Landtagswahl in Brandenburg - Liveticker: SPD vor der AfD - Ergebnisse und Stimmen zur Wahl am 22. September

Dietmar Woidke, Ministerpräsident und Vorsitzender der SPD in Brandenburg, wird interviewt. In unserem Liveticker gibt es alle Infos und aktuellen Entwicklungen.
Kay Nietfeld/dpa- Landtagswahl in Brandenburg am 22. September 2024.
- Wähler können in 3238 Urnenwahl- und 687 Briefwahlbezirken abstimmen.
- Ministerpräsident Woidke (SPD) sieht Wahl als Schicksalswahl; AfD führt in Umfragen.
- Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen: eine für Direktkandidaten, eine für Landeslisten.
- Rund 2,1 Millionen Brandenburger sind wahlberechtigt, etwa 100.000 Erstwähler.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Sonntag, 22. September 2024, fand die Landtagswahl in Brandenburg statt. In unserem Liveticker berichten wir über alle Ereignisse, Entwicklungen, Hintergründe und Stimmen zur Wahl.
Liveticker - Alle wichtigen Infos zur Landtagswahl in Brandenburg
Die aktuellste Hochrechnung zur Landtagswahl in Brandenburg:
Vorläufiges Endergebnis - So lief die Landtagswahl in Brandenburg
Das ist das vorläufige Endergebnis für die Landtagswahl in Brandenburg:
- AfD: 29,2 Prozent (+5,7)
- SPD: 30,9 Prozent (+4,7)
- CDU: 12,1 Prozent (-3,5)
- BSW: 13,5 Prozent (+13,5)
- Grüne: 4,1 Prozent (-6,6)
- Linke: 3,0 Prozent (-7,7)
- Freie Wähler: 2,6 Prozent (-2,4)
- Sonstige: 4,6 Prozent (-3,6)
20.42 Uhr - FDP-Vize spekuliert über Ampel-Aus
Nach den herben Verlusten für die FDP bei der Landtagswahl in Brandenburg hat Vize-Parteichef Wolfgang Kubicki ein baldiges Ende der Ampel-Koalition im Bund für möglich gehalten. „Die Entscheidungen werden in diesem Herbst fallen und ich glaube nicht, dass bei der jetzigen Performance diese Koalition Weihnachten noch erreicht“, sagte Kubicki am Sonntag dem TV-Sender Welt. Die Zusammenarbeit insbesondere mit den Grünen in der Bundesregierung sei für die FDP „toxisch“. Der Vizepräsident des Bundestags sagte zwar: „Wir müssen nicht unmittelbar den Stecker ziehen.“ Er betonte aber, es lägen in der Koalition „völlig unterschiedliche Auffassungen“ in der Wirtschaftspolitik vor. „Entweder es gelingt uns in den nächsten 14 Tagen, drei Wochen hier tatsächlich einen vernünftigen gemeinsamen Nenner zu finden oder es macht für die Freien Demokraten keinen Sinn mehr, an dieser Koalition weiter mitzuwirken“.
20.31 Uhr - Was bedeutet das Wahlergebnis für Olaf Scholz?
Gerade so landet die SPD in Brandenburg vor der AfD. Die Debatte um eine erneute Kandidatur des Bundeskanzlers dürfte damit aber nicht abebben. Mehr dazu in unserem Extra-Artikel.
20.10 Uhr - AfD-Party mit Abschiebelied
it Beifall und Rufen nach Abschiebungen haben AfD-Anhänger das Ergebnis bei der Landtagswahl in Brandenburg gefeiert. Bei der Wahlparty in einem Gasthof im Potsdamer Ortsteil Marquardt zeigten sich neben Spitzenkandidat Hans-Christoph Berndt auch die Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke. Mehrere junge AfD-Anhänger stimmten begeistert, lautstark und minutenlang ein aggressives Lied zum Thema Abschiebungen an. Zu der Melodie des Songs „Das geht ab. Wir feiern die ganze Nacht“ der Band Die Atzen sangen sie: „Hey das geht ab, wir schieben sie alle ab, sie alle ab“. Dazu hielten sie auf einer Tafel den Slogan „Millionenfach abschieben“ hoch.
19.46 Uhr - Höchste Wahlbeteiligung in Brandenburg
Die Beteiligung an der Landtagswahl in Brandenburg lag laut Hochrechnungen so hoch wie noch nie seit 1990. 73 bis 74 Prozent der Wahlberechtigten haben ihren Stimmzettel abgegeben. Das ist nicht nur ein deutliches Plus im Vergleich zu 2019 (61,3 Prozent), sondern auch der höchste Wert der bisher acht Landtagswahlen in Brandenburg. Bisher hatte die Wahlbeteiligung bei der Premiere 1990 mit 67,1 Prozent am höchsten gelegen, 2009 fiel sie mit 67,0 Prozent fast ebenso hoch aus. Der geringste Wert war im Jahr 2014 mit 47,9 Prozent verzeichnet worden.
19.17 Uhr - Bundeskanzler findet Wahlergebnis "gut"
Bundeskanzler Olaf Scholz hat zufrieden auf das Ergebnis der Landtagswahl in Brandenburg reagiert. Vor einem Gespräch mit dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro in New York sagte er auf die Frage eines Journalisten, wie die Stimmung in einer Telefonschalte des SPD-Präsidiums zu den Prognosen gewesen sei: „Gut, natürlich.“ Auch aus seinem Umfeld hieß es, der Kanzler sei „durchaus zufrieden“. Ausführlicher will Scholz die Wahl erst am Montag bewerten.
18.46 Uhr - Weidel freut sich über AfD-Ergebnis
Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel sieht ihre Partei durch die Landtagswahl in Brandenburg weiter gestärkt. Als Grund für das Abschneiden der SPD nannte sie in der ARD die Unterstützung aus der CDU für Ministerpräsident Dietmar Woidke. „Wir sind der Sieger des Abends und wir haben gesehen, dass hier lediglich taktisch abgestimmt wurde. Nicht umsonst hat sich ein Ministerpräsident (Michael) Kretschmer von der CDU hier auf den Weg gemacht, aus Sachsen nach Brandenburg zu reisen und die SPD zu unterstützen“, sagte sie.
18.33 Uhr - BSW-Kandidat sprachlos nach der Wahl
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) sieht sein zweistelliges Ergebnis bei der Landtagswahl als Signal, dass es sich als neue Partei etabliert hat. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagte Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali in Potsdam. Der BSW-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Robert Crumbach, erinnerte daran, dass der Landesverband in Brandenburg erst vor fünf Monaten gegründet worden sei. „Das ist ein ganz großartiges Ergebnis“, sagte Crumbach. „Ich bin sprachlos.“
18.22 Uhr: Kevin Kühnert gratuliert Dietmar Woidke
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat der Brandenburger SPD vorsichtig zum Abschneiden bei der Landtagswahl gratuliert. „Dietmar Woidke und seiner Brandenburger SPD ist eine furiose Aufholjagd in den vergangenen Wochen gelungen“, sagte Kühnert am Sonntag in der ARD. „Kommend von Umfragewerten unter 20 Prozent, geht es jetzt wahrscheinlich über die 30 hinaus“, sagte er. „Das hat mit einer guten Leistungsbilanz, einem ganz gestandenen Ministerpräsidenten und auch dem persönlichen Zutrauen in ihn zu tun.“ Diesen Erfolg nehme der Brandenburger SPD jetzt schon keiner mehr an diesem Abend.
18.00 Uhr - Das ist die Prognose zur Landtagswahl in Brandenburg
Die Wahllokale in Brandenburg sind geschlossen. Und das sind die Zahlen der 18 Uhr-Prognose:
- AfD: 30,0 Prozent (+6,5)
- SPD: 31,0 Prozent (+4,8)
- CDU: 12,0 Prozent (-3,6)
- BSW: 12,0 Prozent (+12,0)
- Grüne: 5,0 Prozent (-5,8)
- Linke: 3,0 Prozent (-7,7)
- Freie Wähler: 2,7 Prozent (-2,3)
- Sonstige: 4,3 Prozent (-3,9)
Quelle: ARD-Prognose
17.30 Uhr - Der Coutdown läuft
In 30 Minuten schließen die 3238 Urnenwahlbezirke zur Landtagswahl in Brandenburg. Dann beginnen die Tausenden Wahlhelfer mit der Auszählung der Stimmen. Die halbe Republik wartet mit Spannung, ob es das prognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AfD und SPD gibt. Mit den ersten Zahlen pünktlich um 18 Uhr hier wissen wir mehr...
17.03 Uhr - Wagenknecht wird auf BSW-Wahlparty fehlen
Eine wird auf der Wahlparty zur Brandenburger BSW-Landtagspremiere fehlen: BSW-Chefin und Namensgeberin Sahra Wagenknecht. Wegen einer Erkrankung hat sie alle Termine am Sonntag abgesagt. Das bestätigte eine Sprecherin des Bündnisses Sahra Wagenknecht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Co-Vorsitzende des BSW, Amira Mohamed Ali, werde Wagenknecht bei der Wahlparty und bei Terminen im Potsdamer Landtag vertreten.
16.41 Uhr - Hochwasserlage im Wahlland Brandenburg
In Brandenburg beschäftigt heute nicht nur die Landtagswahl, sondern auch die Hochwassersituation an diversen Flüssen. So bereiten sich etwa entlang der Oder die Menschen wegen auf Überschwemmungen vor. Laut Pegelportal des brandenburgischen Landesamtes für Umwelt soll für Frankfurt (Oder) am Dienstag die Alarmstufe 3 erreicht werden, am Mittwochabend dann die höchste Stufe 4. Die aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Hochwasser-Liveticker unserer Kollegen.
16.13 Uhr - Wo in Deutschland 16-Jährige wählen dürfen
In Brandenburg sind und waren heute etwa 100.000 Erstwähler zum Urnengang aufgerufen. Wahlberechtigt sind hier bereits Jugendliche ab 16 Jahren. Damit gehört Brandenburg zu Minderheit der Bundesländer, in denen bei Landtagswahlen bereits 16-Jährige wahlberechtigt sind. Laut Bertelsmann-Stiftung ist dies in diesen sieben Bundesländern erlaubt: Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Bei den anstehenden Bundestagswahlen im kommenden Jahr gilt hingegen deutschlandweit ein Mindestwahlalter von 18 Jahren.
15.42 Uhr - Briefwahl zur Landtagswahl in Brandenburg
Bei den vorläufigen Zahlen zur Wahlbeteiligung (siehe unten) sind die Briefwähler noch nicht berücksichtigt. Es werde damit gerechnet, dass mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht per Brief Gebrauch machen, hieß es. 2019 waren es 23,1 Prozent.
15.02 Uhr - Die Wahlbeteiligung in den einzelnen Regionen
Und so sieht die Wahlbeteiligung zu 14 Uhr in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten aus:
- Brandenburg an der Havel - 40,2 Prozent
- Cottbus - 43,7 Prozent
- Frankfurt (Oder) - 42,1 Prozent
- Potsdam - 51,3 Prozent
- Barnim - 48,9 Prozent
- Dahme-Spreewald - 46,0 Prozent
- Elbe-Elster - 47,9 Prozent
- Havelland - 43,9 Prozent
- Märkisch-Oderland - 48,4 Prozent
- Oberhavel - 47,8 Prozent
- Oberspreewald-Lausitz - 44,0 Prozent
- Oder-Spree - 46,6 Prozent
- Ostprignitz-Ruppin - 44,5 Prozent
- Potsdam-Mittelmark - 48,9 Prozent
- Prignitz - 42,9 Prozent
- Spree-Neiße - 47,2 Prozent
- Teltow-Fläming - 42,0 Prozent
- Uckermark - 40,2 Prozent
14.56 Uhr - So hoch ist die Wahlbeteiligung bislang
Brandenburg steuert auf eine hohe Wahlbeteiligung zu. Bis 14:00 Uhr haben von den rund 2,1 Millionen wahlberechtigten Brandenburgern seit Öffnung der Wahllokale um 8:00 Uhr etwa 46,1 Prozent (2019: 31,3 Prozent) von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das teilte die Landeswahlleitung mit. Die abgegebenen Stimmen der Briefwähler sind dabei nicht berücksichtigt.
Die höchste Wahlbeteiligung meldete die kreisfreie Stadt Potsdam, die niedrigste wurde für die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel und für den Landkreis Uckermark festgestellt. Die Wahlbeteiligung in den kreisfreien Städten und Landkreisen in Prozen
14.39 Uhr - Wahlkampfthema Bildung
Auch die Bildung war immer wieder Thema im Wahlkampf in Brandenburg. Der aktuelle Bildungsmonitor hatte dem Bildungssystem des Bundeslandes kein gutes Zeugnis ausgestellt. Brandenburgs Bildungssystem gehört zu den schlechtesten in Deutschland. Warum das so ist und was sich verbessern lässt, verrät dieser Extra-Artikel:
14.07 Uhr - Regierungsbildung mit Schwierigkeiten
In Brandenburg regiert Dietmar Woidke bislang mit CDU und Grünen. Diesmal könnte die Bildung einer Regierung schwierig werden. Offen ist, wie stark die AfD wird, die der Verfassungsschutz als rechtsextremistischen Verdachtsfall einstuft. Mit ihr will keine andere Partei zusammenarbeiten.
Dazu kommt mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) eine neue Partei, die eine wichtige Rolle bei der Bildung einer Regierung spielen könnte, aber als Gesprächspartner bisher unbekannt ist. Auch kommt es darauf an, wie viele Fraktionen im Landtag vertreten sind. Ob es Linke, Grüne und die Freien Wähler ins Parlament schaffen, ist offen.
13.35 Uhr - Wann gibt es eigentlich heute Zahlen zur Landtagswahl?
Die ersten Zahlen zur Landtagswahl gibt es nach dem Schließen der Wahllokale um 18 Uhr. Dann wird eine sogenannte Prognose veröffentlicht. Meinungsforschungsinstitute führen dazu am Wahltag vor einzelnen Wahllokalen anonyme Befragungen der Wählenden durch. Dabei handelt sich um keine amtliche statistische Erhebung, die Befragungen erfolgen durch private Unternehmen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die anonyme Befragung dient dazu, die Prognosen und Hochrechnungen der Meinungsforschungsinstitute zur Landtagswahl, die am Wahltag ab 18 Uhr präsentiert werden, mit entsprechenden Wahldaten zu versorgen. Mit dem vorläufigen Ergebnis rechnet der Landeswahlleiter nicht vor 23:00 Uhr. Das endgültige Ergebnis für die Landtagswahl wird der Landeswahlausschuss am 7. Oktober 2024 in einer öffentlichen Sitzung feststellen.
12.43 Uhr - Wo Olaf Scholz die Wahl in Brandenburg verfolgt
Während sein Parteikollege Dietmar Woidke um seine Ministerpräsidentschaft in Brandenburg kämpft, beschäftigt sich SPD-Kanzler Olaf Scholz in New York mit der Zukunft des Planeten. In den USA beginnt am Sonntag der sogenannte Zukunftsgipfel, der sich mit den globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts befasst. Bei dem Gipfeltreffen soll ein Zukunftspakt vereinbart werden, der in fünf Kapiteln und rund 50 Punkten auflistet, wie die globalen Herausforderungen durch eine verbesserte internationale Zusammenarbeit der UN-Staaten bewältigt werden können. Scholz wird dabei sicher auch immer wieder mal einen Blick auf die Wahlen in Brandenburg werfen.
12.07 Uhr - Landtagswahl in Brandenburg mit bundesweiter Einmaligkeit
In Brandenburg ist die Zahl der Landtagssitze auf maximal 110 begrenzt. Dieser Deckel ist bundesweit einmalig. Regulär besteht der Potsdamer Landtag aus mindestens 88 Abgeordneten. 44 von ihnen werden durch Mehrheitswahl in den Wahlkreisen (Erststimme), die übrigen durch Verhältniswahl nach Landeslisten (Zweitstimme) gewählt.
Überhangmandate können das Parlament aber vergrößern. Sie entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate und damit sichere Sitze gewinnt als ihr von ihren Zweitstimmen proportional zustehen. Damit das Verhältnis zum Zweitstimmenergebnis insgesamt gewahrt bleibt, erhalten andere Parteien deshalb Ausgleichsmandate. Das sind ebenfalls zusätzliche Sitze im Parlament.
Der Deckel von 110 Sitzen könnte dann zum Problem werden, wenn eine Partei so viele Direktmandate holt, dass für die anderen Parteien nicht mehr genügend Ausgleichsmandate übrig bleiben. Bisher ist das nicht vorgekommen. Die Höchstzahl der Abgeordneten im Landtag lag seit 1990 bisher bei 89.
11.12 Uhr - Auch Dietmar Woidke hat schon gewählt
Auch der Brandenburger Ministerpräsident hat schon gewählt. Woidke (SPD) gab seine Stimme am Sonntagvormittag in seinem Heimatort, der Kreisstadt Forst (Lausitz), ab.

Dietmar Woidke, Brandenburgs Ministerpräsident und Vorsitzender der SPD in Brandenburg, gibt seine Stimme zur Landtagswahl in Brandenburg in einem Wahllokal ab.
Patrick Pleul/dpa10.47 - Der längste Wahlzettel Brandenburgs
Zwischendurch mal ein Funfact zur Landtagswahl in Brandenburg. Die längsten Wahlzettel gibt es in den Wahlkreisen 2 (Prignitz II/Ostprignitz-Ruppin II) und 43 (Cottbus I), denn hier müssen laut Landeswahlleitung die meisten Wahlkreisbewerbenden aufs Papier passen. Die Wahlzettel sind in den beiden Wahlkreisen 43 Zentimeter lang. Nachgemessen haben wir allerdings nicht.
10.13 Uhr - Wählen ohne Wahlbenachrichtigung
Wer seine Wahlbenachrichtigung vielleicht verlegt hat, kann trotzdem an der Landtagswahl heute trotzdem teilnehmen. Voraussetzung dafür ist laut Landeswahlleitung eine Eintragung im Wahlberechtigtenverzeichnis. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, fragt in seinem Wahllokal nach, in dem am Wahltag unter Vorlage des Personalausweises oder Passes die Stimmen abgegeben werden können. Eine Wahlbenachrichtigung ist nicht nötig.
9.48 Uhr - Hohe Wahlbeteiligung in Brandenburg erwartet
Brandenburgs Landeswahlleiter Josef Nußbaum rechnet für heute mit einer hohen Wahlbeteiligung. Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen ist die Wahlbeteiligung vor drei Wochen höher ausgefallen als bei vorangegangenen Wahlen. In Sachsen bedeutete die Beteiligung von 74,4 Prozent einen Rekord bei Landtagswahlen, in Thüringen gab es mit 73,6 Prozent den zweithöchsten Wert seit 1990. Wie hoch ist die Beteiligung bei den bisherigen Landtagswahlen in Brandenburg ausgefallen?
- 1990 - 67,1 Prozent
- 1994 - 56,3 Prozent
- 1999 - 54,3 Prozent
- 2004 - 56,4 Prozent
- 2009 - 67,0 Prozent
- 2014 - 47,9 Prozent
- 2019 - 61,3 Prozent
9.30 Uhr - AfD-Spitzenkandidat Berndt hat schon gewählt
Hans-Christoph Berndt, Spitzenkandidat der AfD, hat seine Stimme bereits abgegeben. Berndt beansprucht im Fall eines Wahlsiegs das Amt des Ministerpräsidenten für sich.
Inhaltlich ist Berndt klar auf AfD-Linie, hetzt gegen Migranten, kritisiert den Verfassungsschutz und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ist gegen Windräder und Fotovoltaikanlagen. Nachdem das Verbot gegen das rechtsextremistische Magazin „Compact“ ausgesetzt wurde, solidarisierte er sich demonstrativ mit dessen Chefredakteur Jürgen Elsässer.
In einem Wahlwerbespot sagt Berndt, er habe in die Politik gehen müssen, „weil Politiker dachten, sie können uns vorschreiben, wie wir zu leben haben, wie wir essen, heizen und reden dürfen - und vor allem, mit wem wir uns unser Land zu teilen haben“.

Hans-Christoph Berndt, Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl in Brandenburg, und seine Frau geben ihre Stimmzettel ab.
Frank Hammerschmidt/dpa9.24 Uhr - Die SPD-Hochburg Brandenburg
Traditionell ist Brandenburg ein SPD-Land. Endet diese Ära heute? Erster Ministerpräsident war Manfred Stolpe, der ab der Wiedervereinigung zwölf Jahre lang teilweise allein regierte. Ihm folgte 2002 Matthias Platzeck, der erstmals mit der Linken koalierte. Seit 2013 regiert Dietmar Woidke, zuletzt in einem Dreierbündnis mit CDU und Grünen.
9.01 Uhr - Was bedeutet die Landtagswahl für die Ampel-Regierung in Berlin?
Die Wahl in Brandenburg ist auch die letzte Landtagswahl des Jahres. Ihr wird auch bundespolitische Bedeutung zugemessen. Die AfD setzt nach eigener Darstellung darauf, mit einem Wahlsieg die Ampel-Koalition im Bund zu „zertrümmern“. Die Kanzlerpartei SPD hofft hingegen, ihre Hochburg zu verteidigen und sich so zu stabilisieren.
8.44 Uhr - Zahlen und Fakten zur Brandenburger Landtagswahl
Und noch ein paar Zahlen und Daten zur Wahl:
- Wahlhelfer im Einsatz: 27.500
- Landeslisten: 14 (2019: 11)
- Bewerbende insgesamt: 494, darunter 162 Frauen (2019: 416/137)
- Direktkandidierende: 348, darunter 96 Frauen (2019: 335/102)
- Listenbewerbende: 382, darunter 134 Frauen (2019: 310/110)
- Bewerbende nur auf Landeslisten: 146, darunter 66 Frauen (2019: 81/35)
- Bewerbende nur in Wahlkreisen: 112, darunter 28 Frauen (2019: 106/27)
- Bewerbende auf Landeslisten und in Wahlkreisen: 236, darunter 68 Frauen (2019: 229/75)
- Einzelbewerbende: 7, darunter keine Frau (2019: 7/1)
- Durchschnittsalter aller Bewerbenden: 47,3 Jahre (2019: 46,8 Jahre)
- Durchschnittsalter der Frauen: 46,2 Jahre (2019: 46,5 Jahre)
- Durchschnittsalter der Männer: 47,9 Jahre (2019: 46,9 Jahre)
8.18 Uhr - So sehen die Stimmzettel in Brandenburg aus
Wer vor dem Urnengang schon mal einen Blick auf den Stimmzettel seines Wahlkreises werfen möchte, findet hier beim Landeswahlleiter alle Muster-Stimmzettel.
8.00 Uhr - Der Wahltag beginnt
Punkt 8.00 Uhr hat heute der Wahltag in Brandenburg begonnen. In 3238 Urnenwahlbezirken sind die Wähler zur Stimmabgabe aufgerufen. Hinzukommen noch 687 Briefwahlbezirke.
7.55 Uhr - Schicksalswahl für Dietmar Woidke
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat seine Ankündigung, sich im Fall eines Wahlsiegs der AfD zurückzuziehen, bekräftigt. Er betrachte die Wahl auch als eine Abstimmung über seine Person und seine Arbeit als Ministerpräsident, sagte Woidke am 20. September im ZDF-"Morgenmagazin“. Es gehe bei der Wahl auch darum, dass Brandenburg keinen „großen braunen Stempel“ bekomme, sagte Woidke angesichts der Umfragen, welche die AfD seit Wochen auf dem ersten Platz sehen. Er sorge sich auch um die Außenwirkung, sollte die Partei die Wahl gewinnen.
7.50 Uhr - Die aktuellsten Umfragen zur Landtagswahl
Die aktuellsten Umfragen zur heutigen Landtagswahl sagen ein enges Rennen zwischen der Regierungspartei SPD um Ministerpräsident Dietmar Woidke und der AfD voraus. Etliche Parteien müssen um den Einzug ins neue Potsdamer Landesparlament bangen. In diesem Extra-Artikel gibt es die letzten Umfragen zur Wahl.
7.40 Uhr - Jeder Brandenburger kann heute zwei Kreuze machen
Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird einer der 348 Direktkandidaten im Wahlkreis gewählt, mit der Zweitstimme wird die Landeslisten bestimmt - das sind zwölf Parteien, eine politische Vereinigung und eine Listenvereinigung. Manche Parteien haben nur Direktkandidaten, manche nur Landeslisten.
7.30 Uhr - Mehr als 2 Millionen Brandenburger zur Wahl aufgerufen
Heute sind rund 2,1 Millionen Brandenburger zur Wahl aufgerufen. Rund 100.000 Erstwähler geben zum ersten Mal ihre Stimmen ab. Etwa 500 Bewerberinnen und Bewerber treten nach Angaben der Landeswahlleitung an. Es gibt 348 Direktkandidaten.


