Die fünfte Jahreszeit ist die letzte Gelegenheit, so richtig zu feiern – bevor die Zeit der Enthaltsamkeit beginnt. Von Weiberfastnacht über Rosenmontag bis Aschermittwoch finden die Karnevalstage statt. Am Aschermittwoch endet die Narrenzeit und es beginnt traditionell die Fastenzeit. 40 Tage verzichten Menschen dann auf verschiedenste Dinge. Doch am Mittwoch vor dem 6. Sonntag vor Ostern findet auch immer ein politisches Fest statt. Besonders in Bayern und für die CSU ist der Aschermittwoch ein großes Fest.
  • Wann findet der Aschermittwoch statt?
  • Woher stammen die Traditionen?
  • Und in welchen Ländern ist der Tag ein Feiertag?

Wann ist Aschermittwoch 2023?

Der Aschermittwoch findet immer 46 Tage vor dem Ostersonntag statt. Im Jahr 2023 fällt er auf den 22. Februar. Mit dem Aschermittwoch endet die Zeit des Karnevals und es beginnt das Fasten. Die Woche vor dem Aschermittwoch ist die Karnevalszeit, die im Rheinland am Rosenmontag ihren Höhepunkt hat. Die heiße Phase im Fasching startet am Donnerstag vor Aschermittwoch, der Weiberfastnacht oder auch Schmotziger Donnerstag genannt wird.

Ist der Aschermittwoch ein Feiertag in Deutschland?

Der Aschermittwoch ist kein Feiertag. Weder in Deutschland, noch in der Schweiz oder Österreich. In vielen Kirchen gibt es aber an diesem Tag einen besonderen Bußgottesdienst. Das ist aber nicht überall der Fall.

Politischer Aschermittwoch CSU: Was hat es damit auf sich?

Am politischen Aschermittwoch kommen in Bayern die großen Parteien zu Kundgebungen zusammen. Für die CSU kann der Tag fast als eine Art Parteitag verstanden werden. Wichtig für den politischen Aschermittwoch ist die Bierzelt-Atmosphäre und eine heitere Stimmung. Der Brauch stammt aus dem 16. Jahrhundert – hat seitdem aber viele Wandlungen angenommen.

Aschermittwoch: Was hat es mit dem Geldbeutelwaschen auf sich?

Hauptsächlich in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht findet diese Veranstaltung an Aschermittwoch statt. Sie bildet bei den meisten Narrenzünften den Abschluss der laufenden Saison. Die Geldbeutel sind leer und die Gelegenheit wird genutzt, sie zu waschen und um – einem alten Glauben zufolge – neues Geld in die Beutel zu spülen. Die Teilnehmer sind meist schwarz gekleidet und vollziehen diesen Brauch voll Trauer mit lautem Geheule.

Fastenzeit 2023 ab Aschermittwoch: Herkunft und Tradition

Im Christentum beginnt ab Aschermittwoch die Fastenzeit. Diese geht 40 Tage lang bis Ostern – obwohl es heute eigentlich 46 Tage bis Ostersonntag sind. Die 40 Tage werden heute als symbolische Zahl verstanden: Nach der Überlieferung soll Jesus 40 Tage lang in der Wüste gefastet haben. Zudem steht die Zahl für die Zeit, in der das Volk Israel durch die Wüste zog (40 Jahre).
Die Bezeichnung „Aschermittwoch“ lässt sich auf eine alte kirchliche Tradition zurückführen, bei der Büßer in der Kirche mit Asche bestreut wurden. Heute malen Priester den Gläubigen im Gottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn. Dabei sprechen sie die Worte: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.“ Damit wird die Vergänglichkeit des Menschen verdeutlicht.
Früher sollten gläubige Christen in der Fastenzeit kein Fleisch, keine Milchprodukte oder Eier essen. Zudem durfte man keinen Sex haben, Hochzeiten durften nicht stattfinden genauso wie andere Feierlichkeiten. Heute gibt die Kirche keine strengen Fastenregeln vor – stattdessen ist es eine Zeit, in der man sein Leben überdenken und enthaltsam leben soll. Diese Enthaltsamkeit kann jede und jeder für sich definieren: Manche Menschen verzichten in der Fastenzeit auf Fleisch, auf Alkohol, Süßigkeiten, Koffein oder auf Nikotin.
Viele Menschen verzichten an Aschermittwoch auf Fleisch. Stattdessen greifen sie an diesem Tag auf Fisch zurück. Fisch war früher günstig zu kaufen und galt deswegen als typische Fastenspeise.