Südtirol ist ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder. Es gibt knapp 30 verschiedene Skigebiete – die sowohl für Anfänger und Fortgeschrittene als auch Profis geeignet sind. Die aktuelle Corona-Lage verpasst dem Tourismus in der Skisaison 21/22 erneut einen Dämpfer. Besonders Personen, die weder geimpft noch genesen sind, haben ein Problem, denn in den meisten öffentlichen Bereichen gilt 2G.
Aber nicht nur die Corona-Regeln sind beim Skifahren in Italien streng. Zum 1. Januar 2022 ist ein neues Pisten-Sicherheitsgesetz mit harten Vorschriften in Kraft getreten. In diesem Artikel findet ihr unter anderem Infos zu folgenden Fragen:
  • Einreise nach Italien: Die aktuellen Regeln zu Testpflicht und Nachweis.
  • Welche Corona-Regeln gelten auf der Piste, in der Skihütte und beim Aprés-Ski?
  • Helmpflicht, Versicherung, Promillegrenze: Das neue Pisten-Sicherheitsgesetz im Überblick.

    Brixen in Südtirol: Ein Skifahrer wedelt eine Piste im Skigebiet Plose vor dem Panorama der Lüsner Bergen in den Dolomiten hinunter.
    Brixen in Südtirol: Ein Skifahrer wedelt eine Piste im Skigebiet Plose vor dem Panorama der Lüsner Bergen in den Dolomiten hinunter.
    © Foto: Daniel Karmann/DPA

Skifahren in Südtirol: Corona-Regeln zu Einreise, Greenpass, Testpflicht

Vor dem Skiurlaub in Südtirol müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Folgende Corona-Regeln gelten bei der Einreise:
  • Einreisende brauchen eine Online-Registrierung über das Europäische Digitale Passagier-Lokalisierungs-Formular (dPLF). Bei einer Kontrolle reicht zum Nachweis die Bestätigungsmail.
  • Außerdem ist ein digitales Covid-Zertifikat der EU (Green Pass) nötig. Denn Einreisende über 6 Jahren müssen genesen, geimpft oder getestet sein.
  • Jeder – auch geimpfte, genesene und geboosterte Personen – muss aktuell einen negativen Corona-Test vorlegen. Ein PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein, der Antigentests nicht älter als 24 Stunden.
  • Wichtig auch die Einteilung in Zonen: Einige Regionen im Norden, darunter Bozen-Südtirol, sind in der Gelben Zone. Das bedeutet: auch im Freien Maskenpflicht. Das gilt auch in den Innenstädten von Rom, Mailand oder Turin.

Piste, Hütte und Aprés-Ski: Die aktuellen Corona-Regeln in Italien

Auch in den Skigebieten selbst gelten in Südtirol bestimmte Maßnahmen, um das Skifahren trotz Corona so sicher wie möglich zu machen:
  • Allgemein gilt fürs Skifahren die 3G-Regel – so auch in Skiliften. Alle Personen ab 12 Jahren müssen eine Impfung, Genesung oder Testung vorweisen (Green Pass).
  • Im geschlossenen Lift ist eine FFP2-Maske Pflicht.
  • In den Skihütten gelten dieselben Sicherheitsbestimmungen wie in den Bars und Restaurants: Es gilt 2G.
  • Clubs und Discos sind in Italien aktuell geschlossen.

Was ist der „Super Green Pass“ für Italien?

Seit dem 10. Januar 2022 brauchen Skifahrer ab 12 Jahren in Italien einen sogenannten „Super Green Pass“. Das ist der Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung (2G-Regel). Nur damit können sie die Skilifte benutzen. Der Skipass, der online oder bei den Verkaufsstellen erhältlich ist, muss täglich mit dem QR-Code vom Super Green Pass aktiviert werden. Für Touristen gilt das EU-Zertifikat der Covpass-App über eine Impfung oder Genesung wie ein grüner Pass.

Helmpflicht gilt in Südtirol laut neuem Pisten-Sicherheitsgesetz

Mehr als 35.000 Skifahrer und Snowboarder aus Deutschland haben sich in der Saison 2019/2020 so schwer verletzt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Das geht aus einer Statistik des Deutschen Skiverbandes hervor. Besonders Skihelme haben einen Einfluss auf die Schwere der Kopfverletzungen – das zeigen Untersuchungen. Italien hat die Regeln für mehr Sicherheit auf den Pisten daher verschärft. Dort gilt nun eine Helmpflicht für alle unter 18 Jahren; nicht wie bisher für Kinder unter 14 Jahren. Außerdem muss der Helm ein CE-Zertifikat haben.

Haftpflichtversicherung ist beim Skifahren in Südtirol vorgeschrieben

Seit dem 01.01.2022 müssen alle Personen auf der Piste ausreichend versichert sein. Jeder braucht eine Haftpflichtversicherung, die Schäden oder Verletzungen bei Beteiligten abdecken kann und auch dann greift, wenn die Schuld an einem Unfall zivilrechtlich nicht geklärt wird. Es gibt Tages-, Wochenend-, Wochen-, Monats- und Saisonversicherungen, die sogar vor Ort in Südtirol mit dem Kauf des Skipasses abgeschlossen werden können.
Bußgeld: Neben dem Entzug des Skipasses liegen die Verwaltungsstrafen ohne Versicherung zwischen 100 und 150 Euro.

Promillegrenze auf italienischen Pisten: Alkohol-Test beim Skifahren in Südtirol

Auch durch alkoholisierte Ski- und Boardfahrer entstehen oftmals vermeidbare Unfälle auf der Piste. Deshalb hat Italien nun eine Promillegrenze eingeführt. Der Grenzwert gleicht dem im Straßenverkehr. Mit mehr als 0,5 Promille darf man nicht mehr auf den Pisten unterwegs sein. Wird der Wert beim Alkohol-Test überschritten, kann der Verstoß mit einer Geldbuße von 250 bis 1000 Euro geahndet werden. Fährt man mit mehr als 0,8 Promille auf der Piste in Italien, handelt es sich um eine Straftat.

Einreise in Österreich: Nur “Geboosterte“ dürfen ohne PCR-Test einreisen

Wer in Österreich Skifahren will, muss aktuell einige strenge Maßnahmen beachten. Denn die Corona-Zahlen im Land steigen aufgrund der Omikron-Variante weiter an. Es gilt daher unter anderem: Nur wer eine Auffrischungs- oder Booster-Impfung vorweisen kann, darf einreisen. Für Menschen, die bisher nur doppelt geimpft oder genesen sind, gilt zusätzlich die Pflicht, das negative Ergebnis eines PCR-Tests vorzuweisen. Aber ab wann gilt man in Österreich eigentlich als „geboostert“? Alle Infos im folgenden Artikel: