Die Faschingszeit hat begonnen: Seit dem 11.11. feiern Jecken und Narren die fünfte Jahreszeit. Zwar kommen zuerst noch Weihnachten und Silvester – danach beginnt aber schon die Vorfreude auf den Karneval. In diesem Artikel beantworten wir euch die wichtigsten Fragen zum Fasching 2023:
  • Wann findet Fasching im nächsten Jahr statt?
  • Wann sind die Faschingsferien?
  • Was feiern wir überhaupt an Fasching?
  • Was sind die Bräuche und Traditionen?

Fasching 2023: Termine und Datum

Die wichtigsten Tage zum Faschingsfest finden in der Woche vom 16.02. bis 22.02.2023 statt. Der Beginn ist die Weiberfastnacht oder Schmotziger Donnerstag am 16.02.2023. In vielen Regionen ist der Höhepunkt des Faschings der darauffolgende Montag, der Rosenmontag. Die Zeit des Faschings endet am Aschermittwoch.
Traditionell startet der Fasching am 11.11. um 11:11 Uhr. Ab dem 6. Januar, dem Dreikönigstag, geht es langsam in die Hochphase der Faschings- und Karnevalszeit.

Faschingsferien 2023: Ferien in Bayern, BW, RLP & Co. im Überblick

In den Bundesländern gibt es keine einheitlichen Faschingsferien. Das liegt unter anderem daran, dass nicht überall Fasching oder Karneval gefeiert wird. In den Ländern, in denen es keine Faschingsferien gibt, gibt es aber Winterferien, die üblicherweise um die gleichen Jahreszeit stattfinden.
In folgenden Bundesländern sind die Tage um Weiberfastnacht, Rosenmontag und/oder Aschermittwoch 2023 schulfrei:
  • Bayern: 20.02 bis 24.02.2023
  • Saarland: 20.02 bis 24.02.2023
  • Sachsen: 13.02. bis 24.02.2023
  • Thüringen: 13.02. bis 17.02.2023
In den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es sogenannte bewegliche Feiertage, die häufig über die Faschingszeit genommen werden. Über diese entscheiden die Schulen aber selbst. In allen anderen Ländern finden die Winterferien zu einem anderen Zeitpunkt statt.

Fasching: Herkunft und Bräuche

Im Wesentlichen unterscheidet man in Deutschland zwischen dem Fasching und dem Karneval, die aber zur gleichen Jahreszeit stattfinden und den gleichen Ursprung haben. „Fasching“, „Fastnacht“ oder „Fasnet“ (sowie weitere Abwandlungen) wird im schwäbisch-alemannischen sowie in Bayern, im Saarland, in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen gebraucht. Im Ruhrgebiet und Rheinland wird hingegen vom Karneval gesprochen.
Die Faschingszeit kommt aus dem Christentum und findet direkt vor der Fastenzeit statt. Ab Aschermittwoch wird traditionell bis Ostern gefastet. In der Woche davor wird also noch einmal gefeiert, das fettige Essen wird aufgebraucht, früher wurden die letzten Tiere geschlachtet. Früher sollten gläubige Christen nämlich in der Fastenzeit kein Fleisch, keine Milchprodukte oder Eier essen. Heute gibt die Kirche keine strengen Fastenregeln vor – die Traditionen bleiben aber bestehen. So werden um Fasching herum oft Krapfen/Berliner/Pfannkuchen oder ähnliche Gebäcke gegessen, fettiges Essen mit Schweinefleisch gehören auch zum Brauchtum. Im englischsprachigen Raum gibt es am Mardi Gras (fettigen Dienstag) oft Eierkuchen.

Kostüme und Verkleidung beim Fasching

Zum wichtigsten Brauchtum gehören natürlich die Verkleidungen. Der Karneval und der Fasching unterscheiden sich in ihren Traditionen hier stark.
Im schwäbisch-alemannischen tragen die Narren Kostüme, die Masken aus Holz haben. Die Kostüme heißen hier „Häs“, ihre Träger sind Narrenhästräger. Das Häs wird nicht von Jahr zu Jahr gewechselt – sondern immer beibehalten. Oft haben die Narrenvereine strenge Regeln darüber, wann und wie oft man das Häs in seiner Lebzeit als Narr wechseln darf. Zudem gibt es Regeln darüber, welche Häse von Männern, Frauen und Kindern getragen werden dürfen. Ein Verein hat eine begrenzte Anzahl an Hästypen, die innerhalb des Vereins getragen werden dürfen.
Generell kann man folgende Hästypen im schwäbisch-alemannischen Fasching unterscheiden:
  • Narren
  • Hexen
  • Tiergestalten
  • Teufel
  • Wilde Leute
  • Sagengestalten
Jüngere Vereine haben oft neue Arten von Häse entwickelt. Traditionell lassen diese sich aber in eine dieser Kategorien einordnen. Die schwäbisch-alemannische Fastnacht gehört seit 2014 zur Liste der immateriellen Kulturerben.

Fasnet, Fasching, Fastnacht: Woher kommen die ganzen Namen?

Die fünfte Jahreszeit hat viele Namen: In Bayern, Österreich und Sachsen ist der Begriff "Fasching" gebräuchlich. Er leitet sich vom "Fastenschank" ab, also dem letzten Ausschank alkoholischer Getränke vor der Fastenzeit. In Teilen Bayerns, Südwestdeutschlands und der Schweiz wird dagegen "Fastnacht/Fasnacht" gefeiert. "Karneval" bezieht sich auf das Rheinland. Das Wort stammt wahrscheinlich vom Mittellateinischen "carne levare", was "Fleisch wegnehmen" bedeutet.
Auch die einzelnen Tage werden unterschiedlich benannt. Die Fastnachtswoche beginnt im schwäbisch-alemannischen Raum mit dem schmotzigen Donnerstag, im Rheinland dagegen mit der Weiberfastnacht und im Harzer Land mit dem Fetten Donnerstag. Es folgen der Nelkensamstag, der Orchideen- oder Tulpensonntag, der Rosenmontag und schließlich der Veilchendienstag, der auch Fastnachtsdienstag genannt wird.