Raus aus der Schule, rein in den Pulverschnee der Alpen - für viele Kinder und ihre Familien ist dieser Wunsch wohl faktisch geplatzt: Mit Österreich gilt seit dem 16. Januar 2022 auch das letzte Nachbarland wieder als Hochrisikogebiet. Mit entsprechenden Folgen für die Winterferien.
Die erneute Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet erschwert die Reiseplanung deutscher Urlauber vor den Winterferien. Die Regelung gilt von Sonntag an - und hat konkrete Folgen: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.
Doch diese Corona-Regeln werfen sofort die Frage auf:
  • Ab wann gilt man als „geboostert“?
  • Muss man, wie nach der Zweitimpfung, 14 Tage warten?
  • Wie lange ist der PCR-Test für die Einreise gültig?
  • Was gilt für Kinder bei der Einreise nach Österreich?
  • Ist Österreich Hochrisikogebiet?

PCR-Test für die Einreise: Wer braucht einen Corona-Test in Österreich?

Grundsätzlich gilt für die Einreise nach Österreich 2G-Plus. Man muss daher ein Impf- oder Genesungsnachweis und zusätzlich einen PCR-Test vorweisen. Personen, die bereits eine weitere Dosis („Booster“) bekommen haben, sind von der Vorlage eines Tests befreit.

Booster-Impfung in Österreich: Ab wann gilt man als „geboostert“?

Wann die Impfung genau in Kraft tritt, darüber gibt es noch keinen wissenschaftlichen Konsens. Aus diesem Grund haben Bundesländer wie Bayern und Thüringen entschieden, dass der Booster erst nach 14 Tagen gültig wird. Anders als in Bayern gilt die Booster-Impfung in Österreich bereits ab dem Tag der dritten Spritze.

Ab Februar soll die Impfung Pflicht sein

In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Inzidenz, Neuinfektionen & Co. – die aktuellen Corona-Zahlen in Österreich

Österreich verzeichnet eine weiter sinkende Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind die aktuellen Zahlen für Österreich am 17.01.2022 im Überblick:
  • 7-Tage-Inzidenz: 1151,9
  • Neuinfektionen: 15.419
  • Neue Todesfälle: 5
  • Impfquote (vollständig): 73,5 Prozent

Omikron: Deutschland will ebenfalls strengere Einreise-Regeln

Auch Deutschland diskutiert gerade darüber, die Einreiseregeln zu verschärfen. So haben die Gesundheitsminister der Länder am Samstag den Beschluss gefasst, den Bund zu bitten, die Regeln für die Einreise nach Deutschland anzupassen. Außerdem wurde Großbritannien als Virusvariantengebiet eingestuft, was die Einreise aus dem Land deutlich erschwert.

Einreise nach Deutschland aus Österreich: Was gilt für das Hochrisikogebiet?

Österreich wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Dennoch gelten bei der Rückreise aus der Alpenrepublik bestimmte Regeln. Diese sind aktuell:
  • Kontakterfassung: Jede einreisende Person, die nicht geimpft oder genesen ist, muss sich unter diesem Portal registrieren.
  • Quarantäne: Es gilt keine Quarantänepflicht bei der Rückreise aus Österreich nach Deutschland.
  • Corona-Test: Es gilt die 2G-Regel bei der Einreise. Ungeimpfte müssen einen negativen Anitigenschnelltest oder PCR-Test vorlegen.

Die aktuellen Regeln für die Durchreise durch Österreich?

Wer mit dem Auto beispielsweise nach Italien will, etwa nach Südtirol, der muss durch Österreich durchfahren. Für den Transit gilt laut dem Auswärtigen Amt: Die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp ist ohne Einschränkungen möglich. Mit Verzögerungen an den Grenzen ist zu rechnen. Transitreisende sind von der elektronischen Registrierung und der Testnachweispflicht ausgenommen.

Einreise nach Österreich: Gibt es Ausnahmen?

Ausgenommen von den Vorschriften sind Schwangere und Menschen, die aus Gesundheitsgründen nicht geimpft werden können. Der Grund für die Ausnahme muss durch ein Attest nachgewiesen werden. Sonderregeln gibt es außerdem für Kinder und Jugendliche. Für Pendlerinnen und Pendler bleibt es bei der gewohnten 3G-Regel. Der Transitverkehr ist von den Regelungen nicht betroffen.

Einreise nach Österreich: Sonderregeln für Kinder

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sind von der Nachweispflicht ausgenommen, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden. Im Falle einer Quarantäne für die Begleitperson gilt diese auch für das Kind bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und gilt als beendet, wenn die Quarantäne des begleitenden Erwachsenen zu Ende ist. Jedenfalls ist für das Kind eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance vorzunehmen, wenn dies für den begleitenden Erwachsenen vorgesehen ist.
Für Kinder ab dem 12. Lebensjahr gelten die regulären Einreisebestimmungen wie Registrierung zur Pre-Travel-Clearance, Testung und Quarantäne. Allein reisende Minderjährige müssen ebenfalls die jeweiligen regulären Einreisebestimmungen wie Registrierung zur Pre-Travel-Clearance, Testung und Quarantäne erfüllen. Ein gültiger Ninja Pass (bzw. Holiday Ninja Pass) gilt bei der Einreise als 2-G-Nachweis. Gleichzeitig ist der auch mit einem „Booster“ gleichzusetzen und die entsprechenden Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich sind anzuwenden.

FFP2-Maskenpflicht in Österreich: Auch im Freien mit Maske

Österreich reagiert mit neuen Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Künftig muss im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn kein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel für Fußgängerzonen und Warteschlangen. Außerdem werden der Handel und die Gastronomie zu Kontrollen verpflichtet, damit die 2G-Regel - also Einlass nur für Geimpfte und Genesene - eingehalten wird.