Nach dem Tod von Papst Benedikt XVI wird am Donnerstag, den 5. Januar 2023 die Beerdigung stattfinden. Eine große Delegation wird aus Deutschland anreisen, unter anderem Präsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD) werden anwesend sein. Die Totenmesse wird vom amtierenden Papst Franziskus geleitet.
Im Zusammenhang mit der Beisetzung von Papst Benedikt wird das Wort „Requiem“ verwendet. Im Grunde steckt hinter dem Wort nichts anderes als die Totenmesse. Warum es aber doch etwas ganz bestimmtes ist, erklären wir hier.

Requiem Bedeutung: Eine Totenmesse in der Kirche

Das Wort „Requiem“ kommt aus dem Lateinischen und entstammt dem Wort „requies“. Ins Deutsche kann es mit „Ruhe“ übersetzt werden. Ein Requiem im heutigen Gebrauch bedeutet eine Totenmesse in der katholischen Kirche. Das Wort beschreibt also eine kirchliche Tradition. Es wird aber auch für kirchliche Musik, die für das Totengedenken gedacht ist, verwendet. Ein Requiem kann also auch ein Musikstück sein.
Zu Beginn einer katholischen Totenmesse gibt es ein besonderes Lied, das dem Requiem seinem Namen gibt, gesungen. Es nennt sich das „Requiem aeternam dona eis, Domine“. Die Hymne wird zu Beginn einer Totenmesse auf Latein gesungen. Die deutsche Übersetzung lautet:
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.
Dir gebührt Lob, Herr, auf dem Zion,
Dir erfüllt man Gelübde in Jerusalem.
Erhöre mein Gebet;
zu Dir kommt alles Fleisch.
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe.
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.
In ewigem Gedenken lebt der Gerechte fort:
vor Unglücksbotschaft braucht er nicht zu bangen.

Totenmesse für Benedikt XVI: Das Requiem und die Beisetzung

Der emeritierte Papst Benedikt XVI ist der erste Papst seit mehr als sechs Jahrhunderten, der von seinem Amt zurückgetreten ist. Schon wenige Stunden nach dem Tod hatte Vatikansprecher Matteo Bruni angekündigt, die Totenfeier für Benedikt XVI werde „feierlich aber einfach“ sein. Damit werde dem Wunsch des Verstorbenen entsprochen. Zudem sei Benedikt XVI seit fast zehn Jahren nicht mehr der amtierende Papst gewesen, auch deshalb werde es kein vollumfängliches Papstbegräbnis für ihn geben. Die Beerdigung von Benedikt XVI findet am Donnerstag, den 05.01.2023 statt. Der amtierende Papst Franziskus wird die Totenmesse leiten. Die Trauerfeier beginnt um 09:30 Uhr morgens. Die Messe auf dem Petersplatz wird etwa zwei Stunden dauern und in sechs Sprachen abgehalten. Hier geht‘s zur Live-Übertragung der Beerdigung von Papst Benedikt.