Neu ab 2025
: Das ändert sich jetzt in Deutschland

In vielen Bereichen des Lebens bringt der Jahreswechsel Neuerungen für die Bundesbürger mit sich. Die größten Änderungen gibt es hier im Überblick.
Von
David Hahn
Berlin
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Bargeld: ARCHIV - 21.08.2023, Berlin: ILLUSTRATION - Geldscheine mit dem Wert von 100 und 50 Euro und Münzen liegen auf einem Tisch. (zu dpa: «Bundesbank: Bargeld und Debit günstiger als Kreditkarten») Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kindergeld-Erhöhung, Pflegegeld-Erhöhung, Mindestlohn-Erhöhung und mehr: Der Geldeutel kann sich 2025 über zahlreiche Neuerungen freuen. Gleichzeitig werden jedoch auch viele Beiträge, wie zum Beispiel zur Krankenversicherung teurer.

Monika Skolimowska/dpa
  • Ab 2025 steigen Krankenkassenbeiträge, z.B. TK auf 2,45%, AOK auf 2,47-3,1%.
  • Kindergeld wird auf 255 Euro erhöht, 2026 auf 259 Euro.
  • Restmüll-Verbot für Textilien, spezielle Entsorgung notwendig.
  • Deutschlandticket kostet 58 Euro, Jobticket 40,60 Euro.
  • Mindestlohn steigt auf 12,82 Euro pro Stunde.
  • Pakete bei DHL werden 7,2% teurer.
  • WhatsApp auf älteren iPhones nicht mehr nutzbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das neue Jahr hat gestartet und bringt eine Reihe gesetzlicher Änderungen, Preiserhöhungen und eine gesteigerte finanzielle Untertützung mit sich. Hier gibt es die Neuerungen 2025 zusammengefasst:

Krankenkasse 2025: TK, BKK, AOK & Co. – Zusatzbeitrag steigt

Wegen steigender Kosten ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag als Orientierungsmarke für die Kassen für 2025 auf 2,5 Prozent festgelegt worden - das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als 2024. Betroffen von der Erhöhung des Zusatzbeitrages sind mitunter auch die größten Krankenkassen in Deutschland. Die Techniker Krankenkasse hebt diesen von 1,2 Prozent (2024) auf 2,45 Prozent (2025) an. Bei der AOK steigt der Zusatzbeitrag je nach Landesverband auf 2,47 Prozent bis 3,1 Prozent. Barmer hebt den Zusatzbeitrag von 2,19 Prozent (2024) auf 3,29 Prozent (2025) an. Die Erhöhungen der Zusatzbeiträge bei den Betriebskrankenkassen fällt unterschiedlich aus. Alle Krankenversicherungen gibt es hier im Überblick.

Kindergeld-Erhöhung: Wie viel Geld bekommen Eltern 2025 mehr?

Früher wurden je nach Anzahl der Kinder unterschiedliche Beträge ausgezahlt. So erhielten Eltern für das erste Kind 219 Euro, für das zweite 225 Euro und ab dem dritten Kind 250 Euro. Mittlerweile ist das Kindergeld jedoch einheitlich geregelt und beträgt aktuell 250 Euro monatlich für jedes Kind. Ab Januar 2025 soll es um fünf Euro auf 255 Euro erhöht werden. Für 2026 ist eine Anhebung auf 259 Euro geplant. Das Finanzamt überprüft automatisch, ob sich für Eltern der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld mehr lohnt. Der Kinderfreibetrag soll nach den aktuellen Beschlüssen schon für 2024 rückwirkend um 228 Euro auf 6.612 Euro steigen. Bis 2026 ist eine Anhebung auf 6.828 Euro geplant.

Restmüll-Verbot ab 2025: Was ändert sich für Textilien?

Ab 2025 dürfen Alttextilien nicht mehr in der Restmülltonne entsorgt werden. Auch kaputte Kleidung muss laut Ökotest anderweitig gesammelt werden. Verbraucher sind ab da an verpflichtet, ihre Alttextilien in Altkleidercontainern oder bei anerkannten Sammelstellen zu entsorgen. Die Entsorgung über den Restmüll ist verboten und kann dazu führen, dass die Mülltonne nicht geleert wird. Das gilt für alle Kleidungsstücke und Textilien, wie etwa:

  • T-Shirts, Jeans und Pullover
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Vorhänge, Tischdecken und andere Gebrauchstextilien

Was passiert mit stark verschmutzten Textilien? Die Regelung für stark verschmutzte oder kontaminierte Stoffe ist bisher unklar. In einigen Ländern, wie Österreich, sollen diese vorerst weiterhin in den Restmüll gegeben werden. Eine Klarstellung ist hierbei noch bis 2025 zu erwarten.

Leistungen für Asylbewerber gekürzt

Die Änderungen der Auszahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ab dem 01.01.2025 im Vergleich zu 2024 umfassen laut der Ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit im Odenwaldkreis folgende deutliche Kürzungen für alle Anspruchsgruppen im Vergleich zum Vorjahr. Die monatlichen Leistungen im Überblick:

  • Regelbedarfsstufe 1 (Alleinstehende Erwachsene oder Alleinerziehende): Neu: 441 € (vorher: 460 €, -19 €).
  • Regelbedarfsstufe 2 (Erwachsene in Bedarfsgemeinschaft): Neu: 397 € (vorher: 413 €, -16 €).
  • Regelbedarfsstufe 3 (Volljährige in Einrichtungen oder nicht erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahren im Elternhaushalt): Neu: 353 € (vorher: 368 €, -15 €).
  • Regelbedarfsstufe 4 (Jugendliche von 15 bis 18 Jahren): Neu: 391 € (vorher: 408 €, -17 €).
  • Regelbedarfsstufe 5 (Kinder von 7 bis 14 Jahren): Neu: 327 € (vorher: 341 €, -14 €).
  • Regelbedarfsstufe 6 (Kinder bis 6 Jahre): Neu: 299 € (vorher: 312 €, -13 €).

Deutschlandticket: Neue Preise ab 2025

Das 2023 eingeführte 49-Euro-Ticket ist deutschlandweit gültig und kann in einem monatlichen Abonnement erworben werden. Es gilt für alle Nahverkehrsmittel für die Fahrt der zweiten Klasse, wie Regionalbahnen, S-Bahnen, U-Bahn, Straßenbahnen, sowie in Linien-Bussen des Nahverkehrs. Der Geltungsbereich setzt sich grundsätzlich auch mit dem Deutschlandticket 2025 fort. Zum 1. Januar erhöht sich jedoch der Preis des Abos.

Bereits Ende September verständigten sich die Verkehrsminister der Länder auf eine Erhöhung des Deutschlandtickets um 9 Euro. Ab 2025 Jahr greift die Änderung. Damit wird das Deutschlandticket im nächsten Jahr 58 Euro pro Monat kosten.

Nicht nur das Deutschlandticket wird teurer, auch die ermäßigten Versionen wie Semester- und Jobticket werden 2025 mehr Geld kosten. Das Jobticket, das derzeit 34,50 Euro kostet, soll ab Januar auf 40,60 Euro im Monat steigen. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern mindestens 25 Prozent Rabatt auf das Abo gewähren, legt der Staat zusätzlich fünf Prozent obendrauf.

Studierende werden zukünftig 34,90 Euro statt bisher 29,60 Euro zahlen, wobei dieser neue Preis erst ab dem Wintersemester 2025/2026 gilt.

Mindestlohn: Wie hoch ist er 2025 in Deutschland?

Eingeführt wurde der gesetzliche Mindestlohn 2015 mit 8,50 Euro brutto pro Stunde. Mehrfach erfolgte seitdem eine Erhöhung des Mindestlohns. Im Oktober 2022 wurde der Mindestlohn in Deutschland beispielsweise auf 12 Euro pro Stunde angehoben. Ab Januar 2024 lag der Mindestlohn bei 12,41 Euro. Zum 1. Januar 2025 steigt der Mindestlohn in Deutschland um weitere 41 Cent auf 12,82 Euro.

Nicht alle Länder der Europäischen Union (EU) haben einen Mindestlohn. So wird zum Beispiel in Dänemark, Italien, Österreich, Finnland und Schweden darauf verzichtet. Im europäischen Vergleich lag Deutschland mit der Höhe des Mindestlohns 2023 auf Platz zwei.

Ab 2025: Neue Regeln für Passbilder und Ausweise

Ab April 2025 ist kein Passfoto auf Papier mehr nötig: Die Bilder können direkt digital an die Behörden übermittelt werden. Dafür sollen auch spezielle Automaten in den Ämtern bereitstehen. Ab Mai 2025 wird außerdem die Direktzustellung von Reisepässen und Personalausweisen per Post an die Meldeadresse möglich.

DHL: Pakete werden teurer

Die Preise für Pakete beim Marktführer DHL werden ab 1. Januar 2025 teurer. Die Bundesnetzagentur gewährt dem Unternehmen eine Preiserhöhung von etwa 7,2 Prozent für Pakete, die Privatkunden verschicken.

  • Päckchen S kostet anstatt 3,99 ab 2025 4,19 Euro
  • Das Porto für Päckchen M wird von 4,79 auf 5,19 Euro erhöht
  • Paket 2 kg (nur online) 6,19 Euro anstatt 5,49 Euro
  • Das Porto für Pakete mit 5 kg erhöht sich von 6,99 auf 7,69 Euro

Auch das Porto für Briefe wird angehoben.

  • Postkarte 95 Cent statt wie bisher 70 Cent
  • Kompaktbrief 1,10 Euro, vorher: 1,00 Euro
  • Großbrief 1,80 Euro statt 1,60 Euro
  • Porto des Maxibrief steigt um 15 Cent auf künftig 2,90 Euro

Führerschein-Umtausch: Frist am 19. Januar 2025

Bis zum 19. Januar 2025 müssen alle Personen, die 1971 oder später geboren und deren Führerscheine bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, gemäß der dritten EU-Führerscheinrichtlinie ihren Führerschein umtauschen. Die weiteren Fristen für Inhaber eines Führerscheins richten sich entweder nach Geburtsjahr oder dem Ausstellungsdatum.

Rentenerhöhung 2025: Prognose

Die Rente wurde zuletzt zum 1. Juli 2024 bundeseinheitlich um 4,57 Prozent erhöht, nachdem der Rentenwert im Osten bereits 2023 den West-Wert erreicht hat. 2025 könnte die Rente laut den aktuellen Berechnungen der Bundesregierung um 3,51 Prozent angehoben werden. Die genaue Höhe wird dann im Frühjahr nächsten Jahres festgelegt, wenn alle Daten zur Lohnentwicklung vorliegen. So waren zum Beispiel auch für die Rentenerhöhung in diesem Jahr von 4,57 Prozent ursprünglich nur 3,5 Prozent prognostiziert.

Wohngeld-Erhöhung 2025: Wie viel gibt es im nächsten Jahr?

Das Wohngeld wird im Zwei-Jahres-Rhythmus an die Preis- und Mietpreisentwicklung angepasst. Zum nächsten Mal ist das am 1. Januar 2025 der Fall. Die Erhöhung berücksichtigt dabei die Steigerung der Mieten und der Inflation von 2021 bis 2023. Damit sollen private Haushalte, darunter viele Rentner*innen, entlastet und deren reale Kaufkraft gesichert werden. Das Wohngeld soll dabei zum 1. Januar 2025 durchschnittlich um rund 15 Prozent steigen. Das Bundesministerium bietet hier einen Wohngeld-Rechner an, mit dem die aktuelle Höhe (2023–2025) im Einzelfall genauer geschätzt werden kann.

Pflegegeld-Erhöhung 2025

Mit der Pflegegeld-Erhöhung 2025 sollen die Pflegegelder um 4,5 % steigen. Diese Anpassung gilt für alle Pflegegrade von 2 bis 5. Die genaue Höhe des Pflegegeldes variiert dabei je nach Pflegegrad zwischen 332 und 947 Euro. Die Beträge erhöhen sich damit 2025 um 15 bis 43 Euro. Betroffene Personen, die bereits Pflegegeld erhalten, profitieren automatisch von der Anhebung. Angehörige und Pflegebedürftige müssen keinen neuen Antrag stellen. Die Anpassung erfolgt automatisch.

WhatsApp nicht mehr verfügbar: Welche iPhones sind betroffen?

Ab dem 5. Mai 2025 wird WhatsApp auf einigen älteren iPhone-Modellen nicht mehr funktionieren. Die Änderung betrifft alle Geräte, die nicht mit iOS 15.1 oder einer neueren Version kompatibel sind. Bislang unterstützte WhatsApp alle iPhones ab iOS 12. Doch mit neuen Features, die moderne Betriebssysteme erfordern, wird die App nicht mehr auf älteren Geräten laufen. Die Einstellung der Unterstützung von WhatsApp betrifft unter anderem die folgenden iPhone-Modelle: iPhone 5s, iPhone 6, iPhone 6 Plus und ältere Apple iPhones.

Düsseldorfer Tabelle 2025: Erhöhung beim Unterhalt für Kinder

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine neue Düsseldorfer Tabelle für 2025 veröffentlicht. Die Beträge wurden dabei erhöht. Die Änderungen fallen laut einer ersten Einschätzung der Familienrichter eher gering aus. Im Vergleich mit der Tabelle 2024 sind im Wesentlichen die Bedarfssätze minderjähriger und volljähriger Kinder angehoben worden. Hier gibt es die neuen Zahlen der Düsseldorfer Tabelle 2025.

Winterreifen nur noch mit Alpine-Symbol

Seit dem 1. Oktober 2024 gelten in Deutschland strengere Anforderungen im Straßenverkehr. Seither sind nur noch Winterreifen mit dem abgebildeten Alpine-Symbol als Winterreifen zugelassen. Das betrifft auch Ganzjahresreifen, die bisher nur die „M+S“-Markierung trugen. Reifen, die sowohl das „M+S“- als auch das Alpine-Symbol aufweisen, bleiben jedoch weiterhin erlaubt.

Das Alpine-Symbol dient laut ADAC als offizielles Qualitätsmerkmal für Winterreifen. Es wurde eingeführt, um die Wintertauglichkeit von Reifen klarer zu definieren. Anders als die „M+S“-Kennzeichnung, die keine standardisierten Tests voraussetzte, sondern eine reine Herstellerangabe war, müssen Reifen mit dem Alpine-Symbol strenge Prüfverfahren durchlaufen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Reifen auch unter extremen Winterbedingungen wie Glatteis oder Schneematsch optimalen Grip bieten.

Diesel und Benzin: Spritpreise können 2025 steigen

Der Preis pro Tonne Kohlendioxid steigt von derzeit 45 auf 55 Euro, was sich auch auf die Spritkosten auswirkt. Ab dem 1. Januar 2025 erhöht sich der Preis für Benzin und Diesel laut ADAC somit um jeweils rund 3 Cent pro Liter. Diese Erhöhung ist Teil eines langfristigen Plans, der seit 2021 die stufenweise Verteuerung fossiler Brennstoffe vorsieht. So zahlen Autofahrer 2025 insgesamt etwa 15,7 Cent mehr pro Liter Benzin und 17,3 Cent mehr pro Liter Diesel im Vergleich zu 2020 aufgrund des CO₂-Preises. Der letztendliche Preis hängt auch von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Die Einführung der CO₂-Bepreisung begann 2021 mit 25 Euro pro Tonne, was zunächst zu einer Preiserhöhung von etwa 7 Cent pro Liter Benzin und 8 Cent pro Liter Diesel führte. Laut Berechnungen des ADAC wird sich dieser Trend fortsetzen, und 2026 könnte Benzin um bis zu 17 Cent und Diesel um rund 19 Cent pro Liter teurer werden (Vergleichsjahr 2020), wenn der Preis für CO₂-Zertifikate zwischen 55 und 65 Euro liegt.