Genannt wird sie seit ihrem Tod „The People’s Princess“ - die Prinzessin des Volkes. Prinzessin Diana war während ihres kurzen Lebens eines der beliebtesten Gesichter in der Royal Family. Und seit ihrem tragischen Tod 1997 ist sie fast noch beliebter geworden.
Das Leben von Lady Di war aber voller Kontroversen. Sie brach mit den Regeln der britischen Königsfamilie und stellte alles auf den Kopf. Wer war also Lady Diana Spencer, die bis heute die Öffentlichkeit fasziniert? Hier die wichtigsten Aspekte zum Leben und Tod der Prinzessin im Überblick.

Hochzeit, Tod, Kinder und Ehemann – Lady Di im Steckbrief

Die wichtigsten Fakten zu Lady Diana auf einen Blick:
  • Name: Diana Frances Spencer
  • Adelstitel: Diana, Prinzessin von Wales
  • Geburtstag: 1. Juli 1961
  • Todestag: 31. August 1997
  • Alter: 36
  • Geburtsort: Sandringham, England
  • Ehe: Prinz Charles (geschieden 1996)
  • Kinder: Prinz William und Prinz Harry
  • Enkelkinder: Prinz George, Prinzessin Charlotte, Prinz Louis, Prinz Archie und Prinzessin Lilibet
  • Eltern: Edward John Spencer und Frances Roche
  • Geschwister: Lady Sarah McCorquodale, Jane Cynthia Spencer, John Spencer (gestorben nach der Geburt), Charles Spencer

Lady Diana und Prinz Charles: Die Hochzeit und Ehe

Diana Spencer ist in einer Adelsfamilie groß geworden. Ihr Vater, der Earl of Sunderland, und ihre Mutter hatten sich bei der Geburt von Diana eigentlich sehnlichst einen Sohn und Erben gewünscht. Als Diana, die dritte Tochter des Ehepaars, zur Welt kam, hatten sie noch nicht mal einen Namen für ein Mädchen vorbereitet – weshalb Diana eine Woche namenlos blieb.
Diana wuchs auf im Kreis des Adels und der britischen Königsfamilie. Allerdings ließen sich ihre Eltern während ihrer Kindheit scheiden. Ihr Mutter lebte dann außerhalb der adeligen Welt, weshalb Diana beide Lebenswelten kennenlernte. Sie kannte die Royals, konnte aber im Vergleich zu ihnen die Freiheiten der normalen Bevölkerung genießen. Als junge Frau zog sie nach London und arbeitete als Erzieherin in einem Kindergarten.
Das Archivbild zeigt das Geschwisterpaar Diana und Charles Spencer im Jahr 1968.
Das Archivbild zeigt das Geschwisterpaar Diana und Charles Spencer im Jahr 1968.
© Foto: dpa
Prinz Charles lernte Diana 1977 kennen. Damals war die Royal Family auf der Suche nach einer geeigneten Frau für den britischen ThronfolgerKönigin Elizabeth II war die 12 Jahre jüngere Diana positiv aufgefallen. Sowohl die Familie Spencer als auch die Königsfamilie versuchten immer mehr, Diana in das Blickfeld des Prinzen zu rücken. Der war wohl aber zu diesem Zeitpunkt in Camilla Shand verliebt, die später Andrew Parker Bowles heiraten würde. Aus ungeklärten Gründen fand die Queen, dass Camilla als Frau für Charles ungeeignet wäre – weshalb er sich letztlich für Diana entschied.
Am 6. Februar 1981 verlobten sich Diana und Charles. Die Hochzeit fand am 29. Juli 1981 statt. Zuvor hatten sowohl Diana als auch Charles ernste Bedenken geäußert und sollen versucht haben, die Verlobung aufzukündigen. Wegen des Drucks sowohl innerhalb ihrer Familien als auch in der britischen Öffentlichkeit blieben sie aber dabei. Später erzählte Lady Diana, dass in dieser Zeit ihre Essstörung (Bulimie) begann, mit der sie den Rest ihres Lebens zu kämpfen haben würde.
Diana und Charles heirateten im Juli 1981.
Diana und Charles heirateten im Juli 1981.
© Foto: dpa

Prinzessin Diana: Geburt von William und Harry

Nach der Hochzeit mit Charles folgte wohl eine Phase, in der die Ehe der beiden gut war. Diese sollte aber nur kurzweilig sein. Diana war geplagt von ihrer Essstörung, die sich dadurch verschlechterte, da sie ununterbrochen von den Medien verfolgt wurde. Am 21. Juni 1982 kam ihr erster Sohn Prinz William zur Welt. Nach der Geburt litt sie an einer postnatalen Depression. Für ihre psychischen Erkrankungen erhielt Diana ihren Angaben zufolge wenig Hilfe oder Unterstützung von ihrem Ehemann oder der königlichen Familie. Gleichzeitig wurde sie in der Öffentlichkeit immer mehr bejubelt und gefeiert – was Charles wohl missfiel. Mehrere Biografen haben geschrieben, dass Charles wahrscheinlich neidisch auf die Beliebtheit seiner Frau war und dieses Minderwertigkeitsgefühl an ihr ausgelassen hat.
Diana, Charles und Baby William im Jahr 1983.
Diana, Charles und Baby William im Jahr 1983.
© Foto: dpa
Am 15. September 1984 kam Prinz Harry zur Welt. Danach ging die Ehe von Diana und Charles wohl steil bergab, was unter anderem daran lag, dass Camilla Parker Bowles und Prinz Charles ihre Beziehung wieder aufnahmen. Wahrscheinlich wusste Diana auch davon, fühlte sich aber machtlos, etwas dagegen zu tun.
Diana und Charles verlassen das Krankenhaus nach der Geburt von Prinz Harry.
Diana und Charles verlassen das Krankenhaus nach der Geburt von Prinz Harry.
© Foto: dpa
Allen Berichten zufolge war Lady Diana ihren Söhnen eine wundervolle Mutter. Wo sich Charles und Diana einig waren, war, dass sie die Fehler ihrer Eltern in der Erziehung nicht wiederholen wollten. So waren beide im Leben ihrer Söhne involviert und haben sie auf verschiedene Reisen mitgenommen. Zudem sollten die Kinder nicht auf ein Internat geschickt werden, wie sowohl Diana als auch Charles es erlebten.

Diana und Charles: Enthüllungsbuch, Trennung, Scheidung

Die Depressionen und Essstörung von Diana wurden in den 80er Jahren immer schlimmer. In der Presse wurde über ihren Gesundheitszustand spekuliert genauso wie über den Zustand ihrer Ehe mit Charles. Das Verhältnis der beiden war immer kühler, was in der Öffentlichkeit nicht unbemerkt blieb. Im Sommer 1991 hat Lady Diana entschieden, mit dem Journalisten Andrew Morten an einem Buch über ihr Leben und ihre zerrüttete Ehe zu kollaborieren. Da dies aber mit einem der größten Tabus der königlichen Familie brechen würde, musste die Kollaboration geheim bleiben. Im Juni 1992 erschien ein Teil des späteren Buches „Diana - Ihre wahre Geschichte“ in der Zeitung. Obwohl sie öffentlich verneinte, mit dem Buch zu tun zu haben, war es sowohl Prinz Charles als auch der Öffentlichkeit offensichtlich, dass sie die Urheberin des Buches war. In dem Zeitungsausschnitt erzählte sie von ihrer Bulimie, von Suizidversuchen und gab der königlichen Familie Mitschuld an ihrem psychischen Zustand. Das Enthüllungsbuch führte wohl dazu, dass sich Charles und Diana endgültig auch offiziell trennten (schon davor hatten sie aber getrennt gelebt).
In dieser Zeit wurde auch öffentlich bekannt, dass Camilla und Charles seit Jahren eine außereheliche Beziehung führten. In der Presse wurde die königliche Familie verhöhnt, es wurde sogar an der Zukunft der Monarchie gezweifelt. Im November 1992 hielt Königin Elizabeth II ihre berühmte Rede, in der sie das Jahr für die Monarchie als „annus horibilis“ bezeichnete.
Bis zu diesem Punkt befürwortete die Queen zwar die Trennung des Paares, nicht aber deren Scheidung. Das änderte sich aber am 20. November 1995, als ein Interview mit Diana ausgestrahlt wurde, in dem sie unter anderem anzweifelte, dass Charles ein guter König sein würde. Danach soll die Queen ihren Sohn zur Scheidung aufgefordert haben. Im Sommer 1996 unterschrieben sie die Scheidungsvereinbarung.
Ein Standbild von dem Interview, dass Diana im Herbst 1995 gegeben hat.
Ein Standbild von dem Interview, dass Diana im Herbst 1995 gegeben hat.
© Foto: dpa

Unfall und Tod von Lady Diana in Paris

Nachdem sie die königliche Familie verlassen hatte, widmete sich Lady Diana den Themen, die ihr wichtig waren. So setzte sie sich für Aids-Erkrankte ein und versuchte das Stigma um die Erkrankung zu bekämpfen. Außerdem setzte sie sich für das Verbot von Landminen ein. Ihr Engagement in diesem Feld ließ die Aufmerksamkeit für das Thema steigen, was letztlich zu dem Verbot führte - allerdings erst nach ihrem Tod.
Die Beziehung von Diana und den Medien war in dieser Zeit besonders zerrüttet. Immer wieder beklagte sie sich über die Paparazzi, die sie unentwegt verfolgten. Einem Fotografen sagte sie wutentbrannt einmal: „You make my life hell“ (Ihr macht mein Leben zur Hölle). Die ständige Verfolgung der Presse wird heute als eines der Ursachen für ihren Unfalltod genannt. Damals war Diana mit ihrem neuen Freund Dodi Al-Fayed in Paris. Das Paar war während des Aufenthalts die ganze Zeit von den Paparazzi belagert worden. Am Abend des 30. August 1997 war das Paar in einem Pariser Hotel essen – sahen aber keinen Ausweg, wie sie wieder zurück zur Wohnung von Dodi kommen könnten. Also riefen sie ihren Chauffeur, Henri Paul an, der eigentlich frei hatte. Er sagte zu, dass er das Paar mit dem Auto holen könnte und sie vor einem Hintereingang des Hotels treffen würde. Wie sich später herausstellen würde, war Henri Paul bei der Fahrt betrunken. Nachdem Diana und Dodi das Hotel verließen, schnallten die Fotografen aber sofort, was passierte und sie nahmen die Verfolgung auf. Es gab eine regelrechte Verfolgungsjagd durch die Pariser Innenstadt. Um 00:25 am 31. August prallte das Auto in hoher Geschwindigkeit gegen einen Tunnelpfeiler in einer Unterführung bei der Alma-Brücke in Paris. Keiner der Insassen war angeschnallt. Henri Paul, Dodi und Diana starben alle bei dem Unfall. Lediglich einer der Leibwächter überlebte.
Blick auf das Auto nach dem Unfall, bei dem Lady Diana gestorben ist.
Blick auf das Auto nach dem Unfall, bei dem Lady Diana gestorben ist.
© Foto: dpa

Trauerfeier und Beerdigung von Diana

Der Tod von Lady Diana löste Schock und Anteilnahme in der Öffentlichkeit aus. Innerhalb weniger Tage hatten tausende Trauernde vor dem Buckingham Palast in London Blumen, Kränze und Karten hinterlassen. Ein regelrechtes Meer an Blumen flutete die Straßen. Und wieder stand die königliche Familie in der Kritik: Da Diana nicht mehr zu den Royals gehörte, sah die Queen es nicht als ihre Pflicht, wegen des Todes von Diana öffentlich aufzutreten. Durch den immer stärker werdenden öffentlichen Druck und die Anschuldigungen, dass die königliche Familie kaltblütig und herzlos sei, hat sich die Meinung der Queen geändert. Sie kam nach London, um die Trauernden zu besuchen und das Blumenmeer zu würdigen.
Ein Meer aus Blumen in Gedenken an Lady Diana nach deren Tod 1997.
Ein Meer aus Blumen in Gedenken an Lady Diana nach deren Tod 1997.
© Foto: dpa
Am 6. September 1997 fand die Trauerfeier statt. Die Bestattung wurde von 2.000 Menschen beigewohnt, im Fernsehen verfolgten sie 32 Millionen Menschen in Großbritannien, weltweit waren es zwei Milliarden Zuschauer. Damit ist es bis heute eines der meistverfolgten Ereignisse im Fernsehen. Das Grab von Diana auf einer Insel im Althrop Park. Die Insel wird „Insel der Tränen“ genannt. Es befindet sich dort auch eine Gedenkstätte für Lady Diana.
Luftaufnahme der Gedenkstätte von Lady Diana, wo auch ihr Grab ist.
Luftaufnahme der Gedenkstätte von Lady Diana, wo auch ihr Grab ist.
© Foto: dpa

Queen Elizabeth, Prinz Charles, William und Harry - Mehr zur königlichen Familie aus England

Lust auf noch mehr Adel? Weitere Infos über die königliche Familie aus England gibt es in folgenden Porträts: