Olympia 2024 Liveblog: Handballer verlieren Finale – Spiele vor dem Abschluss

Finale verloren, Silber gewonnen: Die deutschen Handballer sorgten zum Abschluss der Olympischen Spiele für die insgesamt dreizehnte Silbermedaille für Team D.
eibner/Roger BuerkeLasst die Spiele beginnen! Am Freitag, 26.07., wurden in Paris die Olympischen Sommerspiele 2024 feierlich eröffnet. Zwei Wochen lang steht die französische Haupstadt ganz im Zeichen des Sports. Millionen Besucher werden erwartet, um mit den Athletinnen und Athleten bei ihrem Kampf um die Medaillen mitzufiebern. Unsere Reporterinnen Nadine Vogt und Amelie Schröer sind bei vor Ort und berichten in unserem Newsblog über Ereignisse, Stimmung und was am Rande des Spektakels los ist.
Sonntag, 11.08.: Abschlussfeier und Fazit der Spiele
Am Abend steigt noch die Abschlussfeier im Stade de France. Wir lassen unseren Newsblog an dieser Stelle ausklingen und bedanken uns bei Ihnen herzlich fürs Lesen! Zum Ende der Spiele lässt sich ein fast durchweg positives Fazit ziehen: Olympia 2024 in Paris begeisterte, die Spiele sorgten im Herzen Europas für Leichtigkeit und Heiterkeit. Warum? Das führt Sportreporterin Nadine Vogt in ihrem Leitartikel aus. Hier lesen Sie den Text.
Sonntag, 11.08.: Gold verpasst, Silber gewonnen
Das war nichts! Nach sensationellen Turniererfolgen gegen Europameister Frankreich und Angstgegner Spanien unterlagen die völlig überforderte DHB-Auswahl im Finale in Lille gegen Weltmeister Dänemark um Welthandballer Mathias Gidsel mit 26:39 (12:21) und verpasste damit die Krönung eines bis dahin großartigen Olympia-Auftritts. Mit der Silber-Medaille um den Hals fanden die Handballer nach der Enttäuschung aber schon wieder ihr Lächeln zurück. Sie sorgten für die insgesamt 13. Silbermedaille für Team Deutschland.
Sonntag, 11.08.: Handballer spielen um den Olympia-Sieg
Greifen die deutschen Handballer an diesem Sonntag nach Gold? Kai Häfner hofft, zu seinem Rücktritt aus der DHB-Auswahl Olympiasieger zu werden. Das Finale gegen Dänemark steigt um 13.30 Uhr in Lille. „Es ist sensationell, dass ich das noch erleben darf. Dafür bin ich unendlich dankbar. Man genießt jeden Moment. Es ist schön für die Mannschaft, dass wir das Finale spielen und eine Medaille sicher haben“, sagte Häfner vor dem Endspiel in Lille gegen den Weltmeister.

Greifen die deutschen Handballer an diesem Sonntag nach Gold? Kai Häfner hofft, zu seinem Rücktritt aus der DHB-Auswahl Olympiasieger zu werden. Das Finale gegen Dänemark steigt um 13.30 Uhr in Lille.
Marijan Murat/dpaSamstag, 10.08.: Silber im Beachvolleyball, Silber im Gold
In ihrem Spiel um die Bronze-Medaille haben die deutschen Basketballer einen Sieg verpasst. Serbien „Unsere Herzen sind gebrochen“, sagte Dennis Schröder nach dem völlig verdienten 83:93 (38:46) gegen Serbien. Es war zugleich das letzte Spiel von Bundestrainer Gordon Herbert, der 2023 den WM-Titel mit Kapitän Schröder und Co. geholt hatte.
Eine aus deutscher Sicht überraschende Medaille gab es am Samstag im Golf: Esther Henseleit hat überraschend Silber und damit als erste deutsche Golferin Edelmetall gewonnen. Sie brauchte 280 Schläge. Eine Medaille sicher hatten die Beachvolleyballer bereits, als sie am späten Samstagabend in der Arena am Fuß des Eiffelturms ins Finale gegangen waren. Doch aus dem Traum von Gold wurde für Nils Ehler und Clemens Wickler nichts. Die Hamburger unterlagen den Weltranglistenersten David Ahman und Jonatan Hellvig aus Schweden in einem einseitigen Finale mit 0:2 (10:21, 13:21).

Holt überraschend Silber: Golferin Esther Henseleit.
Jan Woitas/dpaSamstag, 10.08.: Fahnenträger-Duo steht fest
Die Olympiasieger Laura Lindemann (Mixed-Staffel im Triathlon) und Max Rendschmidt (Kajak-Vierer) tragen die deutschen Fahne bei der Schlussfeier der Sommerspiele von Paris am Sonntag.„Laura und Max haben stellvertretend für das gesamte Team Deutschland mit ihren Leistungen bei den Olympischen Spielen Paris 2024 für Begeisterung bei Millionen von Menschen gesorgt“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Sie sind hervorragende Botschafter für unsere deutsche Mannschaft und ich freue mich sehr für sie, dass ihnen diese besondere Ehre zu Teil wird.“
Freitag, 09.08.: Überraschendes Gold für Kugelstoßerin Ogunleye

Ergriffen angesichts ihres Erfolges: Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye von der MTG Mannheim krönt sich mit einem Wurf auf exakt 20 Meter zur Olympia-Siegerin.
Michael Kappeler/dpaKrönender Abschluss für die deutschen Leichtathleten: Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) gewinnt Gold im Kugelstoßen! Mit ihrem Wurf auf exakt 20 Meter setzte sich die 25-Jährige im letzten Versuch an die Spitze. Die Neuseeländerin Maddison-Lee Wesche (Neuseeland) konnte das nicht mehr übertreffen. Die Freude über den überraschenden Coup im Stade de France war bei Ogunleye, die mit der Deutschland-Fahne um die Schultern über die Bahn hüpfte, riesig. Die gebürtige Konstanzerin Alina Kenzel wurde Neunte (18,29/Stuttgart).
Zuvor hatte die 4x100-Meter-Staffel der Frauen um Gina Lückenkemper sensationell Bronze gewonnen. Im Finale liefen Alexandra Burghardt, Lisa Mayer, Lückenkemper und Rebekka Haase 41,97 Sekunden. Für Burghardt ist es schon die zweite Olympia-Medaille. 2022 hatte sie bei den Winterspielen in Peking Silber im Zweier-Bob gewonnen. Sie ist die einzige Athletin im "Team Deutschland" die im Sommer als auch im Winter startet.

Sie konnten es erst nicht so richtig glauben und jubelten dann so richtig: Die deutschen Frauen holen am Freitagabend in der 4x100-Meter-Staffel Bronze.
ANDREJ ISAKOVIC/AFPFreitag, 09.08.: Ann-Katrin Berger gewinnt sensationell Bronze
Es war ein Krimi bis zur letzten Minute - mit einem glücklichen Ausgang für Deutschland. Die DFB-Frauen gewinnen dank der überragenden Torhüterin Ann-Katrin Berger in Paris Bronze. Mit einem gehaltenen Foulelfmeter in der 7. Minute der Nachspielzeit sichert die gebürtige Göppingerin den 1:0-Erfolg gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien. Es ist die vierte Bronzemedaille für die DFB-Frauen nach 2000, 2004 und 2008. 2016 gab es sogar Gold.

Ausgelassene Freude bei den DFB-Frauen um ihre Torhüterin Ann-Katrin Berger. In einem spannenden Spiel sichert die gebürtige Göppingerin die Bronze-Medaille.
OLIVIER CHASSIGNOLE/AFPGanz oben auf dem Podest steht beim olympischen Turnier auch Darja Varfolomeev. Die erst 17-Jährige beschert dem Deutschen Turnerbund die ersehnte erste Goldmedaille in der Rhythmischen Sportgymnastik überhaupt. Nach ihren sechs WM-Titeln kröhnt sich Varfolomeev nun mit Olympia-Gold.

Da ist die Goldmedaille! Sie galt als Topfavoritin auf den Titel, am Ende konnte Darja Varfolomeev den Erwartungen gerecht werden.
Sina Schuldt/dpaEbenfalls ein goldener Freitag ist es für die deutschen Ruderer. Der Kajak-Zweier der Männer, mit Jacob Schopf und Max Lehmke, gewinnt am Nachmittag den Olympia-Titel - und damit sogar ihren zweiten bei den diesjährigen Spielen, denn sie waren bereits am Vortag mit dem Kajak-Vierer erfolgreich. Bronze geht nach bangen Minuten und einer Auswertung des Fotofinish an Paulina Paszek und Jule Marie Hake und Kajak-Zweier der Frauen.

Doppel-Gold bei Olympia: Jacob Schopf and Max Lemke gewinnen sowohl im Kajak-Zweier als auch im Kajak-Vierer den Olympia-Titel.
OLIVIER MORIN/AFPBereits am Vormittag feierte Team D eine für viele überraschende Medaille: Freiwasserschwimmer Oliver Klemet gewann über die 10 Kilometer Distanz Silber.
Freitag, 09.08.: Die Volunteers als heimliche Stars der Spiele
Zum Ende der Spiele müssen wir noch einmal auf den Anfang blicken. Denn von Beginn an stachen die heimlichen Stars bei Olympia hervor. Die reihen sich freilich erst hinter den Spitzen-Athleten ein, denen die Bühne beim weltweit größten Sport-Spektakel natürlich berechtigterweise gehört. Sie sind aber nicht weniger wichtig, damit das Millionen-Event überhaupt funktionieren kann.

In Reih und Glied: Die Volunteers im Stade de France beim Aufbau der Hürden auf der Tartanbahn.
MARTIN BERNETTI/AFPIn Paris sind sie an ihren türkisfarbene Outfits schon aus hundert Meter Entfernung gut erkennbar. In Schlapphut, Zipp-Hose und pinken Socken gekleidet, sorgten rund 45.000 Freiwillige dafür, dass so mancher orientierungslose Tourist den Weg zur Sportstätte auch findet. Egal, wie gut die Wege ausgeschildert sind, die Volunteers blieben freundlich und gut gelaunt. Und mancher Einer ergatterte auch einen der echten Highlight-Jobs oder schaffte es kurzzeitig ins Rampenlicht. So hinterließen die zwei Helfer, die hoch konzentriert die Regenschirme auf der Bühne am Trocadéro hielten, einen nachhaltigeren Eindruck als die Redner. Andere hatten die tägliche Aufgabe, den Sand an der eindrucksvollen Beach-Volleyball-Arena am Fuß des Eiffelturms glattzustreichen.
Und reichlich Spaß bei der Arbeit dürften auch die freiwilligen Helfer im Stade de France gehabt haben, die die kleinen weißen Spielzeug-Autos steuerten, auf denen die geworfenen Speere zurücktransportiert wurden. Der wohl mit Abstand coolste Nebenjob der Spiele.
Freitag, 09.08.: Rhythmische Sportgymnastinnen landen auf Rang 13
Die deutschen Sportgymnastinnen haben in Paris das Finale in der Gruppe verpasst. Das Team um die Ulmerin Emilia Wickert, schaffte es in der Vorausscheidung am Freitag nicht unter die besten acht Gruppen.
In der Arena Porte de la Chapelle im Nordosten von Paris zeigte die deutsche Gruppe mit den Reifen eine dynamische Vorstellung ohne größere Fehler, für die es 33,700 Punkte gab. Bei der zweiten Übung mit drei Bändern und zwei Bällen schlichen sich dann einige kleine Fehler ein - unter anderem verhedderte sich ein Band und ein Ball sprang davon. In der Summe kam Deutschland auf 57,350 Punkte.
Freitag, 09.08.: Emilia Wickert aus Ulm startet in ihren Wettkampf
Die jüngste kommt zum Schluss: Am letzten Wochenende der Olympischen Spiele darf auch die Ulmer Rhythmische Sportgymnastin Emilia Wickert endlich ins Geschehen eingreifen. An diesem Freitag, ab 10 Uhr, muss sie sich mit ihrem Team zunächst in der Mehrkampf-Qualifikation beweisen. Das Ziel sind die besten Acht. Diese dürfen am Samstag dann im großen Finale noch einmal antreten. Mit gerade einmal 17 Jahren ist Wickert, die bei der TSG Söflingen mit dem Sport begann, eine der jüngsten im deutschen Team. Über ihre Nominierung und ihr Ziel für Paris hat sie mit Reporterin Amelie Schröer gesprochen.
Freitag, 09.08.: Ulmer Professor hätte Freiwasser-Wettbewerbe nicht in der Seine stattfinden lassen
Noch einmal bei diesen Spielen hieß es Bangen und Abwarten: Wird die Seine sauber genug sein, um den Freiwasserwettbewerb der Männer stattfinden zu lassen? Am Donnerstagmorgen ging der Wettbewerb der Frauen ganz normal über die Bühne - wohl gemerkt, nachdem in den Tagen zuvor die Trainingseinheiten in der Seine abgesagt wurden. Grund dafür war eine zu hohe Bakterienlast in dem Fluss. Für den Ulmer Professor Jürgen Steinacker eine nachvollziehbare Entscheidung. Gemeinsam mit anderen Experten und dem IOC hat er Kriterien erstellt, wann das Schwimmen in der Seine verboten beziehungsweise erlaubt ist.
Für ihn ist nach den Diskussionen und dem Zustand der Seine klar: „Nach meiner Risikoeinschätzung geht das nicht. Ich persönliche hätte es auf der Ruderstrecke gemacht, aber die Pariser haben auf die Symbolkraft der Seine nicht verzichten wollen.“

Am Freitagmorgen starten die Freiwasserschwimmer in der Seine. Wird sie sauber genug sein?
David Goldman/AP/dpaDonnerstag, 08.08.: Hockey-Herren verpassen Gold, die Basketballer das Finale
Für die deutschen Teams war es zum Teil ein enttäuschender Abend. Die Hockey-Herren waren mit dem großen Ziel des Olympiatitels ins Turnier gestartet, nachdem sie im vergangenen Jahr den Weltmeister wurden. In einem hart umkämpften Spiel gegen die Niederlande, entschied am Ende das Penalty-Schießen - zugunsten der Oranje. Mit 1:3 verlor das DHB-Team und kann sich dennoch über die Silbermedaille freuen.
Die haben die deutschen Basketballer zuvor bereits verpasst. Gegen Frankreich reichte es am Ende leider nur zu einer knappen und bitteren 73:69-Niederlage. Zwischenzeitig waren die Franzosen um mehr als zehn Punkte enteilt, doch im letzten Viertel sah es so aus als möchte das deutsche Team noch einmal ein Wörtchen um den Sieg mitreden und kam bis auf wenige punkte heran. Zu spät. Im Spiel um Bronze treffen die Basketballer um Dennis Schröder am Samstagvormittag auf Serbien.
Auch die Tischtennis-Frauen konnten ihren Lauf bei den Olympischen Spielen nicht fortsetzen. Gegen die favorisierten Japanerinnen verlor das DTB-Team am Ende deutlich mit 3:1.
Lediglich für das Beachvolleyball-Duo Clemens Wickler/Nils Ehlers läuft in Paris weiter alles nach Plan. Am Donnerstagnachmittag gewannen sie ihr Halbfinale gegen die Favoriten aus Norwegen überraschend deutlich mit 3:1 und spielen am Samstag im Finale um Gold.
Donnerstag, 08.08.: Mihambo verpasst den Sprung zu Gold
Ihr großer Traum vom erneuten Olympia-Sieg platzte jäh im letzten Anlauf: Malaika Mihambo legte einen ungültigen Versuch hin und musste sich bei einer Weite von 6,98 Meter mit der Silbermedaille zufrieden geben. Die 30-Jährige jubelte trotzdem und drehte eine Ehrenrunde, doch auf die Meter im Stade de France folgte der Schock: Mihambo war offenbar völlig erschöpft und rang um Luft. Die deutsche Leichtathletin, die nach ihrem EM-Titel im Juni mit einer schweren Corona-Erkrankung zu kämpfen hatte, wurde im Rollstuhl sitzend aus dem Stadion gefahren.

Wirkte plötzlich kraftlos und erschöpft: Malaika Mihambo wurde nach dem Gewinn ihrer Silbermedaille im Rollstuhl sitzend aus dem Stade de France gefahren.
Kirill Kudryavtsev/AFP/dpaDonnerstag, 08.08.: Strammer Abend für deutsche Teams
Eine Goldmedaille haben die 3x3-Basketballerinnen schon für Deutschland gewonnen. Am heutigen Donnerstag kann eine weitere dazu kommen. Die Hockey-Männer spielen um 19 Uhr im Finale gegen die Niederlande. Doch auch für weitere Teams wird es an diesem Abend ernst.
Lauter Halbfinal-Partien warten auf Sportfans: Den Auftakt machen die Basketballer gegen Frankreich. Parallel spielt das Beachvolleyball-Duo Ehlers/Wickler gegen die favorisierten Norweger in der Runde der besten vier. Außerdem am Start sind um 20 Uhr die deutschen Tischtennis-Frauen gegen Japan.
Donnerstag, 08.08.: Frankreich feiert sich und seine Sportler
Immer wieder hallt das "Allez les Bleus" durch die Stadien und Straßen, auf den Plätzen und an Metro-Stationen. "Allez les Bleus!" - der unverkennbare Anfeuerungs-Ruf der Franzosen. Ganz Paris ist seit fast zwei Wochen eine einzige Party-Meile. Egal ob bei den Wettbewerben in den Stadien und Hallen oder beim Public Viewing auf der Straße und den Fan Zones: Die Stimmung in der französischen Hauptstadt stimmt - anders als es ein Großteil der Pariser vermutet hatte. Einen Einblick in die ausgelassene Atmosphäre in der Stadt, gibt Nadine Vogt in diesem Artikel.
Donnerstag, 08.08.: Drei Goldmedaillen für Team D sind möglich
Acht Goldmedaillen hatte das deutsche Team vor dem heutigen Wettkampftag gesammelt, außerdem je fünf Silber- und Bronzemedaillen. Der heutige Donnerstag könnte darüber hinaus zum erfolgreichsten Wettkampftag der diesjährigen Spiele für Deutschland werden, denn schon zur Mittagszeit gewannen die deutschen Ruderer zwei Medaillen: Gold gab es für den deutschen Kanu-Vierer der Männer und Silber für den Vierer der Frauen.

Große Freude über Silber im Kajak-Vierer: Das deutsche Team mit Paulina Paszek, Jule Hake, Pauline Jagsch und Sarah Brüßler, zusammen mit Trainer Ralf Straub.
Sebastian Kahnert/dpaUm 19 Uhr gilt es außerdem für die Hockey-Herren. Gegen die Niederlande möchten die DHB-Jungs die Goldmedaille nach Hause holen. Fast gleichzeitig fahren Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich im Bahnrad um die Top-Platzierungen.
Darüber hinaus kann es am Abend auch für die Leichtathleten endlich die ersehnte Medaillenausbeute geben. Bisher hatte nur Zehnkämpfer Leo Neugebauer für den Silber-Moment im Stade de France gesorgt, am späten Abend kann Weitspringerin Malaika Mihambo ihren Olympiasieg von vor drei Jahren verteidigen. Auch Speerwerfer Julian Weber hat berechtigte Medaillenchancen.
Mittwoch, 07.08.: Bronze für Boxer Nelvie Tiafack
Das Finale verpasst, aber Bronze gewonnen: Unmittelbar nach dem verlorenen Halbfinale im Superschwergewicht wirkte der deutsche Boxer Nelvie Tiafack enttäuscht. Wenige Minuten zuvor entschieden die Kampfrichter eindeutig auf Sieg für seinen Gegner, Bakhodir Jalolov aus Usbekistan. Dennoch: Die Bronzemedaille ist dem 25-Jährigen sicher.
Für den Deutschen Boxsport-Verband ist es die erste Olympia-Medaille überhaupt im Superschwergewicht und das erste Edelmetall seit 2016, als Artem Harutyunyan im Halbweltergewicht in Rio de Janeiro Bronze gewann. Die Chemnitzerin Maxi Klötzer und der Münchner Magomed Schachidov waren bereits in der ersten Runde ausgeschieden.
Als leitender Arzt der Box-Nationalmannschaft ist im Übrigen der Ulmer Mark Dorfmüller in Paris dabei. Reporterin Nadine Vogt hat mit ihm im Zuge der Olympischen Spiele gesprochen.
Mittwoch, 07.08.: Handballer im Halbfinale
In einem spannenden Viertelfinale gegen Frankreich, haben sich die deutschen Handballer mit 35:34 in letzter Sekunde durchgesetzt. Das Team um Trainer Alfred Gislason lief dabei vor allem in Hälfte zwei zunächst einem sechs-Punkte-Rückstand hinterher, kämpfte sich aber wieder heran und erzielte kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich. In der zehnminütigen Verlängerung hatte das DHB-Team letztendlich das glücklichere Ende für sich und steht nun im Halbfinale.
Neben den Handballern stehen auch die Basketball-Herren und Tischtennis-Frauen in der Runde der letzten vier. Das möchten am Mittwochabend um 18 Uhr auch die Basketball-Frauen gegen Frankreich schaffen. Die Fußball-Frauen hatten am Vorabend ihr Halbfinal-Spiel gegen die USA verloren und kämpfen am Freitag gegen Brasilien um Bronze.
Den Sprung ins Finale geschafft haben bereits die Hockey-Männer mit einem 3:2-Sieg gegen Indien am Dienstagabend.
Beim diesjährigen olympischen Turnier haben die deutschen Mannschaften einen historischen Rekord aufgestellt: Erstmals stand das Team D mit allen neun angereisten Teams in der K.o.-Runde. Einmal Gold konnten die 3x3-Basketballerinnen bereits gewinnen.
Das sind die folgenden Partien der deutschen Teams:
- Mittwoch, 18 Uhr: Basketball Viertelfinal Frauen: Deutschland vs. Frankreich
- Donnerstag, 17.30 Uhr: Basketball Halbfinale Männer: Deutschland vs. Frankreich
- Donnerstag, 19 Uhr: Hockey Finale Männer: Deutschland vs. Niederlande
- Donnerstag, 20 Uhr: Tischtennis Halbfinale Frauen: Deutschland vs. Japan
- Freitag, 15 Uhr: Fußball Spiel um Bronze Frauen: Deutschland vs. Brasilien
- Freitag, 16.30/20.30 Uhr: Handball Halbfinale Männer: Deutschland vs. nn
- Freitag, 17.30/21 Uhr: Basketball Halbfinale Frauen (eventuell mit Deutschland)
- Samstag, 10/15 Uhr: Tischtennis Frauen Spiel um Platz drei (eventuell mit Deutschland)
- Samstag, 11/21.30 Uhr: Basketball Männer Finale oder Spiel um Platz drei (mit Deutschland)
- Sonntag, 9/13.30 Uhr: Handball Männer Finale oder Spiel um Platz drei (mit Deutschland)
- Sonntag, 11.30/15.30 Uhr: Basketball Frauen Finale oder Spiel um Platz drei (mit Deutschland)
Mittwoch, 07.08.: Volunteer aus Ulm in Paris dabei
Sie sind kaum zu übersehen. In ganz Paris, an Bahnhöfen, an großen Kreuzungen und vor allem natürlich an den Wettkampfstätten stehen sie mit ihren türkisfarbenen Outfis. Rund 45.000 Volunteers unterstützen ehrenamtlich das Großevent in Paris. Eine von ihnen ist Kira Kurz aus Ulm. Die 25-Jährige betreut die Zuschauer im Stade de France, wo die Leichtathletik- und Rugby-Wettkämpfe stattfinden. Schon vor über einem Jahr hat sie sich beworben, durchlief ein mehrstufiges Verfahren und besuchte Online-Kurse. Was sie bei den olympischen Spielen erlebt, hat sie Kollege Christian Kern erzählt.
Dienstag, 06.08.: Gold-Traum von Ann-Katrin Berger geplatzt
Am Ende war es ein hartes und enges Spiel und nur ein Tor entschied über Sieg und Niederlage: Im Halbfinale der olympischen Spiele mussten sich die DFB-Frauen mit 1:0 gegen die USA geschlagen geben. Erst in der 95. Minute war das entscheidende Tor gefallen, bei dem ausgerechnet die gebürtige Göppingerin Ann-Katrin Berger, die im Viertelfinale gegen Kanada noch die Heldin des Spiels wurde, unglücklich überlupft wurde.
Am Freitag geht es im Spiel um Platz 3 um die Bronzemedaille. Gegner sind entweder Spanien oder Brasilien.
Dienstag, 06.08.: Finden die Freiwasserwettbewerbe statt?
Schon im Vorfeld der Spiele wurde intensiv über die Seine diskutiert - beziehungsweise über ihre Wasserqualität. Während Olympia musste deshalb der Triathlon der Männer verschoben werden, zahlreiche Trainingseinheiten wurden abgesagt. Nun ist auch bei den Freiwasserschwimmern Geduld gefragt, denn auch ihr Training konnte wegen zu hoher Enterokokken-Werte nicht stattfinden. Sollten sich die Werte nicht verbessern, haben die Schwimmer aber eine Alternative: Die Wettbewerbe können in die Wettkampfstätten der Ruderer verlegt werden.
Dienstag, 06.08.: Kunstrasen des Hockeyfelds in Dietenheim entwickelt
Heute Abend spielen die deutschen Hockey-Männer im Halbfinale gegen Indien um den Einzug ins Olympische Finale. Spielstätte ist das Yves-du-Manoir-Stadion mit seinem blau gefärbten Kunstrasen. Dieser wurde in den 1970er Jahren in Dietenheim im Zweigwerk der Firma J. F. Adolff AG erfunden: 1973 entwickelte Adolff einen der ersten Kunstrasen namens Poligras. Der 70-jährige Erich Klinke hat jahrelang maßgeblich an der Entwicklung der Maschinen und Verlegetechniken mitgearbeitet und gilt deshalb als Pionier des Kunstrasenbaus. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.
Dienstag, 06.08.: Gold für Springreiter Kukuk
Auf die deutschen Reiter ist bei den Olympischen Spielen Verlass! Dank eines fehlerfreien Ritts feiert Christian Kukuk auf Checker 47 die verdiente Goldmedaille. Nach Vielseitigkeitsreiter Jung und den Dressurreitern um Isabell Werth ist es bereits die fünfte Medaille für die Reit-Crew.

Und drüber ist er: Christian Kukuk bleibt beim Springreiten fehlerfrei.
Rolf Vennenbernd/dpaDienstag, 06.08.: Das Rätsel um das Maskottchen "Phryge"?
Es ist überall. Das kleine und manchmal auch lebensgroße rote Ding, das Sie bestimmt auch schon oft gesehen haben: Es tanzt manchmal am Rand der Spielfelder oder lässt sich an einem Selfie-Point für ein gemeinsames Foto ablichten, wo der Andrang übrigens echt riesig ist. Und sogar noch größer, als ein paar Meter weiter auf dem Place de la Concorde: ein Bild mit der Olympischen Fackel scheint eben längst nicht so cool, als eines mit „Phryge“, dem offiziellen Maskottchen der Spiele in Paris.

Macht sich auch als Kopfbedeckung gut: Das Maskottchen der olympischen Spiele, "Phryge".
MANAN VATSYAYANA/AFPIn Blau, Weiß und Rot, den Farben der Tricolore, gehalten und mit seinen großen Augen sieht es doch ganz putzig aus. An jeder Ecke in Paris blickt es in einem der zahlreichen Souvenir-Shops entgegen. An Phryge ist in Paris kein Vorbeikommen. Aber was ist es eigentlich? Das hat sich eine Familie gefragt, die gerade ein Bild mit dem roten Dreieck auf zwei Beinen ergattern konnte. Der Jüngste greift zum Smartphone, Google hat natürlich die Antwort parat. „Phryge ist eine Mütze“, zitiert er in der Abendsonne. Das Maskottchen ist den phrygischen Mützen nach empfunden, die in Frankreich allgegenwärtig und ein starkes Symbol für Freiheit sind. Der Erfinder erklärte, die „Phryges“ seien zurückgekehrt, um „die Revolution durch Sport anzuführen“ – ein Maskottchen also auf großer Mission.
Dienstag, 06.08.: Medaillengewinner für Deutschland im Überblick
Apropos Medaillen! Insgesamt 16 Mal Edelmetall hat das deutsche Team bisher in Paris gesammelt - davon 7 Mal Gold. Wer gehörte zu den Glücklichen, die auf dem Podest standen? In unserer Bildergalerie gibt's den Überblick.
Dienstag, 06.08.: 2x Gold und 2x Bronze für Deutschland
Gleich vier Mal durften die deutschen Athletinnen und Athleten am gestrigen Wettkampftag über Medaillen jubeln. Den Anfang machte gleich morgens die Triathlon-Mixed-Staffel, die in einem packenden Finale den längeren Athem hatte und Gold vor den USA und Großbritannien gewann. Im weiteren Tagesverlauf gab es Bronze für Noah Hegge im Kajak-Cross sowie im Bahnrad Teamsprint. Einen goldenen Tagesabschluss feierten am Abend die Basketballerinnen im 3x3, die, begleitet von Glücksbringer Dirk Nowitzki, in einem engen Finale Spanien besiegten.
Montag, 05.08.: Brasilianerin mit Handicap bei Spielen am Start
„Games wide open“, also „offene Spiele“ ist der offizielle Slogan der Olympischen Spiele in Paris. Und das darf man in folgendem Fall wohl wortwörtlich nehmen. Denn mit Bruna Alexandre tritt in diesem Jahr auch eine Athletin mit Handicap an. Die einarmige Tischtennisspielerin aus Brasilien hat bei den Paralympics schon vier Silbermedaillen gewonnen, aktuell steht sie sogar an der Spitze der Weltrangliste. Doch das ist der 27-Jährigen nicht genug.
Als sei es das normalste Welt, tritt sie am Montagabend im Teamwettbewerb an die Platte – wohlgemerkt mit nur einem Arm. Der brasilianische Tischtennisverband hatte Alexandre nominiert und das nationale Komitee ihre Teilnahme bestätigt. „Ich bin sehr glücklich, dass ich hier alle Menschen mit Behinderungen repräsentieren und zeigen kann, dass alles möglich ist“, sagt Alexandre.
Zurecht, denn schon zu Beginn dieses Jahres war sie für Brasilien bei der Weltmeisterschaft erfolgreich im Einsatz. Vier von fünf Spielen im Teamwettbewerb gewann sie. Besonders beeindruckend damals: Im Gruppenspiel gegen Luxemburg ging sie mit einem 0:2-Rückstand an die Platte und gewann das Spiel noch mit 3:2.
Bisher war die Polin Natalia Partyka die einzige Para-Athletin, die auch bei den regulären Spielen am Start war – ebenfalls im Tischtennis. Alexandre macht es ihr nun gleich und zeigt: Die Olympischen Spiele sind allen offen.
Montag, 05.08.: Gold für Triathlon-Mixed-Staffel
Der Gold-Rausch für Deutschland geht weiter. Nachdem gestern die Dressurreiterinnen mit zwei Medaillen glänzen konnten, waren es am frühen Montagmorgen die Triathletinnen und Triathleten. Ob die Seine beschwimmbar ist, gleicht in diesen Tagen eher einer Achterbahnfahrt. Schon am Sonntagabend sickerte aber die Info durch, dass es am Montag um 8 Uhr losgehen kann mit der Mixed-Staffel. Als Medaillenkandidat war das deutsche Team am Start, immerhin hatten sie dieses Jahr schon den WM-Titel gewonnen. Dass es am Ende aber sogar zu Gold reichen würde, war nicht von allen erwartet worden. Dank eines durch die Bank überzeugenden Auftritts im Wasser, auf dem Rad und auf der Strecke, und dank eines starken Schlussspurts sicherten sich Tim Hellwig, Lisa Tertsch, Lasse Lührs und Laura Lindemann Gold vor den USA und Großbritannien. Es war der erste Olympiasieg für die Triathleten seit dem Titel von Jan Frodeno 2008 in Peking.
Entlang der Strecke versammelten sich schon zur frühen Stunde tausende Sportfans aus der ganzen Welt. Nicht nur das französische Team wurde hierbei lauthals angefeuert, auch die übrigen Starter genossen lauten Applaus. Glück hatten dabei alle, die rechtzeitig da waren und einen Platz in den vorderen Reihen ergattern konnten. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer stiegen auf Mauern oder andere höher gelegene Hindernisse, um einen Blick auf die Strecke zu erhaschen.

Kaum ein Durchkommen und eingeschränkte Sicht: Entlang der Seine, unweit vom Pont Alexandre in Paris war am Montagmorgen während des Triathlon-Mixed-Wettbewerbs viel los.
Amelie SchröerSonntag, 04.08.: Djokovic holt Olympia-Gold im Tennis
Der Nachfolger von Alexander Zverev ist gefunden: Novak Djokovic hat sich mit einer kämpferischen Leistung erstmals zum Olympiasieger gekührt. Der 37-Jährige gewann das mitreißende und hochklassige Finale bei den Sommerspielen in Frankreich gegen French-Open-Champion Carlos Alcaraz knapp mit 7:6 (7:3), 7:6 (7:2). Nach 2:50 Stunden verwandelte Djokovic seinen ersten Matchball.
In der Pariser Innenstadt fieberten Serbien-Fans mit dem Tennis-Star mit und feierten am Ende den Sieg. Es war die zweite Goldmedaille für die Serben, nachdem auch das Mixed-Duo im Schießen ganz oben auf dem Podest stand.

Public Viewing in Paris: Novak Djokovic wird Olympiasieger.
Nadine VogtAuch das Refugee-Team wird heute seine erste Medaille überhaupt bei olympischen Spielen gewinnen. Boxerin Cindy Ngamba zog durch einen einstimmigen Punktsieg gegen die Französin Davina Michel (26) ins Halbfinale ein und hat damit in der Gewichtsklasse bis 75 kg bereits Bronze sicher.
Sonntag, 04.08.: Wer ist der schnellste Mann der Welt?
Nach den Frauen, gilt es heute Abend im Stade de France für die Männer: Wer sprintet die 100 Meter am schnellsten? Kann sich Favorit Noah Lyles (USA) durchsetzen? Oder überrascht wieder ein Außenseiter, wie vor drei Jahren der Italiener Marcell Jacobs, der sich zum Sprint-König kührte? Fällt vielleicht sogar der Weltrekord von Usain Bolt aus dem Jahr 2008? Auch im Hochsprung der Frauen und im Hammerwurf der Männer geht es um die Medaillen. Die Entscheidungen versprechen ein Feuerwerk für Zuschauerinnen und Zuschauer. Bereits die ersten Abende im Stade de France waren geprägt von vielen Emotionen, Jubelrufen und einem lauten Publikum. Einen Erfahrungsbericht lesen Sie hier.

Das Stade de France im Norden Paris ist Stimmungsgarant. Fällt über die 100 Meter der Männer heute Abend der Weltrekord?
Amelie SchröerSonntag, 04.08.: Gold und Silber für deutsche Dressurreiterinnen
Und da sind die erhofften Medaillen für Deutschland! Einen Tag nach dem Sieg mit der deutschen Mannschaft triumphierte Top-Favoritin Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera auch im Einzel. Sie siegte mit 90,093 Punkten vor Teamkollegin Isabell Werth, die mit Wendy zu Silber ritt. Bronze ging an die Britin Charlotte Fry mit Glamourdale. Für Werth ist es mit nun achtmal Gold und sechsmal Silber bereits die 14. olympische Medaille. Bereits durch den Olympiasieg in der Mannschaft hatte sie die einstige Kanutin Birgit Fischer als Deutschlands Rekordmedaillengewinnerin abgelöst.
Sonntag, 04.08.: Gibt es heute wieder Gold für Deutschland?
Nach dem goldenen Tag gestern, stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch heute deutsche Athletinnen und Athleten wieder ganz oben auf dem Podest stehen werden. Goldverwöhnt sind vor allem die Dressurreiterinnen, allen voran Vorreiterin Jessica von Bredow-Werndl, die die heißeste Anwärterin auf Gold ist. Auch Isabell Werth möchte da aber ein Wörtchen mitreden. Start des Wettbewerbs ist um 10 Uhr.
Ab 14.30 Uhr wird es auch im Tischtennis-Einzel spannend. Zwar findet das Finale ohne deutsche Beteiligung, dafür aber mit dem ehemaligen TTC-Neu-Ulm-Spieler Truls Möregardh aus Schweden statt. Er trifft auf den Chinesen Fan Zhendong.
Sonntag, 04.08.: Public Viewing im Deutschen Haus ausverkauft
Zwei Gold- und eine Silbermedaille konnte das deutsche Team am gestrigen Samstag feiern. Es war bis dato der erfolgreichste Tag bei den Spielen in Paris. Die Erfolge wurden auch im Deutschen Haus ordentlich bejubelt. Schon in den frühen Abendstunden war die Fan Zone im Herzen des Stade Jean Bouin ausverkauft - begünstigt wohl auch durch das für diesen Abend angekündigte Konzert von Revolverheld.

Auf der Fan Zone im Deutschen Haus sorgt Revolverheld für gute Stimmung.
Amelie SchröerSamstag, 03.08: Leo Neugebauer gewinnt Silber
Am Ende ist es Silber! Leo Neugebauer hat den Olympia-Sieg verpasst, darf sich aber trotzdem mächtig über den Gewinn der ersten deutsche Zehnkampf-Medaille seit 28 Jahren freuen. Der 24-Jährige, der im finalen 1500-Meter-Lauf 13 Punkte auf Markus Rooth hätte aufholen müssen, schaffte das gegen den furiosen Norweger letztlich nicht. Mit 8748 Punkte landet der deutsche Rekordhalter bei seinem Olympia-Debüt also auf dem starken zweiten Platz.
Hochspannung herrschte nicht nur im Stade de France, sondern auch im Süden Frankreichs: In Marseille ging es für die deutschen Fußball-Frauen im Viertelfinale gegen Kanada ins Elfmeterschießen. Das gewann die DFB-Elf, dank einer bärenstarken Ann-Katrin Berger. Die gebürtige Göppingerin avancierte zur Matchwinnerin.
Samstag, 03.08.: Geht der goldene Samstag weiter?

Ergriffen auf dem Podium: Ruderer Oliver Zeidler nach dem Gewinn der Gold-Medaille.
Sebastian Kahnert/dpaGeht der goldene Samstag hier im Stade de France weiter? Zwei deutsche Athleten durften heute schon einen Olympia-Sieg feiern. Dressurreiterin Isabell Werth holt ihre insgesamt achte Gold-Medaille und löst die frühere Kanutin Birgit Fischer als deutsche Rekord-Medaillengewinnerin ab. So richtig feiern durfte auch Ruderer Oliver Zeidler nach seinem „Rennen für die Ewigkeit“. Mit seinem Olympia-Gold tritt er in die Fußstapfen seines Großvaters.
Samstag, 03.08.: Hochspannendes Zehnkampf-Finale
Ortswechsel. Im Stade de France geht es in Kürze weiter mit der Abendsession der Zehnkämpfer. Nach acht von zehn Disziplinen führt Leo Neugebauer immer noch. Der 24-Jährige baute mit einer überzeugenden Stabhochsprung-Vorstellung und begünstigt durch Patzer der Konkurrenz seine Führung im Zehnkampf aus. Vor den letzten beiden Disziplinen (Speerwurf und 1500-Meter-Lauf) in liegt der Weltjahresbeste mit 7.410 Punkten vorn. Neugebauer hat einen Vorsprung von 139 Punkten auf den norwegischen U23-Europameister Markus Rooth auf Rang zwei, der mit einem herausragenden Stabhochsprung-Auftritt viel Boden gutmachte und ebenfalls gute Gold-Aussichten hat. Der WM-Dritte Lindon Victor aus Grenada hat als Dritter 219 Punkte Rückstand auf Neugebauer. Aus dem Medaillenkampf verabschiedet haben sich Tokio-Olympiasieger Damian Warner aus Kanada und der norwegische EM-Zweite Sander Skotheim, die sich bei ihren Einstiegshöhen jeweils drei Fehlversuche leisteten. Sie wurden ohne Punkte im Stabhochsprung gewertet.
Samstag, 03.08.: Evenepoel ist Doppel-Olympia-Sieger

Remco Evenepoel ist zweifacher Olympia-Sieger, feiert sich und wird gefeiert.
ODD ANDERSEN/AFPNach 6:19 Stunden und 43 Sekunden kommt er Sieger ins Ziel gefahren. Es ist der Belgier Remco Evenepoel, der sich nach der Gold-Medaille im Zeitfahren den Doppel-Olympiasieg geholt hat. Der Dritte der Tour de France schafft damit historisches: Er ist der erste Radfahrer der Geschichte, der in beiden Disziplinen die Straßen dominierte. Rund 15 Kilometer vor dem Ziel hängte der 24-Jährige seinen größten Verfolger Valentin Madouas ab. Gastgeber Frankreich konnte trotzdem einen großartigen Doppel-Erfolg feiern: Madouas sicherte sich Silber, auf dem dritten Treppchen folgte Teamkollege Christoph Laporte.
Samstag, 03.08.: Radfahrer starten auf 270 Kilometer langen Kurs
Eigentlich startete das Straßenradrennen der Männer an diesem Samstag erst um 11 Uhr, doch schon lange vorher säumten Zuschauerinnen und Zuschauer die Strecke in der Innenstadt. Vom Start an, unweit entfernt vom Eiffelturm, reihten sich Sportfans entlang der Absperrungen und jubelten den Radprofis nach dem Startschuss zu, die in rasender Geschwindigkeit auf den Straßen in Paris unterwegs waren.

Das Straßenradrennen in Paris.
Michael ScheifeleNur 90 Fahrer sind in diesem Jahr am Start und haben am Mittag sowie Nachmittag eine rund 270 Kilometer lange Strecke mit fast 3000 Höhenmetern vor sich. Ein Großteil der Strecke verläuft außerhalb des Stadtkerns, bis zum Schloss Versailles, gegen 16 Uhr sollen die schnellen Radfahrer aber wieder in der Innenstadt ankommen.

Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer jubeln den Radprofis auf ihrem Weg durch die Pariser Innenstadt zu.
Amelie SchröerSamstag, 03.08.: Radrennen durch Paris
Guten Morgen aus Paris! Wir starten in Woche zwei der Wettbewerbe, in der zahlreiche Entscheidungen in vielen Disziplinen anstehen. Während sich im Stade de France die Mehrkämpfer heute auf ihren zweiten Wettkampftag vorbereiten, wird es auch in den Straßen der Pariser Innenstadt in wenigen Stunden Ernst, denn um 11 Uhr starten die Radfahrer in den knapp 270 Kilometer langen Kurs. Drei Mal müssen sie am Ende den Montmartre erklimmen, an dessen Route bereits im Vorfeld des Rennens Absperrungen installiert wurden.

Straßensperrung im Bereich Montmartre für das Straßenrennen der Männer in Paris.
A melie SchröerFreitag, 02.08.: Neugebauer auf Medaillenkurs, Olympischer Rekord über 10.000 Meter
Er ist als großer Medaillenkandidat in diesen Zehnkampf gestartet und wird als großer Goldkandidat in den zweiten Tag gehen. Leo Neugebauer führt nach fünf von zehn Disziplinen im Zehnkampf der Olympischen Spiele das Tableau an, nachdem er zuvor unter anderem im Weit- und Hochsprung für dicke Ausrufezeichen sorgte. Für Niklas Kaul lief der Wettbewerb dagegen bisher alles andere als optimal, Nachrücker Till Steinforth ist im Soll. Den bisherigen Verlauf des Wettbewerbs gibt's hier zum Nachlesen.
Es war nicht der einzige Stimmungsmacher des Abends. Auch die Athleten des 10.000-Meter-Laufs sorgten für Ekstase im Stade de France. 25 Runden rannten die schnellen Männer auf der 400-Meter-Bahn um die Wette, um am Ende im Schlusssprint über Gold, Silber und Bronze zu entscheiden - mit dem glücklichen Gewinner Joshua Cheptegei aus Uganda, der ganz nebenbei in 26:43,14 Minuten einen neuen olympischen Rekord über diese Distanz aufstellte.

So sehen Sieger aus: Joshua Cheptegei aus Uganda entscheidet den Schlusssprint über 10.000 Meter für sich und kührt sich zum ersten Olympiasieger der Leichtathletik-Wettbewerbe 2024 im Stade de France.
MARTIN BERNETTI/AFPAm Samstagmorgen um 10 Uhr sind es wieder die Zehnkämpfer, die den Wettkampftag einläuten. Die 110-Meter-Hürden sind dann Disziplin 6 von 10.
Freitag, 02.08.: Arthur Abele drückt deutschen Zehnkämpfern die Daumen
Um Punkte laufen, springen und werfen muss Arthur Abele nicht mehr. Während seine ehemaligen Zehnkampf-Kollegen in Paris derzeit um möglichst viele Punkte kämpfen, schaut sich der Ex-Profi die Wettbewerbe entspannt zu Hause von der Couch aus an. Eine Olympiamedaille blieb ihm verwehrt, mit dem EM-Titel 2018 in Berlin stieg er dennoch zu den ganz Großen unter den "Königen der Leichathletik", wie die Zehnkämpfer gerne genannt werden, auf. Sportkollege Werner Gallbronner hat mit ihm gesprochen.
Freitag, 02.08.: Neugebauer nach drei Disziplinen in Führung, Lückenkemper erreicht Halbfinale
Viel war los in der ersten Morning Session der Leichathletik-Wettbewerbe im Stade France. Vor allem die Zehnkämpfer heizten die Stimmung im ohnehin heißen Stadion ordentlich an - Allen voran Leo Neugebauer. Der deutsche Rekordhalter liegt nach dem 100-Meter-Sprint (10,67s), einem bärenstarken Weitsprung (7,98m) und einem nicht weniger beeindruckenden Kugelstoßen (16,55m) an der Spitze des Feldes. Einen ersten Zwischenbericht des Zehnkampfes lesen Sie hier.

Mit 7,98 Meter im Weitsprung setzte Leo Neugebauer schon in Disziplin 2 ein dickes Ausrufezeichen. Nach den ersten drei Disziplinen liegt der Gold-Mitfavorit auf dem ersten Platz.
KIRILL KUDRYAVTSEV/AFPAuch Gina Lückenkemper kann mit ihrem ersten Auftritt bei diesen Spielen zufrieden sein. Die 27-Jährige sprintete die 100 Meter in soliden 11,08 Sekunden und erreichte als Dritte ihres Vorlaufs die nächste Runde.
Freitag, 02.08.: Zehnkampf im Stade de France

Arbeitsplatz für die nächsten beiden Tagen: Das Stade de France im Pariser Norden. Dort steigen an diesem Freitag die deutschen Leichtathletinnen und Leichtathleten in die Olympischen Spiele 2024 ein.
Nadine VogtHallo aus dem Stade de France – mit einem Blick auf den heutigen Arbeitsplatz. 80.000 Zuschauer passen hier rein. Das Stadion im Pariser Norden ist zum Auftakt der Leichtathletik-Wettbewerbe natürlich ausverkauft. Die ersten Medaillen gab es hier schon, allerdings in einer anderen Sportart: Das Stade de France war Austragungsstätte der Rugby-Wettbewerbe, wo sich Neuseeland bei den Frauen und Frankreich - unter frenetischem Jubel vor toller Heimkulisse - den Olympia-Sieg geholt haben. Im Zehnkampf geht es schon heiß her: Nach dem 100-Meter-Lauf ist das deutsche Trio um Niklas Kaul, Till Steinforth und Gold-Hoffnung Leo Neugebauer im Weitsprung gefordert. Letzterer sprang gerade seine Saisonbestleistung von 7,98 Metern, was den deutschen Rekordhalter vorläufig auf Rang 2 hinter Damian Warner katapultierte.
Freitag, 02.08.: Leichtathletik-Wettbewerbe starten
Eine Woche mussten Sport-Fans warten, nun beginnen bei den Olympischen Spielen in Paris die Leichtathletik-Wettbewerbe. Gleich zu Beginn stehen die Zehnkämpfer um Leo Neugebauer und Niklas Kaul im Fokus. Ulms Teilnehmer Manuel Eitel musste wegen einer Corona-Infektion seinen Start kurzfristig absagen.
Auch die Sprinterinnen um Gina Lückenkemper stehen über 100 Meter in den Startlöchern. Mehr zu den Wettkampf-Highlights heute, erfahren Sie hier.
Spannend wird es heute auch für den Ulmer Mark Dorfmüller. Als Mannschafts-Arzt der deutschen Boxer ist er in Paris dabei und betreut heute Abend Nelvie Tiafack in seinem Kampf um den Einzug ins Halbfinale. Sechs Olympische Spiele hat Dorfmüller schon als Mannschaftsarzt miterleben dürfen. Neben den Boxern betreute er auch die Skispringer um den damaligen Bundestrainer Werner Schuster. So war er in diesem Zuge in Vancouver, London, Sotschi, Rio de Janeiro, Pjöngjang – und jetzt in Paris im Einsatz. Mit Reporterin Nadine Vogt hat er über die Entwicklung der Olympischen Spiele, Medaillen-Druck und Wertschätzung gesprochen.
Freitag, 02.08.: Olympiastadion vor den Toren Ulms
Berlin hat eins, München hat eins und - man mag es glauben oder eben nicht - Laupheim hat auch eins. Die Rede ist von einem Olympiastadion. Zugegeben, es hat nicht ganz die Bekanntheit seiner großen Geschwister und hat auch nichts mit den Olympischen Spielen, sondern vielmehr mit dem Fußballverein Olympia Laupheim zu tun, dessen Geschichte bis in 1904 zurückreicht. 1927 folgte dann der Bau dieses geschichtsträchtigen Stadions. Reporter Magdi Aboul-Kheir hat ihm einen Besuch abgestattet und nach dem olympischen Geist geschaut.
Donnerstag, 01.08.: Ex-Neu-Ulmer im Tischtennis sorgt für Sensation
Zwei Jahre spielte der Schwede Truls Moregardh für die Tischtennis-Herren des TTC Neu-Ulm, gewann mit Dimitrij Ovtcharov und Lin Yun-ju Anfang 2023 sogar den Deutschen Pokal. In seiner Zeit verzückte er Mitspieler, Trainer und Fans. In diesem Jahr sorgt er wieder für Aufsehen - bei den olympischen Spielen, denn überraschend schlug der 22-Jährige im Achtelfinale den Weltranglisten-Ersten Wang Chuqin mit 4:2. Dort trifft der Vizeweltmeister von 2021, aktuell die Nummer 26 der Welt, am Donnerstagnachmittag (15 Uhr) auf den Ägypter Omar Assar.
Donnerstag, 01.08.: Drei Medaillen für Deutschland
Ein Mal Silber und zwei Mal Bronze gewannen die deutschen Athletinnen und Athleten am Mittwoch in Paris. Zunächst schaffte der Ruder-Vierer der Frauen den Sprung auf das Podest, später folgte - ebenfalls auf Rang 3 - Isabel Gose über 1500-Meter-Freistil. Judoka Miriam Butkereit verlor zwar ihren Finalkampf im Judo, durfte sich aber trotzdem über Silber freuen.

Die Zweitplatzierte in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm, Miriam Butkereit, feiert bei der Siegerehrung mit ihrer Silbermedaille. Foto: Marcus Brandt/dpa
Marcus Brandt/dpaMittwoch, 31.07.: Lückenkemper fühlt mit Eitel mit
Das Corona-Schicksal um Ulms Zehnkämpfer Manuel Eitel sorgt in der Sportwelt für viel Mitgefühl. Nun hat auch Sprinterin Gina Lückenkemper ihr Mitgefühl ausgedrückt. Sie selbst erkrankte vor wenigen Wochen an Corona. „Ich habe direkt Gänsehaut bekommen, weil ich so viel Glück hatte und rechtzeitig wieder fit war", berichtet sie auf einer Pressekonferenz am Mittwochmorgen. Der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) passte seinerseits die Schutzmaßnahmen an.
Mittwoch, 31.07.: Jagd nach den Pins
Edelmetall? Hätte natürlich jede Athletin und jeder Athlet gerne um den Hals hängen. Doch unter den Olympia-Sportlern gibt es noch eine andere, herausfordernde Disziplin. „Das ist der olympische Sport, über den relativ wenig berichtet wird“, sagt Star-Sprinterin Gina Lückenkemper. Es ist die Jagd nach den Pins. Jede Nation hat ihren eigenen, kreativen Anstecker. Sie sind begehrt, werden getauscht, gesammelt, mancher regelrecht verfolgt. Denn gerade die Pins aus den Ländern, die mit wenigen Athleten am Start sind, zählen zu den Raritäten.
Gina Lückenkemper hat schon eine ordentliche Ausbeute beisammen. Am Band ihrer Akkreditierung sind so einige Anstecker festgemacht. Die 27-Jährige, die erst am Freitag in die Vorläufe ihrer Wettkämpfe startet, hatte schließlich in der vergangenen Woche auch ein wenig Zeit auf die Suche zu gehen.

Lauter Pins aus Mexiko, BRasilien, Frankreich und Co. Athletinnen und Athleten sowie Fans sammeln während der Olympischen Spiele fließig Olympia-Pins.
BEN STANSALL/AFPWie sie verrät, sei sie im „Pin-Game“ schon ganz gut dabei, auch ein paar seltenere Anstecker zieren ihr Band. „Ich hoffe, dass ich da noch weitere dazunehmen kann“, sagt sie, wobei sie bei weitem nicht zu den fleißigsten Sammlern zähle. Sie habe in der Mensa im Olympischen Dorf jemanden getroffen, der neben einem vollen Band noch Anstecker im Zimmer liegen habe. Den Namen desjenigen verriet Lückenkemper aber nicht. Anders als bei allen anderen olympischen Disziplinen wird man aber wohl nicht erfahren, wer das Pin-Game am Ende der Spiele gewinnt.
Mittwoch, 31.07.: Trotz Regen: Triathlon der Frauen und Männer findet statt!
Auch am fünften Wettkampftag der Olympischen Spiele in Paris warten zahlreiche spannende Wettbewerbe und Medaillenentscheidungen. Zunächst steht im Laufe des Vormittags der verschobene Triathlon der Männer an. Eigentlich sollte er bereits am Dienstagfrüh stattfinden, musste allerdings wegen schlechter Wasserqualität der Seine abgesagt werden. Die Frauen waren bereits um 8 Uhr ins Wasser gesprungen. Begleitet von zahlreichen Stürzen auf dem Fahrrad, konnten die deutschen Starterinnen nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
Im weiteren Tagesverlauf wartet auf die deutschen Handballer gegen Kroatien das dritte Vorrundenspiel. Zur Mittagszeit ist Angelique Kerber im Viertelfinale gegen die Chinesin Zheng Qinwen gefordert. Den Zeitplan finden Sie hier.
Mittwoch, 31.07.: Schock nach Olympia-Aus von Manuel Eitel
Das Mitgefühl ist riesig. Vereinsvertreter, Trainings- und Wettkampfkollegen spenden Trost nach dem kurzfristigen Olympia-Aus von Zehnkämpfer Manuel Eitel (SSV Ulm). "Ich könnte heulen. Jetzt hat man das ganze Jahr aufgepasst, rund ums Training immer mit Maske. Er war nicht auf dem Schwörmontag, und dann sowas", sagt Wolfgang Beck, der langjährige Cheftrainer und spätere Abteilungsleiter der Leichtathleten des SSV Ulm. Auch auf den sozialen Medien ist die Anteilnahme an Eitels Schicksal groß. Die Reaktionen lesen Sie hier.
Dienstag, 30.07.: Aus der Traum! Manuel Eitel vom SSV Ulm verpasst Olympia
Es war sein Kindheitstraum. Einmal bei den Olympischen Spielen am Start sein, davon träumt Manuel Eitel seitdem er neun Jahre alt ist. In diesem Jahr sollten sein Wunsch erfüllt, der harte Kampf und das Training bezahlt werden. An diesem Freitag und Samstag sollte Eitel im Olympia-Zehnkampf im Stade de France in Paris an den Start gehen. Doch kurz vor dem Ziel platzt sein Traum. Eine Corona-Infektion führt dazu, dass der 27-Jährige seine Teilnahme absagen muss. „Ich kann die Emotionen gerade noch nicht so richtig verarbeiten“, ist seine erste Reaktion. „Was ich gerade fühle, übersteigt jede Niederlage, die ich im Sport jemals erlebt habe", sagt er weiter.
Während also seine Zehnkampf-Kollegen und auch sein Trainer, Christopher Hallmann, Ende der Woche im Stade de France sein werden, bleibt Eitel zu Hause. Mehr zur emotionalen Absage des Ulmers lesen Sie hier.

Aus der Traum. Manuel Eitel muss seinen Start bei den Olympischen Spielen absagen.
Oliver Weiken/dpaDienstag, 30.07.: Erster Sieg in Spiel 3! Metzinger Handballerin Julia Behnke erleichtert
„Das ist das deutsche Team mit dem wir in das Turnier starten wollten“, sagte die deutsche Kreisläuferin Julia Behnke nach dem überragenden 41:22-Sieg am Dienstagmorgen gegen Slowenien. Es war ein enorm wichtiger Sieg, nachdem die DHB-Frauen die beiden Spiele zuvor verloren hatten. Damit wahren sie auch ihre Chance, doch noch den Sprung in die K.o.-Runde zu schaffen. Den Rückenwind und das wiedergewonnene Selbstvertrauen wollen die Spielerinnen nun mitnehmen. „Wir haben in jedem Interview nach jedem Spiel gesagt, dass wir auf keinen Fall aufgeben", zeigt sich Behnke kämpferisch. „Das steht natürlich heute auch fest. Wir werden uns auf diesem Sieg gar nicht ausruhen, sondern genau daran anknüpfen, wo wir aufgehört haben.“
Den ganzen Spielbericht gibt es hier.
Dienstag, 30.07.: Triathlon abgesagt: Was bedeutet das für die Athleten?
Die Diskussion über die Wasserqualität der Seine trübt derweil die Olympia-Stimmung. 1,4 Millionen Euro wurden investiert, um das Wasser schwimmbar zu machen. Kurz vor der Eröffnung gab es dann grünes Licht, doch der Regen des vergangenen Wochenendes sorgte nun für den Rückschlag „Die Entscheidung ist zwar nachvollziehbar, aber für die Athleten maximal unglücklich“, sagte Martin Veith, Sportdirektor der Deutschen Triathlon-Union, am frühen Morgen. „Das ist natürlich alles andere als gut, so will man sich das nicht vorstellen für Olympische Spiele.“
Nach der Absage müssen sich die Triathleten nun nicht nur auf einen neuen Termin und eine neue Uhrzeit einstellen, sondern auch auf eine andere Wassertemperatur. Mehr zu der Debatte, lesen Sie im aktuellen Text von Nadine Vogt.

Das Wasser der Seine vor dem Triathlon.
Sven Hoppe/dpaDienstag, 30.07.: Gewinnt Kerber heute auch ihr drittes Spiel?
Die erste Entscheidung des Tages fiel bereits in den frühen Morgenstunden: Der Triathlon der Männer, der eigentlich um 8 Uhr starten sollte, wird verschoben. Der Grund: Die Seine ist nicht sauber genug. Neuer Termin ist am Mittwochmorgen um 10.45 Uhr.
Spannend wird es heute auch im Tennis, wenn Angelique Kerber und Alex Zverev um 12 Uhr beziehungsweise 14 Uhr um den Einzug in Runde drei Kämpfen. Weitere Highlights des Tages finden Sie hier.
Montag, 29.07.: Zehnkämpfer Manuel Eitel vor seinem Olympia-Debüt
Ein Kindheitstraum geht für Manuel Eitel in Erfüllung. Schon als kleiner Junge träumte der Ulmer davon, einmal bei den Olympischen Spielen an den Start zu gehen. In dieser Woche ist es für den Zehnkämpfer vom SSV Ulm so weit. Am Freitag und Samstag startet er im Stade de France in Paris in seinen Wettkampf. Die letzten Vorbereitungen dafür absolvierte er im heimischen #Donaustadion mit seinem Trainer. Nun fährt er topfit und motiviert in die französische Hauptstadt. Im Koffer mit dabei sind übrigens seine 10 (!) Paar Wettkampfschuhe.
Aufregung verspürt der Athlet noch keine, zumindest könnte man es meinen: „Es sind die gleichen zehn Disziplinen wie sonst auch. Die Leute, die an den Start gehen, sind im Kern die gleichen wie bei der Weltmeisterschaft letztes Jahr.“ Zu den Topfavoriten auf eine Medaille gehört Eitel nicht. Aber: „In erster Linie versuche ich mich erstmal auf meinen Wettkampf zu fokussieren und danach alles andere mitzunehmen.“
In seinen letzten Tagen in Ulm hat er mit Reporterin Nadine Vogt gesprochen.
Montag, 29.07.: Jung gewinnt! Zweites Gold für Deutschland
So richtig sollte es bisher bei den Olympischen Spielen mit den deutschen Medaillen nicht klappen. Nun hat Vielseitigkeitsreiter Michael Jung für den zweiten deutschen Triumph gesorgt. Der 41-Jährige blieb im abschließenden Springen in Versailles mit seinem Pferd Chipmunk ohne Fehler und sorgte damit für das zweite deutsche Gold bei den Sommerspielen 2024 nach Schwimmer Lukas Märtens.
Der Olympiasieg von Jung hat den legendären ARD-Reitsportkommentator Carsten Sostmeier zu einer emotionalen Jubelarie inspiriert. „Ach Freunde, jetzt braucht der Puls erst mal einen Tag, um wieder runterzukommen bei so manchem von uns - bei mir vielleicht sogar zwei Tage“, sagte der 64-jährige bei der Liveübertragung. Ein „hippologischer Vollgenuss vor royaler Kulisse“ sei das gewesen.
Montag, 29.07.: Luxemburgerin mit 61 Jahren Rekordspielerin
„Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an“ sang Udo Jürgens 1977 in seinem bekannten Hit und frönt darin dem Eintritt ins Rentenalter. Tischtennisspielerin Ni Xia Lian ist noch nicht ganz 66 – erst 61 – und ist vom Rentenalter, wenn es nach ihr geht, noch eine ganze Weile entfernt. Denn als älteste Frau jemals feierte sie nun im Erstrundenmatch bei den Olympischen Spielen einen Sieg. Fünfmal war sie schon bei Olympia dabei, 2000 in Sydney zum ersten Mal.

Xia Lian Ni aus Luxemburg hat gut Lachen: Die 61-Jährige gewinnt ihr Erstrundenmatch.
JUNG YEON-JE/AFPWährend sich also die allermeisten Menschen in ihrem Alter so ganz allmählich auf das Rentnerleben einstellen, Sport eher zum gesund bleiben treiben und einen Tischtennisschläger zuletzt vermutlich in der Schulzeit in der Hand hielten, träumt Ni Xia Lian ihren nächsten olympischen Traum.
„Manchmal fühle ich mich, als hätte ich schon zwei Leben. Ich spiele seit mehr als 57 Jahren Tischtennis und hoffe, Gott gibt mir noch ein paar Jahre“, sagt Ni Xia Lian. Über 40 Jahre ist ihre erste internationale Goldmedaille alt: 1983, damals noch für China am Start, gewann sie in Tokio Gold im Mixed und im Team. Es folgten acht weitere Titel für Luxemburg, das Land, für das sie seit 1991 am Start ist.
Nur eine Medaille bei Olympia blieb ihr bisher verwehr. Und sie wird vermutlich auch unerreichbar bleiben. Aber wer weiß, denn „mit sechsundsechzig Jahren, da kommt man erst in Schuss“ – meinte ja schon Udo Jürgens.
Montag, 28.07.: Die Highlights vom Wochenende
Die ersten beiden Wettkampftage der Olympischen Spiele sind durch. Neben einer besonderen Eröffnungsfeier, sorgte vor allem das erste Gold für Team D für großen Jubel unter den deutschen Fans. Weitere Highlights in unserer Bildergalerie - auch mit Aufnahmen der Reporterinnen Nadine Vogt und Amelie Schröer.
Sonntag, 28.07.: Losgelöste Stimmung in der Fan Zone im Deutschen Haus
Noch nie waren die deutschen Fans bei Olympischen Spielen ihren Idolen so nah. In Paris ist gleich ein ganzes Rugby-Stadion zum größten Treffpunkt der Spiele umfunktioniert worden. Offiziell eröffnet wurde das Deutsche Haus am vergangenen Freitag, seitdem lädt der DOSB dort Fans, Athletinnen und Athleten, Medienvertreter und viele weitere ein, um gemeinsam die Deutsche Mannschaft anzufeuern. Erstes Highlight war am Samstagabend das Konzert von Clueso, gefolgt von der Goldmedaille von Lukas Märtens, die in großem Jubel auf dem Rasenplatz mündete.
Während im Innenraum Biergarten-Atmosphäre mit Currywurst und Kaiserschmarrn herrscht, gibt es eine Etage weiter oben im VIP Bereich Essen und Trinken für geladene Gäste und Akkreditierte. Im Keller der Arena bieten ein Kraft- und Trainingsraum, ein Boxring und eine Judomatte weitere Trainingsmöglichkeiten. Mehr zum Deutschen Haus lesen Sie in diesem Artikel.
Sonntag 28.07.: Göppinger Sportschütze verpasst Medaille
Als Achtplatzierter und damit Letzter war Robin Walter gerade noch so ins Finale der Sportschützen am Sonntagnachmittag gerutscht, am Ende erreichte er sogar Platz sechs. Ein Ergebnis mit dem der Athlet von der Schützengilde Ebersbach sehr gut leben kann, trotz verpasster Medaille: „Ich war froh, überhaupt im Finale zu stehen und hatte mir Platz fünf oder sechs als Ziel gesetzt. Ich hätte besser schießen können, aber vom Endstand her bin ich zu zufrieden“, erklärte er nach dem Wettkampf.
Sonntag, 28.07.: Nina Benz aus Laichingen landet auf Rang 16
Das Rennen ist zu Ende. Nina Benz verpasste eine Top-Platzierung. Die 25-Jährige Laichingerin beendete die 30,8 Kilometer lange Hatz über den Elancourt-Hügel vor 13.000 Fans auf Platz 16. Den Olympia-Sieg holte die fünfmalige Weltmeisterin Ferrand Prévot. Überschattet wurde das Rennen durch einen schweren Sturz von Medaillenkandidatin Loana Lecomte. Die 24-Jährige stürzte auf Platz drei liegend in der vierten Runde im sogenannten Felsengarten und musste auf einer Trage abtransportiert werden.
Sonntag, 28.07.: Startschuss für das Cross-Country-Rennen
Der Jubel um das erste Gold für Deutschland könnte möglicherweise auch Mountainbikerin Nina Benz beflügeln. Die Laichingerin startet am Sonntagnachmittag um 14.10 Uhr am künstlich angelegten Colline d'Élancourt, westlich von Paris. Im Vorfeld zeigte sich die 25-Jährige trotz des anspruchsvollen Kurses optimistisch. So langsam dürfte auch die Nervosität steigen, die sie in den Tagen zuvor noch nicht so verspürte. „Das kommt dann am Sonntagmorgen, wenn ich meine Haferflocken esse“, meinte sie. Mehr zu ihrem Olympia-Debüt und wie sie zum Mountainbike gekommen ist, gibt's hier.

Nina Benz von der TSV Laichingen startet am Sonntag bei den Olympischen Spielen in Paris.
EGO-PromotionSonntag, 28.07.: Italienischer Hochspringer verliert Ehering
Sie war lang, sie war bunt, sie war emotional. Die Eröffnungsfeier in Paris sorgte für einen spektakulären Start in die Olympischen Spiele. Auch dem Italiener Gianmarco Tamberi wird die Fahrt auf der Seine in besonderer Erinnerung bleiben. Denn wie er auf Instagram mitteilte verlor er dabei ein nicht ganz unbedeutendes Schmuckstück: Seinen Ehering. Nicht ganz verwunderlich, denn der 32-Jährige gehörte zu den Sportlern auf dem Deck, die am wildesten feierten.
Wenig später entschuldigte er sich öffentlich dafür bei seiner Frau: „Es tut mir leid, meine Liebe, es tut mir so leid. Zu viel Wasser, zu viele verlorene Kilos in den letzten Monaten oder vielleicht die unbändige Begeisterung für das, was wir taten. Wahrscheinlich alles drei“, schrieb er auf Instagram.
„Wenn es sein musste, dass ich diesen Ring verliere, konnte ich mir keinen besseren Ort vorstellen. Er wird für immer im Flussbett der Stadt der Liebe bleiben.“ Um den eher unfreiwilligen Verlust wieder wett zu machen, machte Tamberi seiner Frau ein durchaus romantisches Angebot: „„Wenn du willst, werfen wir auch deinen Ring in den Fluss, damit sie für immer zusammen sind und wir einen weiteren Vorwand haben, um, wie du mich immer gebeten hast, unser Gelübde zu erneuern und wieder zu heiraten.“ – Da kann sie ja schlecht nein sagen…
Trost bekam Tamberi übrigens von einem der italienischen Wasserballer: „Wenn du ein Gold verloren hast, findest du ein anderes.“ – Na wenn das mal kein Omen für seinen Kampf um den Olympiasieg ist…
Sonntag, 28.07.: Das erste Gold für Deutschland
Die Olympischen Spiele sind gerade einmal rund 24 Stunden offiziell eröffnet, da kann Deutschland seine erste Medaille bejubeln. Schwimmer Lukas Märtens schlug am Samstagabend im Finale über 400 m Freistil vor 17.000 Zuschauern im Rugbystadion La Defense nach 3:41,78 Minuten als Erster an und kührte sich selbst damit zum ersten deutschen Schwimm-Olympiasieger im Becken seit 36 Jahren.
Tausende Fans feierten die erste Goldmedaille bei den Spielen in Paris im Deutschen Haus - gemeinsam mit Clueso. Rund 1,5 Stunden hatte der Sänger auf der Bühne im umfunktionierten Footballstadion für eine Wohlfühlatmosphäre gesorgt und seine bekanntesten Hits performt. Seine Zugabe begleitete letztendlich Märtens Rennen um Gold und endete in großem Jubel auf der Bühne und auf den Plätzen davor.

Public Viewing im Deutschen Haus: Tausende Fans bejubeln das erste deutsche Gold in Paris von Lukas Märtens über 400 m Freistil.
Amelie SchröerSamstag, 27.07.: Die Olympia-Starter aus der Region im Video
Sie stehen in den Startlöchern! Zwei Athletinnen und ein Athlet aus Ulm und der Region sind bereit für die Spiele der Spiele. Für Mountainbikerin Nina Benz geht es am Sonntag (14.10 Uhr) auf die Strecke am Elancourt Hill. Hier stellen sich alle drei im in unserem Video vor – schaut mal rein!
Samstag, 27.07.: Bundeskanzler Scholz im Olympischen Dorf

Blick ins Olympische Dorf: Der Samstag startet genauso verregnet wie der Freitag aufgehört hat. Hier im Quartier im Pariser Vor-Ort St. Denis leben über 10 000 Athleten und Staff-Mitglieder aller Nationen.
Nadine VogtBlick ins Olympische Dorf. Hier leben also die Athletinnen und Athleten. Im strömenden Regen ist die Sportler-Heimat am Samstag etwas weniger einladend. Allerdings hat sich prominenter Besuch angekündigt: Bundeskanzler Olaf Scholz ist anlässlich der Spiele in Paris und besuchte auch Team Deutschland. Bei einem kurzen Pressestatement bekräftigten der Bundeskanzler und Innenministerin Nancy Faser den Willen, die Olympia 2040 nach Deutschland zu holen. „Wir können das schaffen“, lautete der Tenor.

Pressestatement im Olympischen Dorf: Bundeskanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser waren am Samstag auf Athleten-Besuch.
Nadine VogtSamstag, 27.07.: Rückblick auf ein Spektakel

Gute Stimmung am Trocadero bei den Athleten trotz Dauerregen.
Loic Venance/Pool AFP/AP/dpaDer durchsichtige Regenponcho rettete Leben. Jeder, der die Eröffnungsfeier am Freitagabend unter freiem Himmel verfolgte und einen ergattern konnte, war heilfroh. Danke an dieser Stelle an die freundlichen Volunteers, die sie großzügig verteilt haben. Keine zwölf Stunden später sind die durchnässten Kleider wieder halbwegs trocken und es gibt noch zwei Dinge zu sagen: Was für ein Auftritt von Celine Dion auf dem Eiffelturm! Am Trocadero, wo man sie leuchtend weiß erahnen konnte und der Abschluss der Parade stattfand, erntete sie den größten Applaus.

Großer Auftritt von Frankreichs größter Sängerin auf Frankreichs höchstem Wahrzeichen: Celine Dion.
Nadine VogtZweiter Punkt: Bis auf eine kurze Wartezeit am Einlass zum Trocadero – natürlich mit durchnässten Schuhen – lief die Organisation des Abends eigentlich recht reibungslos. Auch der große Aufbruch, als hunderte Menschen in Richtung Metro-Station „Charles de Gaulle – Etoille“ am Arc de Triomphe marschierten, leitete die Polizei die Massen durch den abgesperrten Bereich. Am Metro-Eingang trat man sich dann freilich schon mal auf die Füße, alles in allem verlief es aber mit Kontrollen, An- und Abreise-Pipapo überraschend problemlos ab.

Polizisten kontrollieren den Einlass zur Eröffnungsfeier. Mit QR-Code-Scan, Abgleich des Personalausweises und Taschenkontrolle. Und bis zum eigentlichen Ziel, dem Trocadero, sind es noch hunderte Meter Entfernung.
Nadine VogtFreitag, 26.07.: Fans feiern Eröffnungsfeier am Eiffelturm und im Deutschen Haus
Mit einer spektakulären Show mit zahlreichen Tanz- und Musikeinlagen und dem von vielen Fans ersehnten Auftritt von Sängerin Celine Dion, haben Sport-Fans aus der ganzen Welt am Abend den Start der Olympischen Spiele gefeiert. Nachdem zunächst über mehrere Stunden die Schiffe der rund 200 Nationen über die Seine fuhren und dabei von über 300.000 Fans am Ufer bejubelt wurden, fand die große Eröffnungsfeier am Eifelturm ihren Höhepunkt. Der Dauerregen, der die Sportlerinnen und Sportler sowie Fans und Pressevertreter über Stunden begleitete, trübte die Stimmung dabei nicht.

Nach der Schifffahrt auf der Seine, begaben sich die Sportlerinnen und Sportler zum Trocadero.
Nadine VogtEröffnet wurde an dem Abend auch das Deutsche Haus, das während der Spiele nicht nur zahlreiche Athletinnen und Athleten willkommen heißt, sondern auch eine große Fan-Zone bietet. Bemerkenswert ist, dass sich der Komplex in einem riesigen Football-Stadion befindet, in dem bis vor wenigen Wochen noch Spiele ausgetragen wurden. Bei einem großen Public Viewing bejubelten am Freitagabend hunderte Fans besonders das deutsche Team. Auch einige Sportler, die nicht bei Zeremonie auf der Seine dabei sein konnten, schauten vom deutschen Haus aus zu – zum Beispiel die Handball-Nationalspieler.

Biergarten-Atmosphäre im Deutschen Haus in Paris.
Amelie SchröerMehr zur Eröffnungsfeier finden Sie hier.
Freitag, 26.07.: Von Ulm aus nach Paris
Wer noch kurz entschlossen von Ulm aus in die französische Hauptstadt fahren möchte, hat zunächst drei Möglichkeiten: Mit dem Zug, mit dem Auto oder mit dem Fernbus. Sie alle haben was Zeit und Preis angeht, ihre Vor- und Nachteile. In unserem Artikel zeigen wir, welche die günstigste und schnellste Reisemöglichkeit ist und wie junge Erwachsene mit dem Deutschlandticket sparen können.

Von Ulm nach Paris mit dem Zug, Fernbus und Auto
swpFreitag, 26.07.: Auch Ulm ist bei den Wettbewerben vertreten
Aus Ulm und der Region gehen drei Athletinnen und Athleten an den Start: Zehnkämpfer Manuel Eitel (SSV Ulm 1846), Mountainbikerin Nina Benz (Team Lexware) aus Laichingen und Sportgymnastin Emilia Wickert (TSG Söflingen). Was die Olympiateilnahme für sie bedeutet und was sie sich für die Spiele in Paris vornehmen, haben Nadine Vogt und Amelie Schröer für Sie zusammengefasst.

Nina Benz, Manuel Eitel und Emilia Wickert sind bei den Olympischen Spielen in Paris dabei.
Max Fuchs/EGO Promotion, Matthias Kessler, Niedermüller/Picture AllianceFreitag, 26.07.: Paris bereitet sich auf ein Spektakel vor
Ganz Paris ist im Olympia-Modus. Neben den Souvenirläden, die lauter Kleinigkeiten mit dem kleinen Detail der olympischen Ringen verkaufen, sind es vor allem Athletinnen und Athleten, sowie Betreuer, die in ihrem Nationendress die Blicke auf sich ziehen. Sie reihen sich ebenso ins Stadtbild ein wie zehntausende Polizisten und Sicherheitskräfte - Und es wird klar: Die Hauptstadt Frankreichs steht in den Startlöchern für DAS Mega-Event. Mehr zu den Vorbereitungen und der Stimmung in der Stadt vor dem offiziellen Beginn, erfahren Sie hier.







































