Urlaub an Weihnachten 2020: Fällt der Skiurlaub wegen Corona dieses Jahr aus?
Der Skiort Ischgl erlangte Anfang diesen Jahres traurige Berühmtheit. Der Skiort galt als der Hotspot von dem aus sich das Coronavirus in ganz Europa verbreitete. In wenigen Wochen beginnt die Skisaison, wenn auch später als geplant, dann wenn die Weihnachtsferien beginnen. Doch in diesem Jahr gefährdet Corona die Skisaison. Österreich und auch Italien greifen bei den Corona–Maßnahmen wieder hart durch. So gilt ein strenger Lockdown in Österreich bis zum 6. Dezember. Gastronomie und Hotellerie haben geschlossen. Es gilt eine allgemeine Maskenpflicht.

Im Corona-Jahr erinnert man sich gerne an unbeschwerte Zeiten, wie etwa beim Snowboarden.
pixabaySkigebiete in Österreich
Die Skilifte, Seilbahnen und Gondeln sind in Österreich außer Betrieb. Lediglich Berufssportler dürfen auf die Pisten. Das bedeutet für die Skigebiete eine Verschiebung der Saison, obwohl viel für Gesundheits– und Sicherheitskonzepte investiert wurde.
Skigebiete die wieder schließen mussten:
- Stubaier Gletscher
- Kaunertaler Gletscher
- Pitztaler Gletscher
- Mölltaler Gletscher
- Hintertuxer Gletscher
- Sölden
- Dachstein und
- Kitzsteinhorn.
Italien fordert Verbot von Skiurlaub
Ende Oktober gab es auch für die Skigebiete in Italien einen herben Rückschlag: Da verkündete die Regierung, dass die Skigebiete bis mindestens zum 24. November schließen müssen. In Südtirol lief der Skibetrieb zunächst eingeschränkt weiter, seit dem 8. November stehen aber auch dort die Seilbahnen still. Südtirols LandeschefArno Kompatscher sagte gegenüber der Neuen Südtiroler Zeitung, dass die Skigebiete eventuell erst im Januar wieder öffnen. Kompatscher dämpft damit die Erwartungen der Wintersportler und der Tourismusbranche. Jetzt hängt alles von der Entwicklung der Pandemie ab, sagte der Landeshauptmann.
Italiens Premier Giuseppe Conte setzt sich für ein europaweites Verbot für Skiurlaub während der Weihnachtsfeiertage ein. Während die Regionen im Norden auf offene Pisten hoffen, soll sich Conte im Gespräch mit den Regionalpräsidenten klar dagegen ausgesprochen haben. „Es wäre ein zu großes Risiko, ja verrückt, die Skipisten zu öffnen. Man denke nur was der August–Urlaub gebracht habe“, zitiert der Kurier.
Jahresumsatz von mehreren Milliarden Euro
Die Skigebiete in Italien erwirtschaften rund elf Milliarden Euro im Jahr. Davon ein Drittel davon von Italienern die zwischen Weihnachten und Neujahr in die Skigebiete fahren. Nun sind einige Ski–Regionen im Lockdown, der noch mindestens bis zum 3. Dezember bleibt.
Skiurlaub in Italien an Silvester — Conte erteilt Winterurlaub eine Absage
Weihnachtsferien auf der Skipiste werden in Italien wohl nicht möglich sein. Das berichtet die Tagesschau mit Verweis auf ein Interview des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte. Conte soll im italienischen Fernsehen gesagt haben, dass die Gefahr neuer Infektionsherde zu groß sei. Die Weihnachtszeit dürfe nicht zum Vorzimmer einer dritten Welle werden. Konkret sollen Skiferien zwischen Weihnachten und Silvester in Italien nicht möglich sein. Die Regeln zum Skiurlaub wolle er mit Deutschland und Frankreich absprechen.
Rückendeckung für Schließung der Skigebiete aus Deutschland
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützte den italienischen Vorstoß. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, sagte er am Dienstag in München. Wer in Risikogebieten Skifahren gehe, müsse zehn Tage in Quarantäne. „Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.“
Unterstützung bekam Conte daneben auch von der italienischen Bergsteiger–Legende Reinhold Messner. Bis Januar mit dem Öffnen der Pisten und Betriebe zu warten, wenn es bis dahin die Ansteckungswerte erlauben sei keine Wahl, sondern ein Muss, sagte der 76–Jährige der Zeitung „La Republica“.
Auch in Deutschland gelten strenge Regeln in Skigebieten
Mit dem eingeschränkten Lockdown wurden alle Skihallen geschlossen. Der Start in die Skisaison auf der Zugspitze wurde verschoben. Eigentlich sollte dort der Skibetrieb am 16. November aufgenommen werden. Im Kleinwalsertal können Skifahrer erst ab dem 18. Dezember auf die Piste, so steht es auf der Facebook–Seite der Kleinwalsertal Bergbahnen.
Auch der Liftverbund Feldberg bereitet sich auf die kommende Saison 2020/21 vor. Auf Twitter zeigt sich der Verbund optimistisch, dass im Dezember die Lifte in Betrieb gehen können.


