Die fünfte Jahreszeit steht bevor: Vom 16. bis zum 22. Februar finden im ganzen Land wieder große und kleine Umzüge statt. Auch in Würzburg soll wieder in gewohntem Maße ordentlich gefeiert werden: Die Narren laden herzlich ein. Wann, wo und was in Würzburg 2023 geplant ist, erfahrt ihr hier.

Fasching in Würzburg: Großer Umzug am 19.02.2023

Von Region zu Region ist es sehr unterschiedlich, wann und wie Fasching, Fastnacht oder Karneval gefeiert wird. Im Südwesten ist der Schmotzige Dunschtig am 16. Februar der Höhepunkt der Feierlichkeiten, im Rheinland hingegen freuen sich alle eher auf den großen Rosenmontagszug am 20. Februar. In Würzburg ist es nochmal anders: Am Faschingssonntag, dem 19.02.2023 laden die Franken zum Umzug ein. Wie immer beginnt der Umzug um 11.55 Uhr, Startpunkt ist die Semmelstraße im Hauger Viertel der Altstadt. Wichtige Punkte im Umzug sind dann:
  • 12.20 Uhr Barbarossaplatz
  • 13 Uhr Oberer Markt
  • 13.20 Uhr Vierröhrenbrunnen
  • 14 Uhr Abschluss am Sanderring
Da immer sehr viele Zuschauer und Zuschauerinnen nach Würzburg kommen – bis 90.000 Menschen – gibt es nicht überall die besten Bedingungen, um alles zu sehen. Die Stadt empfiehlt denjenigen, die gerne mitten im Geschehen sein wollen, sich in der Semmelstraße, der oberen Juliuspromenade, dem Oberen Markt oder dem alten Rathaus zu platzieren. In der Sanderstraße treffen sich die meisten jungen Leute, die Feiern wollen. Für Kinder ist die Theaterstraße empfehlenswert, da es dort in der Regel die meisten Süßigkeiten gibt. Der Abschnitt zwischen Juliusspital und Oberer Markt ist am besten für Familien, die den Betrunkenen aus dem Weg gehen wollen.

Afterparty an Fasching in Würzburg 2023

Wer nach dem Umzug noch feiern möchte, ist in Würzburg gut aufgehoben. An verschiedenen Ecken in der ganzen Stadt gibt es die Möglichkeit, noch alles rauszulassen. Die Sanderstraße ist dabei die Partymeile. Kneipen und Clubs öffnen am Faschingssonntag früher als sonst. Im Stadtcafé Jenseits, Sternbäck oder Irish Pixie tummeln sich normalerweise sehr viele Menschen. In der Posthalle ist aber die größte Afterparty. Die Party geht um 13.13 Uhr los, man kann also direkt nach dem Umzug hinfahren. Der Einlass kostet 8 Euro pro Person.

Fasnet, Fasching, Fastnacht: Woher kommen die ganzen Namen?

Die fünfte Jahreszeit hat viele Namen: In Bayern, Österreich und Sachsen ist der Begriff "Fasching" gebräuchlich. Er leitet sich vom "Fastenschank" ab, also dem letzten Ausschank alkoholischer Getränke vor der Fastenzeit. In Teilen Bayerns, Südwestdeutschlands und der Schweiz wird dagegen "Fastnacht/Fasnacht" gefeiert. "Karneval" bezieht sich auf das Rheinland. Das Wort stammt wahrscheinlich vom Mittellateinischen "carne levare", was "Fleisch wegnehmen" bedeutet.
Auch die einzelnen Tage werden unterschiedlich benannt. Die Fastnachtswoche beginnt im schwäbisch-alemannischen Raum mit dem Schmotzigen Dunschtig, im Rheinland dagegen mit der Weiberfastnacht und im Harzer Land mit dem Fetten Donnerstag. Es folgen der Nelkensamstag, der Orchideen- oder Tulpensonntag, der Rosenmontag und schließlich der Veilchendienstag, der auch Fastnachtsdienstag genannt wird.