Großbritannien ist Virusvariantengebiet, Frankreich, Dänemark, Norwegen sind laut RKI Hochrisikogebiete. Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante kommen schärfere Corona-Regeln zur Einreise nach Deutschland ab Montag, 20.12.21. Die Gesundheitsminister der Länder fordern nun, die Maßnahmen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten, zu verschärfen. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Gesundheitsminister von Samstag. Auch bei der Rückkehr aus Hochrisikogebieten wie Frankreich gelten strenge Maßnahmen. Das kommt auf Deutschland zu:
  • Es kommt bei der Einirese ein verpflichtender PCR-Test statt Schnelltest.
  • Auch Quarantäne-Maßnahmen sind vorgeschrieben.
  • Welche Länder sind aktuell Virusvariantengebiete?

Corona- Einreiseregeln nach Deutschland werden verschärft

Reisende ab sechs Jahren, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen ab Montag, 20.12.21, schon vor der Abreise einen negativen PCR-Testnachweis vorlegen - ein Antigen-Schnelltest soll nicht mehr zulässig sein.
Eine Quarantäne-Pflicht gilt nach dem Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet auch für Geimpfte und Genesene: Jede Person muss direkt nach der Einreise 14 Tage in Quarantäne. Freitesten ist nicht möglich.

Quarantäne bei Einreise nach Deutschland aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten

Bei der Einreise aus einem Virusvariantengebiet wird ein aktueller PCR-Test verlangt. Nach der Ankunft können weitere PCR-Testungen durch das Gesundheitsamt am Flughafen oder am Ort der Quarantäne angeordnet werden. Bei Virusvariantengebieten gilt die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne – auch für geimpfte und genesene Personen. Eine Verkürzung der Quarantänedauer (Freitesten) ist nicht möglich. Reist man aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland, muss man für 10 Tage in Quarantäne.

Frankreich, Dänemark, Norwegen: Einreise aus Hochrisikogebieten

Aufgrund der Covid-19-Pandemie bestehen Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Ländern. Bei der Einreise besteht eine Test-/Nachweispflicht. Daneben gelten die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung, eine Nachweispflicht und eine Quarantänepflicht bei Einreise aus bestimmten Gebieten. Die Corona-Einreiseverordnung beinhaltet eine generelle Nachweispflicht für Einreisende unabhängig davon, ob sie sich vorher in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet aufgehalten haben. Personen ab 12 Jahren müssen bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen.

Formular zur Einreise nach Deutschland – Nachweis benötigt

Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisiko oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Virusvariantengebiete aktuell: Aus Großbritannien gelten strengere Rückreise-Regeln

Folgende Staaten/Regionen gelten laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell als Virusvariantengebiete:
  • Botsuana (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Eswatini (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Lesotho (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Malawi (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Mosambik (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Namibia (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Simbabwe (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)
  • Südafrika (Virusvariantengebiet seit 28. November 2021)

Großbritannien ist zum Virusvariantengebiet erklärt worden

Wegen der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante hat der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, zeitnahe Reisebeschränkungen für Großbritannien gefordert. „Ich blicke mit großer Sorge auf die Entwicklungen in Großbritannien. Die Omikron-Virusvariante breitet sich dort rasch aus. Wir müssen daher konsequent und schnell handeln“, sagte er CSU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ziel muss es sein, die Omikron-Ausbreitung einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen. Der Bund müsse Großbritannien daher „möglichst schnell“ zum Virusvariantengebiet erklären. Am selben Tag noch (18.12.21) wurde das Land zum variantengebiet erklärt. Ab Montag, 20.12. gelten die verschärften Regeln dann.