Olympia 2024: Ann-Katrin Berger sichert DFB-Frauen sensationell Bronze

Jubel und pure Erleichterung: Deutschlands Torhüterin Ann-Katrin Berger (links) wird von ihren Teamkolleginnen nach dem gehaltenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit gefeiert.
OLIVIER CHASSIGNOLE/AFPEs ist die siebte Minute der Nachspielzeit. Deutschlands Fußballfrauen führen im Spiel um Bronze gegen Weltmeister Spanien knapp mit 1:0. Es gilt nur noch das Ergebnis abzusichern, über die Zeit zu bringen. Doch dann wird, zum großen Entsetzen aller, gegen das Team um Trainer Horst Hrubesch ein Foulelfmeter gepfiffen. Der Ausgleich und die Verlängerung drohen.
Wieder einmal erweist sich Ann-Katrin Berger, die deutsche Torhüterin, in dieser Situation als Glücksgriff im deutschen Team. Die gebürtige Göppingerin, die im Turnierverlauf mehrfach ihre Klasse bewies und immer wieder die guten Ergebnisse sicherte. Auch in diesem so wichtigen Spiel. Sie pariert den Strafstoß und sorgt für großen Jubel im deutschen Team. Nach dem verlorenen Halbfinale gegen die USA ist die Bronzemedaille der verdiente Lohn - und für Horst Hrubesch ein glanzvoller Abschluss seiner langen und erfolgreichen Trainerkarriere.
Spiel nimmt nach Halbzeitpause an Fahrt auf
„Wir haben alle Körner rausgehauen - und wir haben eine super Torhüterin. Da sind die Tränen geflossen“, sagte Giulia Gwinn nach dem Spiel. Auch sie trägt einen großen Anteil an der Bronzemedaille, hatte sie die DFB-Frauen zuvor doch selbst erst durch einen Elfmeter in Führung gebracht.
In der ersten Halbzeit zeigen beide Teams eine ausgeglichene Partie, ohne nennenswerte Chancen und Highlights. Das ändert sich kurz nach dem Wiederanpfiff. Beide Mannschaften spielen wesentlich offensiver, ohne jedoch das Tor zu erzielen. Bis zur 65. Minute, als Gwinn im Strafraum gefoult wird und wenig später selbst den Elfmeter verwandelt.
Und so ist es nach 2000, 2004 und 2008 bereits die vierte Bronzemedaille für die deutschen Fußballfrauen. 2016 gab es sogar Gold.

