DFB-Frauen bei Olympia: So plant Hrubesch die Titelmission

Die EM-Quali läuft. Dennoch dreht sich bei den deutschen Fußballerinnen und Coach Hrubesch bereits vieles um Olympia.
Andreas Stroh/dpaDie DFB-Frauen sind ohne Alexandra Popp erfolgreich in die Qualifikation für die Europameisterschaft gestartet. Dennoch rechnet Horst Hrubesch bei den Olympischen Spielen fest mit der derzeit verletzten Kapitänin vom VfL Wolfsburg.
Olympia 2024: Hrubesch Olympia plant mit Popp
„Ich weiß, Poppi fängt wieder an zu laufen“, sagte der Interims-Bundestrainer nach dem 3:1 der deutschen Fußballerinnen am Dienstagabend in Aachen gegen Island. Er mache sich keine Sorgen um die 33 Jahre alte Stürmerin, die den Start in die Qualifikation für die EM 2025 in der Schweiz wegen Kniebeschwerden verpasst hatte. In den Spielen am Freitag in Österreich (3:2) und gegen Island führte Rechtsverteidigerin Giulia Gwinn vom FC Bayern das Team als Kapitänin aufs Feld.
Noch viel Zeit für Popp, Hegering und Däbritz
Bis zum Olympia-Start Ende Juli bleibt auch Popps Vereinskollegin Marina Hegering (Muskelfaserriss in der Wade) und Sara Däbritz (Leistenprobleme) von Olympique Lyon noch viel Zeit, um wieder fit zu werden. Während Hrubesch bei der seit 23. März verletzten Innenverteidigerin Hegering von einer Ausfallzeit von vier Wochen ausgeht, könne Däbritz bereits an diesem Donnerstag wieder das Training in ihrem Club aufnehmen.
Hrubesch will Probleme mit der Bundesliga vermeiden
Um Missverständnisse mit den Bundesliga-Vereinen in der Vorbereitung auf Olympia zu vermeiden, korrespondierte Hrubesch am Dienstag mit den Club-Verantwortlichen. Hauptsächlich sei es um die Zeitpläne gegangen, erklärte er: „Wer macht wie lange Urlaub? Wann Urlaub?“ Die Liga endet in dieser Saison am 20. Mai, die neue Runde startet am 30. August. Im Vorjahr war es in der WM-Vorbereitung unter anderem zu Unstimmigkeiten zwischen dem DFB und dem FC Bayern gekommen, die Münchner stellten ihre Spielerinnen später ab als vom Verband erwünscht.
Zeitplan der DFB-Frauen bei Olympia
Der Olympia-Fahrplan müsse final noch mit den Clubs abgestimmt werden, aber „wir sind da nicht großartig auseinander“, beteuerte der Interims-Bundestrainer nun. Hrubesch will die Nationalspielerinnen mit Blick auf die Spiele „körperlich in einem Top-Zustand“ haben. Ziel sei, in Frankreich alle sechs möglichen Partien zu bestreiten.
Dafür müsste die DFB-Elf das Halbfinale erreichen. In der Vorrunde geht es zunächst gegen Australien (25. Juli), den viermaligen Weltmeister USA (28. Juli) sowie Sambia oder Marokko (31. Juli). Im Falle eines Finaleinzugs spielen die deutschen Fußballerinnen am 10. August um Gold.
