Die Staats- und Regierungschefs der führenden sieben Industrienationen – kurz die G7 – kommen nach Deutschland. Vom 26. bis zum 28. Juni werden sie auf Schloss Elmau tagen, es stehen Krieg, Hunger und Inflation auf der Agenda. Wie bei jedem G7-Gipfel wird es auch bei dieser Demonstrationen geben. Geplant sind mehrere Aktionen, die alle von den G7 mehr Handeln verlangen.
  • Welche Demos sind geplant?
  • Wer sind die Veranstalter der Demontrationen?
  • Wo und wann wird demonstriert?
  • Welche Forderungen werden gestellt?

G7 Demos: Diese Proteste sind angemeldet

Der vom 26. bis 28. Juni stattfindende G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen wird von zahlreichen Demonstrationen und Protestaktion begleitet. Darunter sind:
  • Am Freitag (24. Juni) veranstalten entwicklungspolitische Organisationen, unter ihnen auch das Partnerschaftswerk der bayerischen evangelischen Landeskirche, Mission EineWelt, einen Alternativgipfel im EineWeltHaus München. Das Thema lautet „Global gerecht wirtschaften in Krisenzeiten“, geplant sind Vorträge und Workshops zu Schuldenerlass, nachhaltigem Wirtschaften, Menschenrechten und Klimaschutz.
  • Am Samstag (25. Juni) findet auf der Münchner Theresienwiese eine Großdemonstration statt, zu der die Veranstalter Tausende Teilnehmer erwarten. Das Motto der Demo lautet „Klimakrise, Artensterben, Ungleichheit: Gerecht geht anders!“. Die Demo beginnt um 12 Uhr auf der Theresienwiese.
  • In Garmisch-Partenkirchen selbst wollen zahlreiche Aktivisten von „Stop G7 Elmau“ gegen den G7-Gipfel im nahegelegenen Schloss Elmau protestieren. Dazu gibt es vom 24. bis 28. Juni ein Protestcamp, am 26. Juni eine Großdemo und am 27. Juni einen Sternmarsch Richtung Schloss Elmau. Um den Tagungsort gibt es allerdings eine streng bewachte Sicherheitszone.

Stop G7 Elmau, Kirche, Nabu: Das sind die Veranstalter der Demos

Bei den Demonstrationen und Protestaktionen gibt es mehrere unterschiedliche Veranstalter. Verantwortlich für die Großdemo in München ist ein Bündnis aus mehr als 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen, unter ihnen das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“, Oxfam Deutschland oder Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, WWF, Bund Naturschutz in Bayern und der Nabu. Die Veranstalter fordern von den G7-Staaten, eine ökosozial gerechte Welt wirklich voranzutreiben.
Die großen Protestaktionen werden außerdem von dem Bündnis „Stop G7 Elmau“ organisiert. Auf der Aktionsplattform des Bündnisses ist zu lesen, warum sie die G7 kritisieren und wie sie sich eine gerechtere Welt vorstellen. Mit dabei sind Forderungen für eine gerechtere Wirtschaft insbesondere für Menschen im globalen Süden sowie ein feministischer Ansatz bei politischen Themen. Unterstützt wird das Bündnis von zahlreichen links-grün gerichteten Organisationen, darunter die Linkspartei, Extinction Rebellion, Fridays for Future und die ÖPD.
Mit Material von epd.