Landtagswahl Hessen 2023: Mögliche Koalitionen - Wer regiert künftig in Hessen?

Welche Koalition regiert nach der Landtagswahl am 8. Oktober in Hessen? Nach den Ergebnissen der Wahl am Sonntag ist klar: Es gibt mehrere Optionen.
Arne Dedert/dpaWer regiert künftig in Hessen? Die Ergebnisse vor der Landtagswahl am 8. Oktober zeigen, es wird mehrere Möglichkeiten geben. An einer Partei führt aber kein Weg vorbei.
Landtagswahl in Hessen: Wer regiert mit wem?
Die CDU hat die Landtagswahl in Hessen am 8. Oktober deutlich gewonnen.
Da alle Parteien im Landtag ein Bündnis mit der AfD ausschließen und eine Ampel-Koalition in Hessen laut FDP-Parteichef Christian Lindner „keine Option“ ist, kann sich die CDU nun ihren Partner aussuchen. Entweder bleibt es nach zehn Jahren der Zusammenarbeit weiterhin eine schwarz-grüne Koalition in Hessen oder es gibt einen Wechsel auf schwarz-rot.
Das sagt die CDU in Hessen zur künftigen Koalition
Ministerpräsident Boris Rhein sagte am Sonntag in Frankfurt zur Frage nach einem möglichen Koalitionspartner, auch da werde es einen Fingerzeig des Wählers geben, und „dann schauen wir mal, wie sich die Dinge gestalten. Ich glaube, Demokraten müssen untereinander anschlussfähig sein.“ Es sei sein Auftrag gewesen, die Union zur stärksten Kraft zu machen. „Dann werden wir als stärkste Kraft Gespräche anbieten unserem Koalitionspartner, aber natürlich auch der SPD und der FDP.“ Derzeit regiert eine schwarz-grüne Koalition in Hessen.
Das sagen die Grünen zum Koalitionspartner in Hessen
Der Grünen-Spitzenkandidat und hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir erklärte: „Ich bin der felsenfesten Auffassung, dass alle Demokratinnen und Demokraten miteinander gesprächs- und im Zweifel auch koalitionsfähig sein müssen. Dann werden wir sehen, was das Wahlergebnis bringt, und danach werden wir sprechen“, so Al-Wazir nach seiner Stimmabgabe in Offenbach.
Mit wem die SPD in Hessen zusammenarbeiten will
SPD-Spitzenkandidatin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser antwortete auf die Frage, ob sie sich ein Bündnis mit der CDU vorstellen könne: „Also ich finde, dass man als demokratische Parteien immer alle miteinander arbeiten können muss“. Es gebe einen Ausschluss, den sie von Anfang an im Wahlkampf gemacht habe: „Es wird keine irgendwie geartete Zusammenarbeit oder auch nur Tolerierung mit der AfD geben können,“ sagte Faeser nach ihrer Stimmabgabe in Schwalbach am Taunus. Mit allen anderen demokratischen Parteien müsse man aber in einer Demokratie arbeiten können, „jetzt kämpfe ich aber erstmal für eine starke SPD“, so Faeser.
(mit Material von dpa)
