• Der nächste Corona-Gipfel soll am 10. Februar stattfinden, ob aber Lockerungen des Lockdowns kommen, gilt als fraglich
  • Wie hoch sind die Corona-Fallzahlen heute, am Mittwoch, 3.2.2021 in Deutschland?

Heutige Corona-Fallzahlen für Deutschland: Aktuelle RKI-Zahlen am 3.2.21 zu Neuinfektionen, Inzidenz und Co.

  • Neuinfektionen: Wie das RKI mitteilt, haben die Gesundheitsämter am Mittwochmorgen 9705 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Gestern waren 6114 Neuinfektionen gemeldet worden und am Mittwoch der vergangenen Woche, 27.1.21, insgesamt 13.202 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 7417 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden, wie das RKI berichtet, seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.237.790 positive Fälle registriert.
  • Tote: Die Gesamtzahl der Menschen, die bisher mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, beträgt deutschlandweit 58.956 Personen. Das sind 975 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 980 neue Todesfälle zu verzeichnen. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1., erreicht worden.
  • Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 1.973.200 an.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Am Mittwoch liegt dieser Wert bei 0,85. Am Dienstag hatte der R-Wert bei 0,88 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 82,9 Gestern war ein Wert von 90,0 gemeldet worden. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Zeit Online nennt eine 7-Tage-Inzidenz von 91,4.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Dann gilt eine Region nicht mehr als Risikogebiet.

Corona-Zahlen: So viele Fälle meldet die Johns-Hopkins-Universität weltweit und für Deutschland

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am Mittwochmorgen (Stand 6.10 Uhr) weltweit rund 103,85 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2,52 Millionen Menschen. Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 26.431.795 Infizierte und 446.744 Tote.
  • Indien: 10.766.245 Infizierte und 154.486.
  • Brasilien: 9.283.418 Infizierte und 226.309 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.240.017 Infizierten und 58.992 Toten.

Corona-Zahlen: Das sind die RKI-Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise

Das Robert Koch-Institut liefert während der Corona-Pandemie in seinem Dashboard täglich die neuen Fallzahlen - für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Hier geht es zum RKI-Dashboard. Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel des Instituts: Die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Ein Team aus 1100 Menschen, mit 90 verschiedenen Berufen, arbeitet und forscht jeden Tag gemein­sam daran.

Corona-Zahlen in Deutschland: NRW liegt laut „Zeit“ bei Neuinfektionen vor Bayern und BW

Die meisten Neuinfektionen gab es laut Zeit Online in Nordrhein-Westfalen mit 1122 Neuinfektionen, gefolgt von Bayern mit 1054 und Baden-Württemberg mit 1000 neuen Fällen. Weiter berichtet die „Zeit“, dass mit Bayern mit 273 Gestorbenen die meisten Todesfälle deutschlandweit zählte, allerdings sind in dieser Zahl Nachmeldungen aus den vergangenen zwei Monaten enthalten. Das sei, so berichtet die „Zeit“, für Bayern der höchste Wert seit Pandemiebeginn. Nordrhein-Westfalen meldete dem Bericht zufolge 152 Todesfälle, Sachsen 97.
Unter den Städten verzeichnete Berlin mit 353 die meisten Neuinfektionen. Dahinter folgten Hamburg mit 209 und Nürnberg Stadt mit 151. In 37 Kreisen gab es keine neuen Infizierten. Die meisten Todesfälle zählte die bayrische Landeshauptstadt München. Dort meldeten die Gesundheitsämter 134 Tote, jedoch sind 133 davon Nachmeldungen aus vergangenen Monaten. Berlin meldete 33 Tote, Dresden 27.

Kommen Lockerungen der Corona-Regeln? Strobl warnt vor falschen Hoffnungen

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl warnte vor falschen Hoffnungen auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen nach dem 14. Februar. Zwar gebe es die Einschränkungen nur so lange, wie sie unbedingt notwendig seien. „Freilich wäre es fatal, jetzt den Fehler des Lockdowns light im November zu wiederholen. Damals wurden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Maßnahmen gemacht, die enttäuscht werden mussten“, sagte der CDU-Politiker.

Corona-Zahlen in Deutschland: Thüringen verlängert Lockdown

Thüringen verlängert den strengen Lockdown bis zum 19. Februar. Das beschloss das Kabinett am Dienstag, wie ein Regierungssprecher in Erfurt mitteilte. Die aktuelle Corona-Verordnung unter anderem mit strengen Kontaktbeschränkungen und einer weitgehenden Schließung des Einzelhandels galt bislang bis zum 14. Februar und wird nun um fünf Tage verlängert.
Begründet wurde dies mit der Coronalage im Freistaat sowie mit den für die kommende Woche geplanten Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder. Die Beschlüsse der für den 10. Februar vorgesehenen Ministerpräsidentenkonferenz sollten dann in die neue Landesverordnung einfließen, sagte der Regierungssprecher. Zudem solle der Landtag mit einbezogen werden.
Thüringen ist das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Die Zahl der Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt aktuell bei 156,6.

Corona Bayern: Markus Söder gegen Lockerungen ab dem 14. Februar

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor vorzeitigen Lockerungen der Corona-Regeln und Maßnahmen und forderte, die einheitliche Linie im Kampf gegen die Pandemie zu wahren.

Kennzahlen der Corona-Pandemie: Was Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co. bedeuten?

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.