• In Spanien ist der Corona-Notstand aufgehoben
  • Auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt für fast alle Länder in Europa
  • Die Corona-Regeln in Spanien und die aktuelle Lage auf einen Blick.

Video Urlaub ohne Quarantäne: Beschränkungen gelockert

Corona in Spanien: Einreise, Rückreise, Regeln - Die wichtigsten Informationen im Update vom 13.05.2021

Die Corona-Lage bessert sich seit Wochen. Am Sonntag endete der sechsmonatige Corona-Notstand. Das Infektionsgeschehen ist deutlich niedriger als zum Beispiel in Deutschland. In einigen Urlaubsregionen wie Valencia oder den Balearen mit Mallorca ist die Situation sogar noch entspannter. Nach Ende des Notstandes gibt es allerdings Unklarheit, welche Maßnahmen weiter gelten sollen. Auf den Kanaren etwa untersagte das Oberste Landesgericht die Fortdauer einer nächtlichen Ausgangssperre, auf Mallorca hingegen bestätigte das dortige höchste Gericht diese Maßnahme. Die Maskenpflicht auch im Freien gilt weiterhin fast überall.
Zusammengefasst weitere Informationen zu den Corona-Regeln in Spanien:
  • Die Einreise ist aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten möglich.
  • Die Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet aus dem Ausland besteht aber weiter.
  • Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in einige Regionen Spaniens, darunter Madrid, Katalonien oder das Baskenland, wird in Berlin aufgrund der relativ hohen Infektionszahlen noch gewarnt.
  • Etwa 30 Prozent der 47 Millionen Spanier haben mindestens eine Impfdosis erhalten, gut 13 Prozent schon beide.
  • Privilegien für Geimpfte oder Genesene gibt es in Spanien noch nicht.

Corona Risikogebiet Spanien: Welche spanischen Regionen sind Risikogebiete?

Seit dem 21. Februar 2021 gilt ganz Spanien als Corona-Risikogebiet. Das beinhaltet die Kanaren sowie die folgenden Autonomen Gebiete:
  • Autonome Gemeinschaft La Rioja (seit 03.04.2021)
  • Autonome Gemeinschaft Extremadura (seit 11.04.2021)
  • Autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha (seit 18.04.2021)
Aber es gibt Ausnahmen - Regionen in Spanien, die kein Risikogebiet sind.

Mallorca, Menorca, Ibiza & Co. – Balearen laut RKI-Liste kein Corona-Risikogebiet mehr

Auch die fünf Inseln der Balearen haben keine Reisewarnung mehr, sondern das Auswärtige Amt rät lediglich noch von Reisen dorthin ab:
  • Mallorca
  • Menorca
  • Ibiza
  • Formentera
  • Cabrera

Diese Regionen in Spanien sind aktuell kein Corona-Risikogebiet

Nur wenige Autonome Regionen Spaniens sind kein Risikogebiet mehr. Das Auswärtige Amt warnt nicht mehr, sondern rät jetzt (nur noch) von Reisen dorthin ab:
  • Balearen (seit 14.03.2021)
  • Murcia (seit 14.03.2021)
  • Valencia (seit 14.03.2021)
  • Galicien (seit 21.03.2021)

Kanarische Inseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura & Co. sind Corona-Risikogebeit

Auch die sieben Kanarischen Inseln sind vom RKI aktuell als Corona-Risikogebiet ausgewiesen
  • Gran Canaria
  • Fuerteventura
  • Lanzarote
  • Teneriffa
  • La Gomera
  • La Palma
  • El Hierro

Urlaub auf den Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera) grundsätzlich möglich

Auf den spanischen Inseln gelten andere Regeln als auf dem Festland. Dort sind Urlaube grundsätzliche möglich. Einreisende müssen ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden sein darf. Auf den Balearen gilt eine nächtliche Ausgangssperre, an die sich auch Touristen halten müssen. Zwar ist die Außengastronomie geöffnet, doch Restaurants, Café und Bars müssen früher als gewohnt schließen.

Spanier feiern Ende des Corona-Notstands

In Spanien haben Zigtausende in der Nacht zum Sonntag nach sechs Monaten euphorisch das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Im Herzen der Hauptstadt Madrid war der Platz Puerta del Sol auch um 02.00 Uhr morgen noch voller Menschen. Die meisten dachten noch gar nicht daran, ins Bett zu gehen. „Alkohol, Alkohol. Wir sind hier, um uns zu betrinken“, sang eine Gruppe freudetrunkener - und wohl auch schon beschwipster - junger Leute. Aus Barcelona und anderen Städten gab es ähnliche Bilder. Viele wahrten weder Abstandsregeln noch trugen sie Masken. Experten warnen nun vor neuen Infektionen.
Euphorie in Spanien: Der Corona-Notstand ist beendet.
Euphorie in Spanien: Der Corona-Notstand ist beendet.
© Foto: Emilio Morenatti/dpa
Die Präsidentin von Spaniens Epidemiologischer Gesellschaft, Elena Vanessa Martínez, sagte der Zeitung „El País“, es gebe immer noch viele Infizierte, die das Virus weitergeben könnten. Die Zahl der Geimpften sei noch klein. Mehr Kontakte führten zu mehr Infektionen. „In dieser Situation bin ich besorgt über das Signal falscher Sicherheit, das mit dem Ende des Notstands und dem Ende der nächtlichen Ausgangssperre gesendet wird.“

Corona Zahlen Spanien - Inzidenz, Impfung und Co.

Die aktuelle Corona-Lage in Spanien: So hoch sind die neuesten Fallzahlen zu Inzidenzwert, Neuinfektionen und Co. nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: 17.05.2021) auf einen Blick:
  • 7-Tage-Inzidenz:80,0
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 3.604.799
  • Todesfälle insgesamt: 79.339
  • Impfquote (Erstimpfung): 31,89 %
  • Impfquote (Zweitimpfung): 14,92 %

Inzidenz in Spanien niedriger als in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist deutlich niedriger als in Deutschland, zuletzt betrug sie nur noch rund 87. In einigen Urlaubsregionen wie Valencia (etwa 17) oder den Balearen (knapp 28) mit Mallorca ist die Situation sogar noch entspannter. In den verschiedenen Regionen galten am Donnerstag (06.05.) zum Teil zwar noch strenge Einschränkungen, die aber fast alle am Wochenende mit dem Ablauf des sechsmonatigen Corona-Notstands zu Ende gehen. Mehrere Regionen wollen derweil vor allem die nächtliche Ausgangssperre aufrechterhalten. Zudem soll unter anderem die Maskenpflicht auch im Freien vorerst weiter gelten.

Corona-Regeln Urlaub aktuell: Was für die Einreise nach Spanien gilt

Generell ist die Einreise nach Spanien aus allen EU- und Schengen-Staaten - wozu auch Deutschland zählt - möglich. Doch dabei sind folgende Regeln zu beachten:
Für alle Reisenden ab sechs Jahren aus eine Risikogebiet, gilt bei der Einreise über Luft- oder Seeweg nach Spanien die Pflicht eines negatives Corona-Tests (entweder ein PCR-Test oder TMA-Test). Diese Verpflichtung gilt auch für Einreisende aus Frankreich, die auf dem Landweg nach Spanien einreisen.
Die Risikoländer, zu denen auch Deutschland gehört, sind in der Anlage II der Verordnung vom 11. November 2020 aufgeführt. Die Testung darf höchstens 72 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Das Ergebnis muss elektronisch oder in Papierform auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Deutsch vorliegen und folgende Angaben enthalten:
  • Name des Reisenden
  • Pass- oder Personalausweisnummer (diese Nummer muss identisch sein mit der Pass-/Ausweisnummer, die im elektronischen Einreiseformular verwendet wurde)
  • Datum der Testabnahme
  • Kontaktdaten des Labors
  • angewandtes Testverfahren
    negatives Testergebnis.
Ausgenommen von der Verpflichtung, ein negatives Testergebnis mit sich zu führen, sind Transitreisende, die den Transitbereich nicht verlassen.

Auswärtiges Amt: Reisewarnung für folgende Regionen in Spanien wegen Corona

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die folgenden autonomen Gemeinschaften in Spanien:
  • Andalusien
  • Aragonien
  • Asturien
  • Extremadura
  • Kantabrien
  • Kastilien-Léon
  • Kastilien-La Mancha
  • Katalonien
  • Madrid
  • Navarra
  • La Rioja
  • Baskenland
  • Exklaven Ceuta und Melilla

Kein Reisewarnung mehr wegen Corona für folgende Regionen in Spanien

Das Auswärtige Amt hat zwar die Reisewarnung für wenig spanische Regionen zurückgenommen, rät aber weiterhin von nicht notwendigen, touristischen Reisen in diese Gemeinschaften ab:
  • Galicien
  • Valencia
  • Murcia

Corona und Urlaub: So sind die Regeln in diesen Ländern

In vielen europäischen Ländern ändern sich gerade die Corona-Regeln für Urlaub und Einreise. Was wo gilt:

Corona Risikogebiete: Hier gilt laut RKI eine Reisewarnung

Aktuell gibt es für die meisten Staaten in Europa eine Reisewarnung. Welche Länder sind Risikogebiet, Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet? Und was gilt bei Einreise und Urlaub?

Urlaub mit ungeimpften Kindern - Wo Urlaub möglich ist

In Europa könnte ein Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche womöglich noch im Mai zugelassen werden. Die Chefin der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), Emer Cooke, sagte dem "Handelsblatt", derzeit werde der Biontech/Pfizer-Impfstoff für Zwölf- bis 15-Jährige geprüft. Für viele Familien bedeutet die Impfung für die Kinder auch die Möglichkeit für einen Familienurlaub. Denn immer mehr Länder machen den Impfschutz zur Bedingung für die Einreise. Das gilt nach Informationen des Spiegel zum Beispiel für Mecklenburg-Vorpommern. Möglich soll Urlaub für ungeimpfte Kinder aber dennoch in manchen Ländern sein. So wirbt beispielsweise Österreich stark für Touristen. Dort könnte für getestete Deutsche auch die Quarantänepflicht wegfallen. Auch in Griechenland sollen Kinder ab sechs Jahren auch mit Test einreisen dürfen. Dänemark erlaubt die Einreise von vollständig geimpften Eltern mit Kindern unter 15 Jahren.

Urlaub an Pfingsten: Wohin darf man reisen und was ist erlaubt?

Welche Länder sind aktuell noch Risikogebiet? Und wohin kann ich vielleicht auch kurzfristig an Pfingsten noch reisen? Strandurlaub, Städtereise, Camping, Freizeitpark und Co.: In unserem Artikel zu möglichen Pfingst-Reisezielen erläutern wir den aktuellen Stand für die verschiedenen Urlaubs-Destinationen.