuletzt auf die Spitzenkandidaten Özdemir und Hagel fokussierte Wahlkampf der vergangenen Wochen, könnte dazu geführt haben, dass die Wahlbeteiligung höher war als noch 2021 mit 60,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Bad Urach lag jetzt bei 65,3 Prozent.

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