Sturm in Deutschland aktuell: Unwetter-Liveticker: Schäden, Einsätze und erneute Orkan-Warnung

Alle Infos zur Sturmwarnung in Deutschland im Liveticker.
Patrick Pleul/dpaDieser Artikel berichtet über den vergangenen Sturm Ylenia und dessen Folgen. Alle Infos zum aktuellen Sturmtief, Orkan „Zeynep“ mit seinen Auswirkungen in Bayern, BW und ganz Deutschland finden Sie in unserem neuen Unwetter-Liveticker.
Deutschland stehen stürmische Tage bevor. Gleich mehrere Unwetterfronten ziehen über das Land hinweg. Die Sturmtiefs tragen die Namen Ylenia und Zeynep.
- Wo gibt es Unwetterwarnungen mit Sturm, Orkan und Gewitter?
- Wie sieht die aktuelle Wetterlage aus?
- Welche Vorsichtsmaßnahmen werden empfohlen?
- Hat der Sturm schon Schäden angerichtet?
- Der Sturm behindert auch den Verkehr und ÖPNV, der bereits vielerorts eingestellt wurde. Bei Verspätungen und Zugausfällen greifen allgemeine Fahrgastrechte. Auf Ausnahmewetterlagen reagiert die Deutsche Bahn oft mit Sonderkulanzen.
Alle aktuellen Infos gibt es bei uns im Liveticker zum Unwetter:
Orkan „Zeynep“ ist im Anmarsch am Freitag
Update: 17.02.2022, 21:30 Uhr
Der Sturm „Ylenia„ hat Bäume umstürzen lassen, zu gesperrten Straßen geführt und den Zug- und Flugverkehr durcheinandergewirbelt. Zwei Autofahrer wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Ein dritter Autofahrer starb, als sein Anhänger im Sturm auf die Gegenfahrbahn geriet und es dabei zu einem Unfall kam. Die Einsatzkräfte können nur kurz durchatmen - der nächste heftige Sturm ist bereits im Anmarsch. „Es zieht noch ein Orkan auf“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Donnerstag. „Zeynep“ könnte in Teilen noch stärkere Orkanböen bringen. Der Schwerpunkt dieser neuen Sturmlage ab Freitagnachmittag bis Samstagmorgen liege im Norden und in der Mitte Deutschlands, hieß es am Donnerstagabend im DWD-Warnlagebericht.
Sturm tost über Berlin - Rund 1300 Feuerwehr-Einsätze
Update: 17.02.2022, 20:04 Uhr
Der Sturm „Ylenia“ hat in Berlin Bäume umstürzen lassen und den Zug- und Flugverkehr durcheinander gebracht. Die Feuerwehr rückte seit der Nacht zu rund 1300 Einsätzen aus. Der S-Bahnverkehr auf der Ringbahn wurde am Donnerstag in Tempelhof zeitweise unterbrochen, weil ein Antennenmast auf die Gleise gestürzt war. Zwei Menschen wurden von herabfallenden Ästen leicht verletzt. Die Feuerwehr warnte den ganz Tag über davor, das Haus zu verlassen. „Die Einsätze ziehen sich weiter hin“, sagte ein Sprecher am Abend.
Sturmtief „Ylenia“ verläuft glimpflich in Baden-Württemberg
Update: 17.02.2022, 19:02 Uhr
Das Sturmtief „Ylenia“ hat in Baden-Württemberg keine größeren Schäden hinterlassen, im Südwesten waren nur Ausläufer zu spüren. In den höher liegenden Teilen des Schwarzwalds werden bis ins Wochenende hinein Orkanböen erwartet.
Pkw-Anhänger prallt im Sturm in den Gegenverkehr - Autofahrer stirbt
Update: 17.02.2022, 18.30 Uhr
Weil sein Anhänger im Sturm auf die Gegenfahrbahn abkam, ist ein Autofahrer im Landkreis Osnabrück nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw gestorben. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Beifahrer am Donnerstag bei dem Unfall auf der Icker Landstraße 40 in Belm nach ersten Erkenntnissen schwer verletzt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten am Abend an, die Landstraße war voll gesperrt. Bereits am Morgen war ein Fahrer in seinem Auto im Landkreis Uelzen von einer Eiche erschlagen worden.
Sturm beschädigt Charité-Gebäude in Berlin
Update: 17.02.2022, 18:09 Uhr
Der Sturm hat am Donnerstag Gebäude der Berliner Charité beschädigt. An der Zahnklinik habe sich ein Teil des Vordachs gelöst, sagte Kliniksprecher Markus Heggen. Menschen seien nicht verletzt worden. Der Betrieb in dem Gebäude in der Aßmannshauser Straße in Wilmersdorf ist demnach nicht beeinträchtigt. Am Campus Benjamin Franklin in Steglitz löste sich an der Nordrampe ein Teil des Dachs. Auch dort kamen laut Heggen keine Menschen zu Schaden.
Strom, Züge und Straßen in Sachsen durch Sturm betroffen
Update: 17.02.2022, 17.18 Uhr
Sturm „Ylenia“ ist am Donnerstag über ganz Sachsen gefegt. Zahlreiche Bäume stürzten um, Verkehrsschilder wurden aus den Verankerungen gerissen, der Strom blieb mancherorts weg, Züge fielen aus und es kam in einigen Orten zu Überschwemmungen auf Straßen. Für viele Skifahrer hieß es: Lifts und Loipen gesperrt. Nach Angaben der Einsatzkräfte blieb es aber zumeist bei Sachschäden - über Verletzte war bis zum späten Nachmittag nichts bekannt. Durch das Sturmtief „Ylenia“ waren in Sachsen am Donnerstag Tausende Menschen ohne Strom. Am Nachmittag habe sich aufgrund des wieder zunehmenden Sturmes die Situation nur zum Teil entspannt, teilte der Netzbetreiber Mitnetz mit. Der Sturm erschwere die Reparaturarbeiten, vereinzelt würden die Störungen durch umstürzende Bäume und herumfliegende Äste wieder zunehmen.
Sturm über dem Norden - Zugausfälle bei der Bahn bis Samstag
Update: 17.02.2022, 16.47 Uhr
Wegen des Sturms dauern die Ausfälle im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden Deutschlands deutlich länger als zunächst angekündigt. Der Zugverkehr sei voraussichtlich bis Samstag „bundesweit beeinträchtigt“, schrieb die Bahn am Donnerstag auf Twitter. Derzeit lasse sich nicht sicher sagen, welche Fernstrecken am Freitag und am Samstag weiterhin ausfallen, sagte ein Sprecher in Berlin am Nachmittag. „Es ist schwierig und nicht genau vorherzusagen, wie der Tag morgen aussieht.“ Seit Donnerstagfrüh fuhren die Fernzüge wie ICEs und ICs in Nord- und Nordostdeutschland nicht mehr. Das betraf Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Auch im Regionalverkehr fielen in vielen Bundesländern Züge aus oder verspäteten sich.
„Xandra“, „Ylenia“ und „Zeynep“ – Sturmtiefs in Berlin getauft
Update: 17.02.22, 15.40 Uhr
„Xandra“, „Ylenia“ und „Zeynep“ heißen die drei Tiefdruckgebiete, die zum Teil mit Sturmstärke hintereinander über Deutschland ziehen. Vergeben werden die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete vom Verein Berliner Wetterkarte zusammen mit dem Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin (FU) im Rahmen der Aktion Wetterpate. Für die Auswahl der Namen kann sich jeder bewerben. Ein Hoch kostet 360 Euro, ein Tief 240 Euro. Hochdruckgebiete haben eine deutlich längere Lebensdauer und bleiben daher länger auf den Wetterkarten sichtbar, heißt es zur Begründung. Im Jahr werden etwa 50 Hochs und 130 Tiefs getauft. In geraden Jahren bekommen die Tiefs weibliche, in ungeraden Jahren männliche Namen.
Fahrzeuge fahren bei Sturm gegen umgestürzten Baum: Zwei Verletzte
Update: 17.02.22, 15.19 Uhr
Beim Zusammenstoß mit einem beim Sturm umgestürzten Baum sind an der Landesgrenze von Mecklenburg zu Brandenburg zwei Autofahrer verletzt worden. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, lag der Baum am Morgen auf der Landesstraße zwischen Wittstock (Kreis Ostprignitz-Ruppin) und Wredenhagen (Mecklenburgische Seenplatte). Bei Dunkelheit fuhr demnach ein 21-Jähriger aus der Müritzregion mit dem Auto dagegen, dann von der anderen Seite ein Mann mit seinem Transporter.
Zwei Tote durch schweren Sturm in Deutschland
Update: 17.02.22, 14.58 Uhr
Der Sturm „Ylenia“ hat Bäume umstürzen lassen, zu gesperrten Straßen geführt und Zug- und Flugverkehr durcheinandergewirbelt. Zwei Autofahrer wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. In Sachsen-Anhalt bei Südharz starb ein 55-Jähriger am Donnerstag auf einer Landstraße. Ein Baum sei durch den starken Wind auf den Wagen des Mannes gefallen, teilte die Polizei mit. Daraufhin habe sich der fahrende Wagen am Morgen überschlagen. Auf einer Landstraße in Niedersachsen zwischen Bad Bevensen und Seedorf starb ein 37 Jahre alter Mann. Auch hier stürzte ein Baum auf das Auto.
Nächster Sturm kommt nach Deutschland - Nach „Ylenia“ kommt „Zeynep“
Update: 17.02.22, 12.58 Uhr
Nachdem Orkantief „Ylenia„ bereits ordentlich gewirbelt hat, nähert sich morgen am Freitagmittag mit „Zeynep„ das nächste Orkantief. Während „Ylenia“ am Donnerstagmittag in Richtung Baltikum und Finnland abzog, aber im Tagesverlauf weiter zu stürmischen Verhältnissen führte, wird laut den Prognosen bereits am Freitagmittag Orkantief „Zeynep“ erwartet. Am heftigsten wüte der Sturm voraussichtlich von der ostfriesischen Küste bis zur Elbe. „Dort können vorübergehend extreme Orkanböen von über 140 Stundenkilometer auftreten“, hieß es beim DWD.
Sturm Ylenia: Autofahrer von Baum erschlagen
Update: 17.02.22, 12.58 Uhr
Ein 37 Jahre alter Mann ist in seinem Auto Opfer des Orkantiefs Ylenia geworden. Er war am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr auf der L252 zwischen Bad Bevensen und Seedorf im Landkreis Uelzen unterwegs, als ein Baum auf seinen Pkw stürzte und ihn erschlug. Wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, war der Fahrer sofort tot.
Sturm sorgt für große Schäden an Bahnstrecken und viele Zugausfälle
Update: 17.02.22, 12.08 Uhr
Nach zahlreichen Schädenan Bahnstrecken durch den Sturm und vielen Zugausfällen am Donnerstagvormittag hat die Deutsche Bahn mit Aufräumarbeiten begonnen. „Für eine Schadensaufnahme ist es noch zu früh. Die Schäden sind aber erheblich“, sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß. „Im Moment sind Reparaturtrupps der Bahn mit Hochdruck unterwegs, um Strecken freizuräumen, mit der Kettensäge Bäume zu schneiden oder auch Oberleitungen zu reparieren, was bei diesen Wetterbedingungen nicht ganz einfach ist.“ Weitere Informationen wurden für den Nachmittag angekündigt.
Wegen des andauernden Sturms sei mit weiteren Störungen zu rechnen. Probleme werde es auch durch die zweite erwartete Sturmfront geben, sagte Stauß. „Ich fürchte, unsere Reisenden müssen noch über einen längeren Zeitraum mit Einschränkungen leben.“ Reisende sollten sich vor ihren Fahrten genau informieren. Wenn möglich sollten Reisen verschoben werden. Fahrkarten seien länger gültig.
Zoos in Augsburg, München und Nürnberg wegen Sturms geschlossen
Update: 17.02.22, 11.58 Uhr
Wegen des Sturmtiefs „Ylenia“ bleiben der Zoo Augsburg, der Münchner Tierpark Hellabrunn und der Tiergarten Nürnberg am Donnerstag sicherheitshalber geschlossen. Grund für die Schließung in Nürnberg sei die amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes, teilte die Stadt am Donnerstagmorgen mit. Der Münchner Tierpark Hellabrunn hatte zunächst noch aufgemacht, am Donnerstagmittag jedoch mitgeteilt, die Tore mit sofortiger Wirkung zu schließen.
DWD: So heftig war der Sturm in Brandenburg und Berlin
Update: 17.02.22, 10.11 Uhr
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat der Sturm in der Nacht zum Donnerstag in Berlin Windstärke 10, in Brandenburg sogar Orkanstärke mit Windstärke 11 erreicht. Das teilte der DWD in Potsdam mit. Dabei wurden in der brandenburgischen Landeshauptstadt Windgeschwindigkeiten von bis zu 111 Stundenkilometern, in Berlin-Dahlem von 104 Stundenkilometern gemessen. In Angermünde (Uckermark) hat der DWD sogar einen Wert von 125 Stundenkilometern gemessen. Der DWD wies darauf hin, dass der Sturm noch nicht zu Ende sei. Die aktuelle Unwetterwarnung gilt noch bis Donnerstagabend, 17.02.2022.
Zweiter Ausnahmezustand wegen Sturm in Berlin
Update: 17.02.22, 09.47 Uhr
Wegen des Sturms hat die Berliner Feuerwehr am Donnerstagvormittag zum zweiten Mal den Ausnahmezustand ausgerufen. Doch was beduetet das? Wenn so viele Alarmrufe eingehen, dass die Feuerwehr nicht mehr wie sonst üblich nacheinander abgearbeitet werden können, sondern andere Prioritäten gesetzt werden, wird ein Ausnahme zustand asugerufen. Das kommt häufiger vor.
Deutscher Wetterdienst: Weitere Sturmtiefs am Samstag und ab Montag
Update: 17.02.22, 09.13 Uhr
Nach den neuesten Einschätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), sind weitere Unwetter mit Sturm und Orkanböen in den kommenden Tagen möglich. Zu Beginn der kommenden Woche müsse weiter mit einer solchen Entwicklung gerechnet werden, sagte Meteorolge Jens Oehmichen vom DWD am Donnerstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Aber warum? Deutschland liegt laut Prognosen auch weiterhin im Einflussbereich einer kräftigen Nordwestströmung vom Atlantik her. Deshalb sei nach einer kurzen Verschnaufpause vor allem in der Nacht zum Samstag, den 19.02. ein weiteres Sturmtief in ähnlicher Stärke zu erwarten. Auch von Montag (21.02.) an müsse mit weiteren Sturmtiefs gerechnet werden.
Bisher keine größeren Schäden in BW von Sturmtief Ylenia
Update: 17.02.22, 08.57 Uhr
Das Sturmtief „Ylenia“ ist zum Teil mit Orkanböen über Deutschland hinweggezogen. In Baden-Württemberg hinterließ es jedoch keine größeren Schäden. Weite Teile des Südwestens haben eine unruhige und stürmische Nacht hinter sich. In BW waren bis in den Morgen zwar nur Ausläufer zu spüren. Die aber hatten es vor allem in Südbaden in sich: Auf Schwarzwaldgipfeln erwartete der Deutsche Wetterdienst Orkanböen von bis zu 130 Stundenkilometern. Polizei und Feuerwehr standen zwar bereit, größere Schäden wurden aber bislang nicht bekannt, wie mehrere Polizeisprecher am Donnerstagmorgen mitteilten.
Viele Bäume stürzten in der Nacht um und landeten auf Straßen. Im Landkreis Heilbronn fuhren zwei Autos über umgefallene Bäume. Verletzt wurde niemand. Mehrere Bauzäune und Mülltonnen wurden von den Böen durch die Gegend getrieben.
Warnung der Feuerwehr Berlin: Sturm wird wieder stärker - Haus nicht verlassen
Update: 17.02.22, 08.38 Uhr
Aktuell warnt die Berliner Feuerwehr weiterhin davor, das Haus zu verlassen, wenn das nicht unbedingt nötig sei. Es sei damit zu rechnen, dass der Sturm im Laufe des Vormittags noch einmal an Stärke zunehme, warnte der Feuerwehrsprecher. Wälder und Parkanlagen in Berlin sollten besser nicht betreten werden, etwa weil durch den Sturm Äste von den Bäumen fallen könnten.
Zugverkehr stark eingeschränkt - Ausnahmezustand in Berlin aufgehoben
Update: 17.02.22, 07.41 Uhr
Im Fernverkehr in Berlin und Brandenburg fahren keine Züge mehr. Auch der Regionalverkehr ist beeinträchtigt. Der Sturm in Berlin lässt die Feuerwehr dutzendfach ausrücken. Vorübergehend gilt Ausnahmezustand – Wegen des Sturms hat die Feuerwehr Berlin am frühen Donnerstagmorgen vorübergehend den Ausnahmezustand ausgerufen, wie ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Berlin sagte. Rund zwei Stunden später, um 4.30 Uhr, wurde er wieder beendet.
Umgestürzte Bäume blockieren einige Bahnstrecken
Update: 17.02.22, 07.15 Uhr
Umgestürzte Bäume haben in der Nacht zum Donnerstag zu ersten Behinderungen im Bahnverkehr geführt. Das Ausmaß hielt sich aber zunächst in Grenzen. Zwischen Bremen und Hamburg stürzte bei Buchholz (Nordheide) ein Baum auf die Gleise. Ein ICE musste deshalb umgeleitet werden, wie ein Bahnsprecher sagte.
In Nordrhein-Westfalen blockierten Bäume nach Unternehmensangaben vereinzelt Nebenstrecken im Raum Dortmund. Vorübergehend war demnach die Verbindung Dortmund-Münster betroffen.
Die Deutsche Bahn hatte die Fahrgäste am Mittwoch vor Verspätungen und Zugausfällen während des Sturms gewarnt. Wer seine Fahrt wegen des Sturms verschiebt, kann die schon gebuchte Fahrkarte bis sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren.
Lufthansa annulliert Flüge wegen Sturm
Update: 17.02.22, 06.01 Uhr
Das Sturmtief über Deutschland beeinträchtigt am Donnerstagmorgen auch den Flugverkehr. Die Lufthansa hat bislang vorsorglich 20 Flüge gestrichen, wie das Unternehmen in der Nacht auf Anfrage mitteilte. Fluggästen wird empfohlen, sich auf der Website der Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sind nach Betreiberangaben Verbindungen mit Berlin, Hamburg und München betroffen.
Sturm Ylenia: Windgeschwindigkeit von 152 Stundenkilometer auf dem Brocken gemessen
Update: 17.02.22, 05.05 Uhr
Das Sturmtief Ylenia zog in der Nacht zu Donnerstag zum Teil mit Orkanböen über Deutschland. Auf dem Brocken im Harz wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zwischen 0.30 Uhr und 1.00 Uhr durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern gemessen. Die Windspitze in dem Zeitraum lag hier bei 152 Kilometern pro Stunde.
Fährverkehr nach Dänemark unterbrochen
Update: 16.02.22, 21.47 Uhr
Wegen des angekündigten Unwetters fahren zunächst keine Fähren des Unternehmens Scandlines mehr zwischen Rostock und dem dänischen Gedser. Das teilte Scandlines am Mittwochabend mit. Die Fahrten ab Rostock am Mittwochabend etwa um 22.30 Uhr sowie am Donnerstag um 4.15 und 6.00 Uhr fallen demnach aus. Gleiches gilt für die Fahrten ab Gedser am Mittwoch um 22.30 Uhr sowie am Donnerstag um 2.00, 7.00 und 9.00 Uhr. Voraussichtlich werde der reguläre Fahrplan ab Rostock am Donnerstag um 9.00 Uhr wieder aufgenommen, ab Gedser um 11.15 Uhr. Alternativ empfahl Scandlines, die Überfahrtsmöglichkeit von Puttgarden nach Rødby zu nutzen.
Ylenia: Bislang wenig Sturm-Einsätze für Feuerwehr und Polizei
Update: 16.02.22, 20.31 Uhr
Die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vorhergesagten schweren Sturmböen haben am Mittwoch zunächst nur wenig Schaden angerichtet. Wie die Leitstelle der Polizei in Rostock am Mittwochabend mitteilte, seien sie vereinzelt zu Einsätzen wie umgestürzten Bäumen ausgerückt. Die Schäden hielten sich den Angaben zufolge jedoch in Grenzen. In Neubrandenburg meldete die Polizei dagegen noch keinen einzigen Einsatz wegen Wetterschäden.
Wie Hausbesitzer sich vor Sturm schützen
Update: 16.02.22, 19.26 Uhr
Was sollten Hausbesitzer angesichts der nahenden Unwetter tun? Sollten Rollläden beispielsweise lieber geöffnet bleiben während eines Sturms oder überstehen sie diesen geschlossen besser? Tipps gibt dieser (ältere, aber immer noch aktuelle) Beitrag:
Wie stark werden Ylenia und Zeynep wirklich?
Update: 16.02.22, 19.08 Uhr
Laut den Meteorologen von wetteronline.de wird Sturm Ylenia am Donnerstag durchaus ein heftiger Wintersturm, aber entgegen allen Unkenrufen kommt Ylenia, zumindest in der Fläche, nicht an Lothar, Kyrill, Xynthia oder Niklas, die mächtigen und verheerenden Orkane der vergangenen Jahrzehnte, heran. Die Entwicklung von Sturm Zeynep ist noch unsicher. Vom lauen Lüftchen bis zum Top 10 Orkan ist noch alles möglich.
Auch in Oberfranken fällt die Schule aus
Update: 16.02.22, 18.45 Uhr
Wegen der vorhergesagten orkanartigen Böen entfällt in Teilen Oberfrankens am Donnerstag der Unterricht. Das gilt zunächst für Stadt und Landkreis Coburg sowie für die Landkreise Kronach, Kulmbach und Wunsiedel im Fichtelgebirge, wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten. Das Landratsamt Kronach verwies auf den Deutschen Wetterdienst (DWD), der für Donnerstag vom Aufenthalt im Freien abriet.
Vor dem Betreten von Parks und Wäldern wird gewarnt
Update: 16.02.22, 18.35 Uhr
Vielerorts warnten die Behörden insbesondere vor dem Betreten von Parkanlagen und Wäldern, so etwa in den Millionenstädten Berlin und Hamburg. Feuerwehren gingen bundesweit in erhöhte Alarmbereitschaft und stellten sich auf zahlreiche Sturmeinsätze ein. So wurden etwa in Sachsen Wochenmärkte abgesagt. In Berlin beispielsweise bleiben Zoo und Tierpark aus Sicherheitsgründen am Donnerstag geschlossen.

Ein Schild am Zoo in Berlin weist auf die Schließung wegen des angekündigten Sturms hin.
Annette Riedl/dpaWas Sturmböen für den Flugverkehr bedeuten
Update: 16.02.22, 18.24 Uhr
Auch der Berliner Flughafen BER hat sich angesichts des erwarteten schweren Sturms vorbereitet. „Wir stellen sicher, ob bei allen Gepäckwagen die Bremsen angezogen sind, ob keine Pylonen mehr rumstehen und alles abgedeckt ist, was rumfliegen könnte“, sagte Flughafensprecher Jan-Peter Haack. Vorausgesagte Flugausfälle oder Einschränkungen im Flugverkehr gebe es derzeit nicht, vielmehr müsse die Lage ständig überwacht und bewertet werden. „Für den Luftverkehr sind starke Windböen aber deutlich problematischer als die reine Windgeschwindigkeit.“ Starker Wind, der konstant aus einer Richtung komme, könne ausgesteuert werden, aber bei starken Böen aus verschiedenen Richtungen werde es schwieriger. „Im Zweifelsfall entscheidet immer die Kapitänin oder der Kapitän“, sagte der Flughafensprecher.
Warnung vor Sturm Ylenia
Update: 16.02.22, 17.28 Uhr
Zwei Orkantiefs haben Kurs auf Deutschland genommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach gab für Mittwochabend bis Donnerstagabend Unwetterwarnungen hauptsächlich für die nördliche Hälfte des Landes heraus.
Noch am Abend sollte der Wind von Tief „Ylenia“ mächtig aufdrehen, teils könnte er Orkanstärke erreichen. Behörden mahnten zur Vorsicht wegen umstürzender Bäume, Feuerwehren und andere Helfer prüften ihre Einsatzgeräte. Wie in Nordrhein-Westfalen dürfen auch in mehreren Regionen Niedersachsens Schülerinnen und Schüler am Donnerstag wegen der Wetter-Gefahren zu Hause bleiben, auch andere Bundesländer reagierten am Mittwoch mit entsprechender Vorsicht.
„Es fängt im Nordwesten an und zieht dann Richtung Südosten bis etwa zur Mitte Deutschlands“, erklärte DWD-Meteorologe Adrian Lyser. Es seien Böen mit einem Tempo bis zu 120 Stundenkilometer möglich. In einigen Regionen - etwa im Harz - gingen die Vorhersagen sogar darüber hinaus. Dort machten die Böen Fußgängern schon am Mittwoch Probleme. Auch im Süden Deutschlands trafen die Behörden Schutzvorkehrungen.
Orkantief Zeynep: So geht es am Freitag weiter
Update: 16.06.22, 17.00 Uhr
Ab Donnerstagnachmittag lässt der Wind von Tief „Ylenia“ laut DWD zwar langsam nach. Die Verschnaufpause dürfte jedoch nur kurz sein. Bereits für Freitagmittag wird das nächste Orkantief - „Zeynep“ genannt - von den Britischen Inseln kommend erwartet.
Laut DWD wird wahrscheinlich wieder vor allem die nördliche Hälfte betroffen sein. Doch die Prognosen seien hierbei nicht ganz sicher: „Die Modelle haben da immer noch sehr unterschiedliche Simulationen“, sagte der Pressesprecher und Meteorologe Andreas Friedrich am Mittwoch. Die Wetterlage sei sehr dynamisch.
Sturmfluten an der Nordseeküste befürchtet
Update: 16.02.22, 16.45 Uhr
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnte für die Nordseeküste vor der Gefahr einer Sturmflut in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. An der nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet wird das Hochwasser ein bis 1,5 Meter höher sein als normal, wie das BSH am Mittwochmorgen mitteilte.
Im Hamburger Elbegebiet erreiche es Werte, die 1,5 bis zwei Meter höher als das mittlere Hochwasser lägen. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa 5.00 Uhr am Donnerstagmorgen. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei kündigte an, dass die Fahrten zwischen Schlüttsiel in Nordfriesland und den Halligen am Donnerstag nicht stattfinden. An der Nordseeküste spricht man von einer Sturmflut, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft.
Sturm und Bahn: Das gilt für Tickets
Update: 16.02.22, 16.01 Uhr
Die Deutsche Bahn teilte mit, dass für den Zeitraum Donnerstag/Freitag Kulanzregelungen für die Gültigkeit bereits gekaufter Fernverkehrstickets gelten würden. Möglich seien eine flexiblere Nutzung über mehrere Tage oder kostenfreie Stornierungen. In einigen Regionen im Norden wurden erste Zugverbindungen gestrichen. Zudem hieß es aus Mecklenburg-Vorpommern, dass Züge zum Teil mit verminderter Geschwindigkeit fahren würden, so dass es zu Verspätungen kommen könne. Weitere Infos zu den Rechten von Bahnreisenden bei Unwettern gibt es in diesem Text.
Sturmwarnung in Baden-Württemberg
Über das Unwetter in Baden-Württemberg, Warnungen und mögliche Auswirkungen im Verkehr und entstandene Schäden berichten wir in einem separaten Artikel:
Unwetter in Bayern
Auch über die Auswirkungen des angekündigten Unwetters im Freistaat Bayern informieren wir in einem Extra-Beitrag:
In NRW fällt am Donnerstag die Schule aus
In Nordrhein-Westfalen fällt der Unterricht an allen Schulen an diesem Donnerstag wegen eines befürchteten Unwetters mit heftigen Sturmböen aus. Mehr zum Unwetter in NRW lesen Sie hier.




