• Ganz Spanien, mitsamt Kanaren und Balearen, ist RKI-Risikogebiet
  • Besonders hoch sind Coronazahlen und Inzidenz in Katalonien – vor allem bei Jugendlichen
  • Stände und Bars in Barcelona könnten bald geschlossen werden
  • Ganz Spanien inklusive Katalonien könnte vom RKI nun als Hochinzidenzgebiet eingestuft werden. Das bedeutet auch eine Quarantäne-Pflicht bei der Rückreise nach Deutschland
  • Welche Corona-Regeln jetzt für Urlaub und Reisen gelten, erfahrt ihr hier
In Spanien ist die Corona-Lage momentan extrem angespannt. Das ganze Land hat eine Inzidenz von über 400. Katalonien ist besonders stark betroffen – die Delta-Variante breitet sich extrem schnell aus und führt zu steigenden Infektionszahlen. Dort liegt der Inzidenzwert schon bei über 500. Es gibt in vielen Regionen und Städten bereits Ausgangssperren. Barcelona in Katalonien hat bereits die Strände und Bars abgeriegelt – denn die Inzidenz unter den Jugendlichen zwischen 20 bis 29-Jährigen könnte bei etwa 3000 liegen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Corona-Zahlen und Inzidenz in Katalonien steigen: Fünfte Corona-Welle in Spanien droht

In Katalonien liegt die Inzidenz bereits über der Marke von 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Ganz Spanien hat mit steigenden Inzidenzwerten zu kämpfen. Die Delta-Variante breitet sich besonders schnell unter jungen Menschen aus: Spanischen Medien zufolge liege die Inzidenz unter Jugendlichen bis zu einem Alter von 19 Jahren bei 2400 und die der 20- bis 29-Jährigen bei rund 3000. Auch die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern und den Intensivstationen nimmt langsam wieder zu. Die aktuelle Corona-Lage in Spanien laut der Johns-Hopkins-Universität (Stand 26.07.2021):
  • 7-Tage-Inzidenz: 385,4
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 4.280.429
  • Todesfälle insgesamt: 81.221
  • Impfquote (Erstimpfung): 65,23 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 54,32 Prozent

Hochinzidenzgebiet Spanien – dem Land droht die Hochstufung

Seit Wochen klettert der Wert der Inzidenz auf dem spanischen Festland. Medienberichten vom Donnerstag, 22. Juli 2021, zufolge könnte Spanien genau wie die Niederlande von der Bundesregierung hochgestuft werden. Damit wäre Spanien nicht länger einfaches Risikogebiet, sondern Hochinzidenzgebiet. Ob dies tatsächlich der Fall sein wird, zeigt die Bekanntmachung der aktuellen Risikogebiete-Liste des RKI am Freitagnachmittag.

Inzidenz in Barcelona und Katalonien sinkt

Im Corona-Hotspot Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona gingen die Zahlen hingegen erstmals wieder leicht zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 612 am Montag auf 579 am Dienstag. Der rasante Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien während der vergangenen Wochen hat sich etwas abgeflacht. Die Zahl der Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Donnerstagabend auf 333. Das war nur ein Zähler mehr als am Vortag.

Katalonien und Spanien Risikogebiete oder Hochinzidenzgebiete? – Die neue RKI-Liste

Momentan ist Spanien vom Robert-Koch Institut noch als Risikogebiet ausgewiesen. Auch laut der aktuellen Liste der RKI-Risikogebiete vom 16.07. bleibt Katalonien noch einfaches Risikogebiet – hinzu kommen aber andere beliebte Urlaubsländer. Hier die aktuelle Liste der Risikogebiete laut RKI. Das ganze Land hat mit über 300 allerdings den Grenzwert einer 7-Tage-Inzidenz von 200 Fällen überschritten. Das Robert-Koch-Institut weist einige Regionen mit diesen Werten als Hochinzidenzgebiete aus. Hier die aktuelle Liste der neuen Hochinzidenzgebiete:

Quarantänepflicht für Hochinzidenzgebiete: Corona-Regeln für die Rückreise aus Katalonien

Noch zählt Spanien mit der Region Katalonien als einfaches Risikogebiet. Das könnte sich allerdings ändern, wenn das RKI – voraussichtlich am Freitag (16.07.2021) – die neue Liste zu Risikogebiten und Hochinzidenzgebieten veröffentlicht. Wird Spanien oder Katalonien dann als Hochinzidenzgebiet eingestuft, gilt nach einem Urlaub bei der Rückkehr nach Deutschland und in andere europäische Länder. Wer nicht geimpft oder von einer Infektion genesen ist, muss dann nach der Rückreise nach Deutschland in Quarantäne – für mindestens fünf Tage.

Ausgangssperren in Katalonien: Spanien verschärft die Corona-Regeln

Der Corona-Hotspot Katalonien schränkt das Nachtleben wegen der steigenden Corona-Zahlen und Inzidenzwerte immer weiter ein. Valencia reagiert mit einer Ausgangssperre in bekannten Badeorten. Barcelona schließt die Bars und Strände. Die Bewohner aus manchen Regionen Spaniens dürfen zwischen 01.00 und 06.00 Uhr das Haus nur mit triftigem Grund verlassen. Betroffen sind unter anderem die Stadt Valencia sowie bekannte Badeorte wie Benicassim oder Gandia. Eine nächtliche Ausgehsperre soll es für Barcelona und 157 weitere Gemeinden der Region anordnen. Die Maßnahme, die jeweils von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr gelten soll, muss vom Obersten Landesgericht abgesegnet werden. Die Maßnahme betreffe nicht die gesamte Region im Nordosten Spaniens mit der Costa Brava, sondern nur Städte ab 5000 Einwohner mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 400 oder die von solchen umgeben seien, sagte Regionalregierungschef Pere Aragonès am Mittwochabend. „Die Lage ist sehr heikel“, warnte er.

Ausgehsperre in Barcelona: Bars und Restaurants schließen nachts

Die Regierung in Barcelona hat beschlossen, Bars und Restaurants sowie Kultur- und Sportlokale und auch alle anderen Betriebe spätestens um 0.30 Uhr zu schließen. Eine nächtliche Ausgehsperre für die Touristenmetropole Barcelona und andere Städte der Region soll es von 0.30 Uhr bis 6.00 Uhr geben. Das muss nur noch vom Obersten Landesgericht abgesegnet werden. Die Menschen dürfen dann nur noch mit triftigem Grund aus dem Haus. Die Einschränkung zielt auf junge Leute, die davon abgehalten werden sollen, an Stränden, in Parks und auf öffentlichen Plätzen feuchtfröhliche Partys, sogenannte Botellones, zu feiern. Gerade die Infektionen junger Leute unter 30 haben die Ansteckungszahlen im Urlaubsland Spanien und vor allem in Katalonien in die Höhe schießen lassen.

Corona-Regeln werden auch auf Mallorca, den Balearen und Kanaren verschärft

Nachdem die Kanarischen Inseln zuletzt von der Liste der Risikogebiete gestrichen worden waren, reagiert die Bundesregierung auf die wieder steigenden Corona-Zahlen – und stuft ganz Spanien samt den Kanaren wieder als Risikogebiet ein.
Auch auf den Balearen, und damit auch auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca, steigen die Inzidenzwerte stark an. Mallorca und die gesamten Balearen sind vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft – und könnten bald zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden. Alle Infos zum Urlaub auf den Balearen samt Mallorca gibt es hier.

Einreise in Katalonien: Das sind die Corona-Regeln für den Urlaub

Die Einreise nach Katalonien ist erlaubt für Reisende aus Ländern der Europäischen Union und aus dem Schengen-Raum sowie für Reisende aus Andorra, dem Vatikanstadt, Monaco, San Marino. Auch aus diesen Ländern ist die Einreise erlaubt: Albanien, Australien, Israel, Japan, Libanon, Neuseeland, Nordmazedonien, Ruanda, Serbien, Singapur, Südkorea, Thailand, USA, China, Hong Kong, Macau und Taiwan. Alle Reisenden mit dem Flugzeug oder Schiff, müssen vor der Einreise nach Katalonien ein Gesundheitsformular ausfüllen. Verpflichtend ist zudem der Nachweis über einen negativen PCR-Test oder Antigen-Schnelltest. Es gilt auch ein Nachweis über eine Corona-Impfung.

Reisen nach Spanien: Das gilt bei Urlaub auf Mallorca, Spanien und den Kanaren

Spanien ist groß und die verschiedenen Regionen sind beliebt bei Touristen. Das gilt bei Reisen nach: