Schlüsselindustrie in BW: 2026 sind bereits mehr als 9000 Jobs in der Metall- und Elektrobranche verloren gegangen

Der Stellenabbau in der Metall- und Elektroindustrie geht weiter. (Symbolbild)
Bernd Weißbrod/dpa- In BW gingen in den ersten drei Monaten über 9000 Jobs in Metall und Elektro verloren.
- Südwestmetall-Chef Krause warnt: Ohne bessere Rahmenbedingungen droht der Trend anzuhalten.
- Seit dem Beschäftigungs-Höchststand 2019 wurden fast 80.000 Stellen abgebaut.
- Insgesamt arbeiten noch knapp 930.000 Menschen in der Schlüsselindustrie des Südwestens.
- Festo plant in Deutschland rund 1300 Stellen zu streichen – weitere Konzerne bauten ebenfalls ab.
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Der Arbeitsplatzabbau in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie setzt sich weiter fort. In den ersten drei Monaten gingen mehr als 9000 Stellen verloren, wie der Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Peter Sebastian Krause, in Stuttgart mitteilte. „Große Sorgen bereitet mir, dass sich dieser Trend mittelfristig fortsetzen wird, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend verbessern.“ Seit dem Höchststand der Beschäftigung im Jahr 2019 wurden fast 80.000 Jobs abgebaut. Insgesamt sind noch knapp 930.000 Menschen in der Schlüsselindustrie des Südwestens beschäftigt.
Wirtschaftsstandort nicht mehr wettbewerbsfähig?
Zuletzt hatte der Automatisierungsspezialist Festo bekanntgegeben, dass er in Deutschland rund 1300 Stellen streichen will. Alle großen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr Stellenabbauprogramme angekündigt: Daimler Truck, ZF Friedrichshafen, Bosch, Mahle, Porsche, Voith. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler, die gleichfalls Personal verringern.
Arbeitgebervertreter Krause sieht ein unverändertes Grundproblem: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. „Die Basis für unser Geschäftsmodell ist ins Rutschen geraten. Am heimischen Standort zu produzieren, ist inzwischen so teuer geworden, dass viele Unternehmen hierzulande nicht mehr investieren, ihre Produktion verlagern oder einstellen – oder zumindest darüber nachdenken.“
