• Der Gründonnerstag und der Karsamstag werden einmalig als Ruhetage definiert
  • Die Pläne für Oster-Ruhetage wurden inzwischen gestoppt
Der fünftägige Shutdown über Ostern kommt nicht wie zunächst von Bund und Ländern geplant. Die Idee dazu sei ein Fehler gewesen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin. Am Vormittag hatte sie sich mit den Regierungschefinnen und -chefs per Videokonferenz zu einer Nachberatung der Beschlüsse aus der Nacht zu Dienstag getroffen. Zu viele Fragen hätten nicht gelöst werden können, sagte Merkel. Bei einem Statement und kurz darauf im Bundestag erneuerte sie zugleich aber ihren Appell, Kontakte stark zu reduzieren. Die dritte Corona-Infektionswelle müsse gebremst werden, sagte sie.
Am 12. April soll erneut darüber beraten werden, wie es nach dem harten Lockdown weitergeht. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker“, begründete Kanzlerin Angela Merkel am frühen Dienstagmorgen die harten Maßnahmen.

Gestoppt: Das waren die ursprünglichen Pläne für die Ruhetage über Ostern

Zum ersten Mal wird der Gründonnerstag in diesem Jahr wie ein Feiertag behandelt, an diesem Tag bleiben Supermärkte geschlossen, es wird keine Ausnahmen geben. Am Ostersamstag (03.04.2021) dürfen der Lebensmitteleinzelhandel, wie Metzgereien oder Bäckereien, öffnen. Ob die geregelten Öffnungszeiten an diesem Tag gelten, ist bislang noch unklar, es ist allerdings davon auszugehen. Ausgenommen von den Regelungen sind die kompletten Osterfeiertage über Tankstellen und Kioske, die über Sondergenehmigungen verfügen, welche ihnen ein Öffnen am Wochenende ermöglichen.

Auch in Bayern wird Gründonnerstag zum Feiertag erklärt

So wie von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vereinbart, wird auch in Bayern das öffentliche Leben über das verlängerte Osterwochenende weitgehend zurückgefahren. Gründonnerstag und Karsamstag werden zu Feiertagen erklärt. Sofern überhaupt offen müssen an diesen beiden Tagen auch alle Geschäfte schließen; am Karsamstag, 3. April, dürfen nur Lebensmittelgeschäfte öffnen. Dazu zählen Supermärkte, aber auch Metzgereien oder Bäckereien. Restaurants dürfen Essen zum Mitnehmen anbieten.
Tankstellen und Kioske sind von den Regelungen ausgenommen, vorausgesetzt sie haben eine Sondergenehmigung
Tankstellen und Kioske sind von den Regelungen ausgenommen, vorausgesetzt sie haben eine Sondergenehmigung
© Foto: Sven Hoppe / DPA

Drohen jetzt Hamsterkäufe und dadurch eine erhöhte Infektionsgefahr?

Angesichts der geplanten strengeren Feiertagsregelungen warnt Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) die Bürgerinnen und Bürger vor einem Ansturm auf die Supermärkte vor Ostern. "Wir haben immer gesagt, die Lebensmittelversorgung bleibt offen. Deshalb sind auch Hamsterkäufe nicht erforderlich", sagte Braun am Dienstag in der Sendung Frühstart von RTL/n-tv.

Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl an Kunden

Mit der Öffnung am Karsamstag sei das Einkaufen wie versprochen weiter möglich. Gleichzeitig wies der Kanzleramtschef darauf hin, dass auch an diesem Tag in den Supermärkten die Beschränkung auf eine bestimmte Zahl an Kundinnen und Kunden pro Quadratmeter gelte.

Mutationen des Coronavirus breiten sich aus in Baden-Württemberg

Die Corona-Varianten verdrängen das ursprüngliche Virus in Baden-Württemberg immer rasanter. In der vergangenen Kalenderwoche lag ihr Anteil bei 82 Prozent, in der Woche davor bei 68 Prozent. Wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag in Stuttgart weiter mitteilte, entspricht das einer Steigerung von 14 Punkten im Vergleich zur Vorwoche. Diese Werte stammen vom ALM, dem Verband der akkreditierten Labore in der Medizin.