Die Karnevalssession ist auf der Zielgeraden: Nur noch wenige Wochen und es beginnt die fünfte Jahreszeit. Mit dem Rosenmontag steht dann der Höhepunkt der Feiertage an. In diesem Artikel sollen folgende Fragen beantwortet werden:
  • Wann ist Rosenmontag 2023?
  • Woher kommen die Bräuche und Traditionen?
  • Wo wird Rosenmontag wie gefeiert?
  • Ist Rosenmontag ein gesetzlicher Feiertag? Haben Schulen und Geschäfte geöffnet?
  • Was ist der Unterschied zwischen Fasching und Karneval?

Feiertag und Ferien: Wann ist Rosenmontag 2023?

Rosenmontag findet dieses Jahr am 20. Februar statt. Er kommt vor dem Aschermittwoch, an dem traditionell im Christentum die Fastenzeit beginnt. Der Rosenmontag ist kein Feiertag, weder in Deutschland noch in der Schweiz oder Österreich. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist es aber üblich, dass Arbeitgeber Sonderregeln am Rosenmontag haben, sodass nicht jeder an dem Brauchtumstag arbeiten muss. In einigen Bundesländern haben die Kinder schulfrei da die Faschingsferien anstehen. Geschäfte haben an Rosenmontag regulär geöffnet.

Wie kommt der Rosenmontag zu seinem Namen?

Der Name „Rosenmontag“ stammt aus dem 19. Jahrhundert, als die ersten Karnevalsgesellschaften sich gründeten. Diese kamen zum ersten Mal am Montag nach „Rosensonntag“ zusammen. Dieser Sonntag wird heute nicht mehr so genannt, war aber regional im Mittelalter als Rosensonntag bekannt. Rosensonntag bezeichnet den vierten Sonntag in der Fastenzeit. Es wird an diesem Tag gefeiert, dass die Hälfte der Fastenzeit vorüber ist, und bald Ostern ist. Im Mittelalter übergab der Papst am Rosensonntag eine „Tugendrose“ an Personen, die es sich verdient gemacht hatten.
Die Karnevalisten, die sich im 19. Jahrhundert zum ersten mal am Tag nach Rosensonntag verbündeten, nannten sich „Rosenmontagsgesellschaft“. Auch wenn der heutige Rosenmontag ein anderer ist als im Ursprung, der Name ist geblieben.

Rosenmontag 2023: Wo gibt es Umzüge in Deutschland?

Die größten Karnevalsumzüge in Deutschland gibt es in Köln und Düsseldorf. Auch Mainz ist für seine großen Rosenmontagsumzüge bekannt. Im vergangenen Jahr gab es gleich zwei Gründe, weshalb es keine normalen Umzüge und Feierlichkeiten geben konnte: Corona und der Krieg. Nur wenige Tage vor dem Rosenmontag 2022 begann der Einmarsch Russlands in die Ukraine – da war keinem mehr so richtig zum Feiern zumute. Das soll dieses Jahr aber anders sein. Sobald es Details zu den Umzügen in der Region NRW und Rheinland-Pfalz gibt, erfahrt hier hier mehr davon.

Umzüge, Feste und Veranstaltungen an Fastnacht 2023

Die Vereinigung schwaäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN) hat ihr Programmheft mit allen geplanten Veranstaltungen im Südwesten veröffentlicht. Hier geht‘s zum Narrenfahrplan 2023.
Darin sind alle Umzüge und Feste gelistet, die in den Regionen Schwarzwald, Hochrhein, Baar, Neckar-Alb, Donau, Hegau, Oberschwaben-Allgäu und Bodensee-Linzgau-Schweiz stattfinden.

Rosenmontagszug in Köln 2023: 200 Jahre Karneval

Wenn am Rosenmontag 2023 in Köln wieder der große Karneval gefeiert wird, dann ist es ein ganz besonderes Event: 2023 jährt sich der Kölner Karneval zum 200. Mal. Die diesjährige Route für den Karneval führt in Köln an folgenden Orten vorbei:
  • Ottoplatz 10:00 Uhr
  • Taubenbrunnen ca. 11:20 Uhr
  • EL-De-Haus ca. 11:45 Uhr
  • Hohenzollering ca. 12:30 Uhr
  • Severinskirchplatz ca. 14:15 Uhr
Tickets für die Tribünen werden zu einem späteren Zeitpunkt verkauft. Die Kosten variieren von 61 bis 70 Euro pro Sitzplatz. Mehr Infos gibt es hier.

Rosenmontag: Bräuche und Traditionen

Am Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalssaison. Das bedeutet: Es wird gefeiert. Dabei gibt es einige Traditionen und Bräuche. Gegessen werden häufig Krapfen (oder Berliner oder Pfannkuchen). Das kommt aus dem Fasching: Vor der Fastenzeit sollte es noch eine fettige, süße Mahlzeit geben. Beim Rosenmontagsumzug verkleiden sich alle – dabei gibt es keine Regeln. Jedes Kostüm ist willkommen beim Straßenkarneval. Bei den Rosenmontagsumzügen geht es vor allem darum, politisch zu werden. So haben die bunten Mottowagen oft eine politische Botschaft, die darauf abzielt, Machthaber und Regierungen bloßzustellen.