Die Corona-Zahlen in Österreich sind zuletzt deutlich gesunken. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz vor einer Woche noch bei 230 Fällen pro 100 000 Einwohnern, beträgt sie aktuell 162,2. Das Land gilt mittlerweile auch laut RKI (Robert-Koch-Institut) nicht mehr als Hochrisikogebiet. Trotz der sinkenden Zahlen wurden die Einreisebestimmungen für Österreich aus Sorge um die Verbreitung der Omikron-Variante bereits am 20.12.2021 verschärft. Grundsätzlich gilt im Land nun die 2G-Plus-Regel. In vielen Fällen muss ein PCR-Test vorgewiesen werden. Menschen, die nur zweimal geimpft sind, müssen bereits zusätzliche Maßnahmen für die Einreise treffen.
  • Wer darf noch nach Österreich einreisen?
  • Wann gilt man in Österreich als vollständig geimpft?
  • Was gilt für Menschen, die zwei Impfungen haben?

Einreise nach Österreich aktuell: Das sind die neuen Corona-Regeln

Ins Land dürfen nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis auf weiteres nur noch Menschen, die über einen gültigen 2G-Nachweis verfügten.
  • Konkret bedeute dies, sie müssten dreifach geimpft oder genesen sein. Wer keine Auffrischungsimpfung habe, müsse einen PCR-Test vorlegen. Ansonsten müssten die Reisenden sofort in Quarantäne.
Die neue Verordnung trat am Montag, dem 20. Dezember, in Kraft. Die Heimquarantäne sei erst zu beenden, wenn nach der Einreise ein PCR-Test gemacht und ein negatives Ergebnis bestätigt worden seien.

Reise nach Österreich 2021: Ausnahmen von den strengen Einreiseregeln

Ausgenommen vom 2G-Nachweis seien Schwangere und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten. Der Ausnahmegrund sei durch ein ärztliches Attest nachzuweisen. Sonderregeln gebe es außerdem für Kinder. Für Pendlerinnen und Pendler bleibe es bei der gewohnten 3G-Regel.
„Diese verschärften Einreisebestimmungen bringen große Herausforderungen mit sich, vor allem für Personen, welche über die Weihnachtsfeiertage ins Ausland reisen. Sie sind jedoch gerade zum jetzigen Zeitpunkt notwendig, um einer Ausbreitung von Omikron in Österreich entgegenzuwirken“, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Schulpflichtige Kinder dürfen mit ausreichenden Testnachweisen einreisen, das bedeutet etwa drei Tests pro Woche. Kinder unter zwölf Jahren betreffen die Regeln ebenfalls nicht.

Gegenteil im Nachbarland: Schweiz lockert Regeln

Die Schweiz lockerte die Einreisebestimmungen dagegen. Während seit Anfang Dezember auch für Geimpfte ein PCR-Test für die Einreise nötig war, reicht ab 20. Dezember ein Antigen-Schnelltest, der höchstens 24 Stunden vor Grenzüberschreitung gemacht wurde. Zudem müssen sich Geimpfte und Genesene nicht mehr wie bislang einem zweiten Test nach vier bis sieben Tagen unterziehen. Die Regel bleibt nur für Ungeimpfte in Kraft.

Einreise aus Österreich nach Deutschland: Welche Corona-Regeln gelten?

Großbritannien ist Virusvariantengebiet, Frankreich, Dänemark, Norwegen sind laut RKI Hochrisikogebiete. Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante kommen schärfere Corona-Regeln zur Einreise nach Deutschland ab Montag, 20.12.21. Dabei geht es um Maßnahmen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten. Was dann zu Test, Quarantäne und Anmeldung vor der Einreise nach Deutschland gilt erfahrt ihr hier.

Neue RKI-Liste der Risikogebiete: Österreich vom Hochrisikogebiet herabgestuft

Mitten in der Winterurlaubszeit ändert die deutsche Bundesregierung wichtige Regeln für beliebte Zielländer und stuft Österreich herab. Ski-Fans können also ein wenig aufatmen, denn Österreich wird von der Hochrisikoliste des RKI gestrichen. Die beliebten Urlaubsländer Spanien und Portugal sind wegen hoher Corona-Infektionszahlen dagegen von Samstag (25.12.) an als Hochrisikogebiete eingestuft - ebenso die USA.
Österreich wird nach sechs Wochen von der Liste der Corona-Risikoländer gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag (23.12.) bekanntgab. Die Einstufungen gelten wegen der Weihnachtstage bereits von Samstag, den 25.12.2021, 0 Uhr, an.
Neu auf die Liste der Hochrisikogebiete kommen:
  • Finnland
  • Zypern
  • Monaco
Von der Liste gestrichen werden neben Österreich auch:
  • Belize
  • Bosnien-Herzegowina
  • Serbien
  • Malaysia

Omikron in Europa: Länder verschärfen Corona-Regeln

Aus Sorge vor Omikron verschärfen auch andere Länder in Europa ihre Regeln. In der Niederlande wurde sogar ein harter Lockdown angeordnet, der über die Feiertage bis in den Januar greifen soll. Das Land liegt mit der Booster-Kampagne im Vergleich zu anderen europäischen Ländern im Verzug, weshalb sich die Variante schon rasend schnell ausbreiten kann. Experten gehen davon aus, dass Omikron bereits vor Weihnachten die dominante Virusform sein könnte.

Österreich verlegt Gastronomie-Sperrstunde vor - Corona-Regeln wegen Omikron verschärft

Aus Angst vor einer sich abzeichnenden Omikron-Welle verschärft Österreich nach Weihnachten seine Corona-Regeln. Ab dem 27.12.2021 werde die Gastronomie-Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegt, teilte am Mittwoch (22.12.) die Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, mit. Dies gelte ausdrücklich auch für Silvester. Zudem sind nicht nur Restaurants betroffen, sondern auch Hotels. Ein Umgehen der Sperrstunde beispielsweise in Hotelbars soll damit verhindert werden.
Zugleich werden der Nachrichtenagentur APA zufolge die Corona-Regeln für Veranstaltungen verschärft und weitere Länder wie Großbritannien und die Niederlande ab 25. Dezember zu Virusvariantengebieten erklärt. Dies bedeutet im Prinzip eine zwingende Quarantäne für alle Einreisenden aus diesen Ländern. Dreifach Geimpfte mit gültigem PCR-Test sollen aber davon ausgenommen werden.

Omikron: 100 britische Urlauber bei Ankunft in Tirol abgewiesen

Wegen der neuen Corona-Regeln für Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten ist rund 100 britischen Urlaubern die Einreise in die österreichische Skiregion Tirol verweigert worden. Wie die Polizei in Innsbruck am Montag mitteilte, konnten die Reisenden bei ihrer Ankunft am Flughafen der Stadt am Sonntag keine negativen PCR-Tests oder Auffrischungsimpfungen vorweisen. Die meisten der Urlauber flogen laut Polizei sofort wieder zurück.
Seit Samstag gelten Einreiseregel-Verschärfungen für Gäste aus den wichtigen Herkunftsmärkten Großbritannien und Niederlande sowie aus Dänemark und Norwegen. Touristen aus diesen vier von der Omikron-Variante betroffenen Ländern dürfen nur mit Test und Drittimpfung ins Land - sonst müssen sie in Quarantäne.
Österreichs Tourismus- und Gastronomiebranche ist außerdem mit der früheren Sperrstunde konfrontiert, die am Montag in Kraft trat. Wegen der drohenden Omikron-Welle hatte die Regierung vorige Woche beschlossen, dass Lokale um 22 Uhr statt wie bisher um 23 Uhr schließen müssen. Die Regierung strich auch die geplante Aufhebung der Sperrstunde in der Silvesternacht.
Nach einem dreiwöchigen Lockdown im November und Dezember ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich zuletzt auf rund 170 gesunken. Expertinnen und Experten rechnen jedoch wegen der ansteckenderen Omikron-Variante bald mit einem erneuten Anstieg.