Immer mehr Menschen in Deutschland wollen klimabewusster Leben. Nicht nur wegen des Klimawandels wird aktuell gut und gerne auf fossile Energieträger verzichtet. Die steigenden Preise für Öl und Gas führen zu einer echten Trendwende. Die Alternativen zur Erzeugung von Strom und Wärme sind im Boom. Hier wollen wir eines der Optionen vorstellen, die auch für Mieter und Mieterinnen attraktiv sein könnte:
  • Balkonkraftwerke: Was ist das?
  • Was kostet eine Mini-Solaranlage?
  • Lohnt sich der Kauf?
  • Welche Optionen gibt es für Balkon und Garten?

Solaranlage für den Balkon: Was es damit auf sich hat

Eine Mini-Solaranlage bzw. ein Balkonkraftwerk ist genau das, wonach es klingt: Mit kleinen Modulen kann man auf dem Balkon oder im Garten den eigenen Solarstrom produzieren. Dabei muss man nach der Installation nur noch die Anlage einstecken, und schon fließt der eigens produzierte Strom ins Netz. Bis zu 300 kWh Strom für den Eigenbedarf kann man dabei produzieren, und spart im Jahr dabei ungefähr 100 Euro an Stromkosten.
Je nachdem, wie sich der Strompreis entwickelt, lohnen sich diese Balkonkraftwerke nach ungefähr zehn Jahren. Sollten die Preise wieder etwas nachlassen, kann sich das schon früher rentieren.

Mini-Solaranlage: Was sind die Kosten?

Natürlich kommt es bei dem Preis ganz darauf an, welche Bedürfnisse man hat. Einige Modelle kosten zwischen 700 und 1000 Euro – dazu kommen noch die Kosten für die Installation und die Halterungen, um die Module anzubringen. Das sind die Kosten für zwei Module. Bei größeren Balkonen oder Gärten können auch mehr Module installiert werden.

Was muss man noch bei einem Balkonkraftwerk beachten?

Wer eine Solaranlage haben will, muss ein paar Regeln beachten:
  • Stecker aussuchen und richtige Steckdose prüfen: Auswählen, mit welchem Anschlusssystem der Strom ins Netz eingespeist werden soll. Dabei sollte man insbesondere bei Altbauten vorher die elektrische Leitung prüfen lassen.
  • Vermieter um Erlaubnis fragen: Bevor man die Solaranlage kauft, sollte man den Vermieter fragen, ob er mit der Installation einverstanden ist
  • Stromzähler prüfen: Der Stromzähler darf nicht zurücklaufen, wenn man zu viel Strom erzeugt. Es braucht also eine Rücklaufsperre.
  • Die Anlage muss angemeldet werden: Bei der Bundesnetzagentur müssen alle Solarstromanlage registriert sein. Das kann man hier tun.

Balkonkraftwerke aktuell beliebt: Lange Lieferzeiten

Momentan erfreuen sich die Mini-Solaranlagen großer Beliebtheit. Das führt auch dazu, dass es zu langen Lieferzeiten kommt. Wer aktuell (Juli 2022) bestellt, sollte mit einer Lieferung erst im Herbst rechnen. Tendenziell könnten die Lieferzeiten noch länger werden.