• Was passiert, wenn ein Kind in der Klasse Corona hat?
  • Quer durch die Republik gibt es verschiedene Vorgaben, wer dann wie lange von der Schule zu Hause bleiben muss.
  • Die Bundesländer nehmen jetzt einen Anlauf für mehr Gemeinsamkeit – was jetzt für die Quarantäne in der Schule gelten soll
Die Gesundheitsminister der Länder haben sich mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen.

Quarantäne in der Schule: Das gilt für die Schüler der Klasse

Die Corona-Quarantäne in Schulen soll künftig nur noch für fünf Tage gelten – und auch nicht mehr für ganze Klasse. Dies hat die Gesundheitsministerkonferenz am Montag, 06.09., beschlossen, wie deren Vorsitzender Klaus Holetschek (CSU) mitteilte. Die Runde folgte damit einem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In Baden-Württemberg wurden die Quarantänevorschriften schon vorher gelockert.

Wie war die bisherige Quarantäne-Regeln in Schulen?

Bislang wird die Quarantäne bei auftretenden Corona-Fällen unterschiedlich gehandhabt - mit teilweise strengeren Regeln. Und jetzt? Bei Schülerinnen und Schülern ohne Symptome, die als enge Kontaktpersonen eingestuft werden, kann die Quarantäne bereits frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test oder Schnelltest aufgehoben werden, erläuterte Bayerns Gesundheitsminister Holetschek.
In Bayern wurde bereits vor einiger Zeit bekanntgegeben, dass hinsichtlich der Quarantäne gelockerte Regeln gelten zum Schulstart. Was die Corona-Regeln in der Schule in Bayern besagen, gibt es im folgenden Artikel zu lesen:

Geimpft oder genesen: Was gilt für Schüler bei den Quarantäne-Vorschriften?

Geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler würden von Testpflicht und Quarantänepflichten komplett ausgenommen, sagte Holetschek. Quarantäne werde in der Schule „mit höchstem Augenmaß" angeordnet. „Bei einer Corona-Infektion muss also nicht mehr die ganze Schulklasse in Quarantäne."

Corona-Regeln im neuen Schuljahr: Präsenzunterricht so oft wie möglich

„Unser gemeinsames Ziel ist, im neuen Schuljahr so viel Präsenzunterricht wie möglich zu garantieren - bei bestmöglichem Infektionsschutz für alle", sagte Holetschek. „Wir alle wollen so wenig Quarantäne wie möglich."
Grundsätzlich bedürfe es neben einem Testkonzept auch Regelungen zum Lüften und zum Tragen von medizinischen Masken.

Corona-Regeln für die Quarantäne in der Kita: Freitesten nach 5 Tagen

Die jetzt vereinbarte Regelung mit der Möglichkeit einer Freitestung nach frühestens fünf Tagen gelte auch für Kinderbetreuungseinrichtungen.

Spahn beklagte Unterschiede in den Bundesländern bei Regeln

Bislang gehen die Länder bei einer Quarantäne-Dauer von 14 Tagen unterschiedlich damit um, wenn sich in einer Klasse ein infiziertes Kind findet. Teilweise werden nur Sitznachbarn in Quarantäne geschickt, teils ganze Klassen. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortete einfachere Regeln, pochte aber zugleich auf Schutzkonzepte. Voraussetzung sei, dass Grundregeln umgesetzt würden, nämlich Maske im Unterricht, regelmäßige Tests und Lüftungskonzepte, sagte der CDU-Politiker vor den Bund-Länder-Beratungen. Die oft verhängten 14 Tage seien zudem „eine lange Zeit, wenn es um Kitas und Schulen geht".

Bildungsministerin Karliczek: Quarantäne-Einigung in Schulen richtig

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat die Vereinbarung der Gesundheitsminister der Länder zu Quarantäne-Regeln in Schulen begrüßt. „Das wird die Akzeptanz der Regeln erhöhen. Richtig ist der Ansatz, dass die Dauer und die Zahl der Betroffenen der Quarantäne maßvoll eingeschränkt werden“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das werde dazu beitragen, dass der Präsenzunterricht für möglichst viele Kinder und Jugendliche aufrechterhalten werde. „Wichtig ist aber auch, dass die Gesundheitsämter immer auf den Einzelfall schauen werden.“
Karliczek appellierte erneut an Erwachsene, das Angebot zur Corona-Impfung anzunehmen. „Die Pandemie bleibt für unsere Kinder, die noch nicht geimpft werden können oder noch ungeimpft sind, eine Gefahr.“ Je mehr Menschen geimpft seien, desto leichter lasse sich auch das Infektionsgeschehen an den Schulen beherrschen.