• Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell wieder an
  • Bei der Veröffentlichung der Fallzahlen gab es am Morgen Verzögerungen beim RKI-Dashboard
  • Das sind die neuen Corona-Zahlen am Montag, 15.03.2021
Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell wieder an. Seit einigen Wochen schon veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Dashboard Fallzahlen, die über den jeweiligen Werten des Vorwochen-Tages liegen - und das teilweise deutlich. Die dritte Welle sei längst da, sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Schulen müssten schließen, fordert der SPD-Politiker. Obwohl heute an vielen weiteren Schulen der Präsenzunterricht wieder startet, hält Lauterbach einen Schulstopp für nötig. Auch deshalb, weil sich die neue Virusvariante sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten", argumentierte Lauterbach. Grundschulen sollten demnach sofort wieder schließen.
Wie hoch sind die Corona-Zahlen in Deutschland heute? Wie hoch sind sie im Vergleich zum Montag der Vorwoche, dem 08.03.21? Hier sind die aktuellen RKI-Fallzahlen vom 15.03.21.

RKI-Fallzahlen für Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz und Neuinfektionen am 15.03.21

  • Infizierte: Insgesamt wurden laut „Zeit“ seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.578.573 positiv getestete Fälle registriert. Das RKI meldete nach den Verzögerungen 2.575.849 Infektionen mit dem Coronavirus. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt heute laut RKI bei 82,9, dem Bericht von „Zeit Online“ zufolge bei 83,8. Gestern hatte er einem Wert des RKI nach bei 79 gelegen. Vor einer Woche hatte sie noch bei 69,9 gelegen, vorletzte Woche bei 67,4.
  • Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt deutschlandweit seit mehreren Tagen um die Marke 60, zuletzt häufiger leicht darüber. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann sank und nun erneut stieg.
  • Tote: Nach Angaben von Zeit Online wurden 36 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag gemeldet, das RKI meldete 47 neue Todesfälle, die im mit Corona zusammenhängen. Am Sonntag waren vom RKI 70 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet worden. Insgesamt gibt es Daten der „Zeit“ zufolge in Deutschland 74.044 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen - das RKI meldete 73418.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • Genesene: Laut RKI haben sich 2.365.100 Menschen in Deutschland von einer Corona-Infektion erholt.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er liegt bei 1,19. Gestern hatte er bei 1,26 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 06.30 Uhr wieder, berichtet die Nachrichtenagentur DPA am Morgen, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen seien möglich.
  • Wichtig: Die Corona-Zahlen liegen zu Beginn der Woche oft niedriger, da am Wochenende weniger getestet wird und es zu Verzögerungen bei der Meldung der Fälle an die Gesundheitsämter kommt.

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland: NRW bei den Neuinfektionen in den Bundesländern vor Bayern

Mit Blick auf die Ebene der Bundesländer gab es der „Zeit“ zufolge die meisten Neuinfektionen innerhalb eines Tages mit 2184 in Nordrhein-Westfalen. Dahinter folgte demnach Bayern mit 1543. Die Landkreise mit der höchsten Zahl neuer Fälle waren die Region Hannover mit 271, Berlin mit 208 und Hamburg mit 194. Die meisten Todesfälle meldete Nordrhein-Westfalen, wo binnen eines Tages 13 Menschen mit Covid-19 starben. Die Stadt mit den meisten Todesfällen war Hamburg. Dort starben vier Personen. In 59 Landkreisen wurde gemeldet, dass es keine neue Infizierten gibt, das sind zwölf mehr Landkreise als gestern.

Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland: Zunächst Verzögerungen auf dem Dashboard des RKI

Am Montagmorgen hatte es zunächst keine neuen Corona-Zahlen für Deutschland. Auf dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es Aktualisierungen - und bei der Veröffentlichung neuen Fallzahlen folglich Verzögerungen. Dies war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach aufgetreten.
Auf dem Dashboard des RKI gibt es derzeit Aktualisierungen. Die neuen Corona-Zahlen für Deutschland kommen also später.
Auf dem Dashboard des RKI gibt es derzeit Aktualisierungen. Die neuen Corona-Zahlen für Deutschland kommen also später.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI Dashboard

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Montag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 119.848.281 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.653.641 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 29.438.222 Infizierte und 534.880 Tote.
  • Brasilien: 11.483.370 Infizierte und 278.229 Tote.
  • Indien: 11.359.048 Infizierte und 158.725 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.578.842 Infizierten und
73.463 Toten.

RKI-Fallzahlen laut Dashboard: Aktuelle Corona-Zahlen und Inzidenz für die Kreise in Deutschland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Zum Dashboard geht es hier.

Neuinfektionen, Inzidenz, R-Wert und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.