Papst Franziskus ist aktuell der höchste Vertreter der katholischen Kirche. Seit 2013 ist er im Amt, er folgte auf Papst Benedikt XVI, der noch lebt und entschieden hatte, von seiner Rolle zurückzutreten.
Wie jedes Jahr hat Papst Franziskus an Ostersonntag die heilige Messe auf dem Petersplatz im Vatikan gehalten. Im Anschluss daran verkündete das Oberhaupt der 1,3 Milliarden Katholiken weltweit seine traditionelle Osterbotschaft und spendet den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis"). Die Osterfeierlichkeiten im Vatikan und überall in der Welt werden in diesem Jahr vom Ukraine-Krieg überschattet.

Alter, Name, Vermögen - Papst Franziskus im Steckbrief

Die wichtigsten Fakten über Papst Franziskus auf einen Blick:
  • Name: Jorge Mario Bergoglio
  • Geburtstag: 17.12.1936
  • Alter: 85
  • Geburtsort: Buenos Aires, Argentinien
  • Wohnort: Vatikanstadt, Vatikan
  • Beruf: Papst und Bischof von Rom
  • Vater: José Mario Francisco Bergoglio (Buchhalter)
  • Mutter: Regina Maria Sivori
  • Geschwister: vier jüngere (Óscar, Marta, Alberto und María)
  • Werdegang: Seit 1969 Priester, 1992 Bischof in Buenos Aires, 2001 Kardinal, 2013 Papst

Papst Franziskus Vermögen: Geld in der katholischen Kirche

Wie viel Geld hat Papst Franziskus? Das fragen sich viele Leute zurecht - denn die Finanzen der katholischen Kirche sorgen immer wieder für brisante Nachrichten und Skandale. Was Päpste betrifft gilt eigentlich folgendes: Sie bekommen kein Gehalt, sie „arbeiten“ für Gott, das allein reicht als Lohn aus. Natürlich lebt der Papst aber dadurch nicht in Armut. Das Geld, das er zum Leben braucht, kommt aus dem Vatikan. Alles Notwendige wird aus dieser Kasse für Papst Franziskus bezahlt.
Bevor er am 13. Mai 2013 Papst wurde, hatte Franziskus natürlich Besitz. Kardinäle erhalten nach Angaben von gehalt.de einen monatlichen Lohn von 11.500 Euro - eine stattliche Summe. Davor war er Bischof, wofür er auch keinen Hungerlohn bekam. Papst Franziskus darf jetzt zwar kein Vermögen mehr anhäufen, darf aber das, was er vor Amtsantritt hatte, behalten. Ob er das getan hat oder er sein Vermögen gespendet hat, ist nicht bekannt. Sicher ist lediglich, dass Franziskus als Papst wert darauf legt, möglichst schlicht und bescheiden zu leben. Er predigt von Verzicht und versucht dies als Vorbild vorzuleben.

Papst Franziskus: Herkunft und Name

Papst Franziskus ist geboren als Jorge Mario Bergoglio in Buenos Aires als Sohn einer Familie, die ursprünglich aus Italien stammte. Entsprechend spricht er sowohl Spanisch als auch Italienisch fließend. Er beherrscht aber auch andere Sprachen, darunter Deutsch, Englisch und Französisch.
Bergoglio gehört dem Orden der Jesuiten an. Er ist nach eigenen Angaben der Überzeugung, dass die katholische Kirche solidarisch mit den Armen sein sollte. Als er Papst wurde, wurde diese Philosophie insbesondere hervorgehoben.
Den Namen „Franziskus“ wählte Bergoglio nach eigenen Angaben für Franz von Assisi. Dieser Heilige in der katholischen Kirche hat den Orden der Franziskaner gegründet. Franz von Assis steht für Franziskus für die Kirche der Armen.

Vorgänger von Papst Franziskus: Papst Benedikt XVI

Papst Franziskus kam zu seinem Amt, nachdem sein Vorgänger, Papst Benedikt XVI bekanntgab, dass er zurücktreten wollte. Diese Entscheidung war höchst ungewöhnlich, da der Pontifex normalerweise bis zu seinem Tod dieses Amt ausübt. Das letzte mal war vor hunderten Jahren ein Papst zurückgetreten.
Nach dem Rücktritt von Benedikt am 28. Februar 2013 begann die Konklave am 12. März. Die Konklave bestand aus 115 Kardinälen, die gemeinsam den neuen Papst bestimmten. Papst Franziskus wurde im fünften Wahlgang gewählt. Er ist der 266. Papst. Er ist der erste nicht in Europa geborene Papst seit dem 8. Jahrhundert.

Vatikanstadt

Papst Franziskus: Seine Werte und Positionen

Bei seiner Wahl galt Papst Franziskus als progressiver Pontifex, der nach der konservativen Haltung von Papst Benedikt XVI ein Reformer sein würde. Er gilt als bescheiden und medienscheu, aber auch als eine Person, die für soziale Gerechtigkeit kämpft. Eine seiner ersten Fernreisen war zu der italienischen Insel Lampedusa, wo tausende Flüchtlinge gehalten werden. Zudem steht er für den interreligiösen Dialog und hat zahlreiche Vertreter anderer Religionen getroffen.
In Sachen Frauen in der Kirche, Sexualität und Schwangerschaftsabbruch ist Papst Franziskus weiterhin sehr konservativ. 2018 verglich er Abtreibung mit einem Auftragsmord. Allerdings fordert er von der katholischen Kirche, Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle) nicht auszugrenzen.