Dietmar Woidke
: Der Ministerpräsident von Brandenburg im Porträt

Dietmar Woidke ist seit 2013 Ministerpräsident von Brandenburg. Jetzt wurde er für eine weitere Amtszeit gewählt. Alle Infos gibt es hier im Porträt.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Brandenburgs Ministerpräsident Woidke

Brandenburgs SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke im Porträt.

Soeren Stache/dpa
  • Dietmar Woidke ist seit 2013 Ministerpräsident von Brandenburg.
  • Seine Amtszeit könnte nach der Landtagswahl am 22. September enden.
  • Woidke verbindet den Wahlausgang mit seinem persönlichen Schicksal.
  • Er betont die Wichtigkeit von Weltoffenheit und Demokratie für Brandenburgs Wachstum.
  • Rückzug bei Wahlsieg der AfD angekündigt, um „großen braunen Stempel“ zu vermeiden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dietmar Woidke ist ein deutscher Politiker der SPD. Er ist seit August 2013 der dritte Ministerpräsident des Landes Brandenburg seit 1990. Den Ausgang der Brandenburger Landtagswahl am 22. September 2024 hatte er mit seinem persönlichen Schicksal verknüpft und gewonnen. In diesem Porträt gibt es alle Infos über Dietmar Woidke:

Dietmar Woidke im Porträt: Herkunft, Größe und Familie

  • Name:Hubert Dietmar Woidke
  • Geburtstag: 22.10.1961
  • Größe: 196 cm
  • Geburtsort: Forst (Lausitz)
  • Ehefrau: Susanne Woidke
  • Kinder: eine Tochter
  • Ausbildung: Humboldt–Universität zu Berlin (1993), Humboldt–Universität zu Berlin (1982—1987)
  • Partei: SPD

Dietmar Woidke privat: Studium und Familie

Woidke wuchs auf einem alten Bauernhof in der Niederlausitz mit einem Bruder auf. Sein Vater war Schlosser und seine Mutter Hauptbuchhalterin einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Woidke machte 1980 sein Abitur, danach leistete er seinen achtzehnmonatigem Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee in Cottbus ab. Woidke studierte ab 1982 Landwirtschaft und Tierproduktion/Ernährungsphysiologie an der Humboldt–Universität zu Berlin, das er 1987 als. Diplomagraringenieur abschloss.

Von 1987 bis 1990 war Woidke wissenschaftlicher Assistent am Institut für Ernährungsphysiologie in Ost–Berlin, bevor er 1990 bis 1992 die wissenschaftliche Abteilung des Mineralfutter–Herstellers SANO–Mineralfutter GmbH leitete. Danach war er von 1992 bis 1993 Amtsleiter für Umwelt und Landwirtschaft des Landkreises Forst. 1993 wurde er an der Humboldt–Universität zu Berlin nach erfolgreicher Verteidigung seiner Dissertation promoviert. 2006 legte Woidke außerdem die Jägerprüfung zum deutschen Jagdschein ab.

Woidke ist Mitglied der Evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg–schlesische Oberlausitz und ist in zweiter Ehe mit Susanne Woidke verheiratet. Die Eheleute haben jeweils eine Tochter aus erster Ehe. Sie wohnen in Forst (Lausitz).

Seine politische Karriere: Vom Abgeordneten zum Ministerpräsident

1993 trat Woidke in die SPD ein, für die er in der Landtagswahl in Brandenburg 1994 ein Direktmandat gewann. Sein Wahlkreis war Spree–Neiße II, den er auch 1999 direkt für sich gewinnen konnte. Im Landtag war er von 1994 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und von 1999 bis 2004 Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung. Im Oktober 2010 wurde er zum Innenminister berufen. Eines seiner größten Reformvorhaben, war für Woidke als Innenminister die Polizeireform in Brandenburg.

Am 26. August 2013 wurde Woidke als Nachfolger von Matthias Platzeck zum Vorsitzenden des SPD–Landesverbandes Brandenburg und am 28. August 2013 zum dritten Ministerpräsidenten von Brandenburg gewählt.

Dietmar Woidke und seine Wiederwahl

Dietmar Woidke ist am 11. Dezember 2024 bei der Wiederwahl zum Brandenburger Ministerpräsidenten im ersten Wahlgang gescheitert. Der 63-Jährige erreichte im Potsdamer Landtag am Mittwoch nur 43 Stimmen, womit für die nötige absolute Mehrheit zwei Stimmen fehlten. 40 der 87 anwesenden Abgeordneten stimmten gegen Woidke, zwei enthielten sich. Ein AfD-Abgeordneter fehlte bei der Sitzung, zwei Stimmen waren ungültig. Im zweiten Wahlgang ist  Woidke gewählt worden. Von insgesamt 87 abgegebenen Stimmen entfielen auf ihn 50 Stimmen, 45 waren notwendig. Es gab dieses Mal eine Enthaltung und 36 Nein-Stimmen. Künftig führt Woidke das erste Bündnis zwischen Sozialdemokraten und dem BSW.