• Ganz Spanien inklusive der Balearen und Kanaren gelten seit Dienstag, 27. Juli, an als Hochinzidenzgebiet.
  • Die Corona-Zahlen in Europa steigen wieder. Doch in kaum einem Land so stark und schnell wie in Spanien – der Wert der Inzidenz liegt aktuell bei 385.
  • Was gilt für Urlaub und Reisen in Spanien?
  • Die Corona-Regeln in Spanien und die aktuelle Lage auf einen Blick.

Hochinzidenzgebiet Spanien: RKI stuft hoch

Die Bundesregierung hat ganz Spanien inklusive den Balearen und den Kanaren nun als Hochrisikogebiet eingestuft. In Spanien waren die Infektionszahlen in den letzten Wochen drastisch gestiegen. Das wird die Lage der Tourismusbranche, die in normalen Jahren zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Spaniens beiträgt, weiter verschlechtern.

Was bedeutet Hochinzidenzgebiet für Spanien?

Wer aus Spanien zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.
Kurz vor dem Inkrafttreten der Entscheidung am Dienstag hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort. Die Reisebranche hatte die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert.

Spanien ist Hochinzidenzgebiet: Bareiß verteidigt EInstufung

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat die Einstufung Spaniens und der Niederlande als Hochinzidenzgebiete verteidigt. „Das macht Reisen sicher und - soweit es in einer Pandemie geht - auch planbar“, sagte Bareiß der „Bild“-Zeitung. Zwar sei es „bedauerlich“, dass die Inzidenzen in Spanien und den Niederlanden so stark gestiegen seien. Aber die Einstufung in die verschiedenen Risikogebiete erfolge nach „transparenten Regelungen“. Die Einreisebestimmungen müssten zudem mit den Entwicklungen in der Pandemie immer wieder neu bewertet werden.

Auswärtiges Amt rät von Reisen ab: Corona-Zahlen in Spanien aktuell

Der rasante Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien während der vergangenen Wochen hat sich etwas abgeflacht. Die Zahl der Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Donnerstagabend auf 333. Das war nur ein Zähler mehr als am Vortag.
In Spanien sind derzeit etwa 13,5 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, binnen sieben Tagen wurden 78 Corona-Tote gezählt. 70 Prozent der 47 Millionen Einwohner haben mindestens eine Corona-Impfung verabreicht bekommen, 52,8 Prozent sind vollständig geimpft.
Bei jedem zehnten aus den deutschen Bundesländern gemeldeten Delta-Fall lagen Angaben über einen möglichen Zusammenhang mit Auslandsreisen vor, ein im Vergleich zur Vorwoche konstanter Anteil, wie das RKI berichtet. Unter den drei meistgenannten Ländern nennt es auch das beliebte Reiseziel Spanien.
Das Auswärtige Amt rät aktuell von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien ab.

Inzidenz, Neuinfektionen, Impfung & Co. – Corona-Zahlen in Spanien im Überblick

Die aktuelle Corona-Lage in Spanien: So hoch sind die neuesten Fallzahlen zu Inzidenzwert, Neuinfektionen, Impfungen und Co. nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: 27.07.2021) auf einen Blick:
  • 7-Tage-Inzidenz: 385,4
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 4.342.054
  • Todesfälle insgesamt: 81.268
  • Impfquote (Erstimpfung): 65,2 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 54,3 Prozent

Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien: „verunglückte Deeskalation“

Die spanische Zeitung „El País“ kommentiert am Mittwoch den starken Anstieg der Corona-Zahlen in dem Urlaubsland: „Die heftige Zunahme der Infektionen ist Folge einer verunglückten Deeskalation. Zwar läuft die Impfkampagne gut und stellt einen soliden Schutzschild dar. Aber die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt und erhöht den Druck auf das Gesundheitssystem. Parallel dazu verringert die weit verbreitete Ausbreitung des Virus die Aussichten, in der entscheidenden Sommersaison ausländische Touristen anzuziehen. Einmal mehr basierte die Aufhebung der Beschränkungen auf einem übertriebenen Optimismus. Die Entscheidung, die Maskenpflicht im Freien weitgehend aufzuheben, beruht zwar auf richtigen Kriterien, trug aber dazu bei, die falsche Botschaft einer allgemeinen Lockerung zu verbreiten. Zudem haben die Regionen weitere Lockerungen erlaubt, die sie nun zu korrigieren versuchen. Mangels einer rechtlichen Grundlage brauchen sie dafür eine richterliche Genehmigung, und die Gerichte entscheiden mal so und mal so. Die Impfkampagne kommt zwar gut voran, aber es gibt noch Million Ungeimpfte. Dies alles ist eine besorgniserregende Entwicklung, die dringend gestoppt werden muss.“

Ausgangssperre in Spanien: Valencia führt Ausgehsperre ein

Valencia mit der gut 500 Kilometer langen Küste hat mit Billigung der Justiz als erste der 17 Regionen Spaniens wieder eine nächtliche Ausgehsperre eingeführt. Die Bewohner von 32 Gemeinden mit besonders schlechter Lage dürfen seit Dienstag zwischen 01.00 und 06.00 Uhr nur mit triftigem Grund aus dem Haus. Betroffen sind unter anderem die Metropole Valencia sowie bekannte Badeorte wie Benicassim oder Gandia. Auf den auch bei deutschen Urlaubern beliebten Kanaren will die Justiz am Mittwoch über einen Antrag der Behörden auf Einführung einer nächtlichen Ausgangssperre entscheiden.

Inzidenz in Katalonien bei über 500 – Region will Ausgangssperre für Barcelona

So schlimm aber wie in Katalonien ist die Lage derzeit nirgendwo sonst in Spanien. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in der beliebten Urlaubsregion an der Grenze zu Frankreich am Dienstag auf knapp 579.
Wegen dieser sehr hohen Corona-Infektionszahlen will die katalanische Regionalregierung eine nächtliche Ausgehsperre für die Touristenmetropole Barcelona und 157 weitere Gemeinden der Region anordnen. Die Maßnahme, die jeweils von 1 Uhr bis 6 Uhr gelten soll, muss vom Obersten Landesgericht abgesegnet werden. Die Menschen dürften dann nur noch mit triftigem Grund aus dem Haus. Die Maßnahme betreffe nicht die gesamte Region im Nordosten Spaniens mit der Costa Brava, sondern nur Städte ab 5000 Einwohner mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 400 oder die von solchen umgeben seien, sagte Regionalregierungschef Pere Aragonès am Mittwochabend. „Die Lage ist sehr heikel“, warnte er.
Die Einschränkung zielt auf junge Leute, die davon abgehalten werden sollen, an Stränden, in Parks und auf öffentlichen Plätzen feuchtfröhliche Partys, sogenannte Botellones, zu feiern. Gerade die Infektionen junger Leute unter 30 haben die Ansteckungszahlen im Urlaubsland Spanien und vor allem in Katalonien in die Höhe schießen lassen. In Katalonien lag die 14-Tage-Inzidenz bei den 20- bis 29-Jährigen sogar bei 3385.

Mallorca: Starker Anstieg der Inzidenz – welche Folgen hat das?

Die Corona-Zahlen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen sind weiter angestiegen. Für die Balearen mit Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen wurde der Wert mit 365 angegeben - eine Steigerung von 18 Zählern im Vergleich zu Mittwoch. Damit liegen Spanien insgesamt und auch 16 seiner 17 Regionen über dem Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Wie ist die Lage auf Mallorca aktuell? Und droht Mallorca bald eine Hochstufung zum Hochinzidenzgebiet? Alle Infos zur Situation auf der beliebten Insel bietet folgender Artikel:

Spanien ist aktuell Hochinzidenzgebiet: Welche Folgen hat das für Einreise, Urlaub & Rückreise?

Mit der Hochstufung zum Hochinzidenzgebiet sind die Regeln strenger. Wer sich in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten hat und nach Deutschland einreist, muss einen Nachweis über ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Ein zweiter Corona-Test kann frühestens fünf Tage nach Einreise, also Rückreise nach Deutschland, gemacht werden, sodass sich die Quarantäne dann um fünf Tage verkürzt. Anstelle eines Corona-Tests können Reiserückkehrer auch einen Nachweis für eine vollständige Impfung oder eine Genesung vorlegen. Ein Nachweis kann über das Einreiseportal der Bundesrepublik übermittelt werden. Geimpfte und Genesene müssen auf diese Weise nicht in eine zehntägige Quarantäne.

Was ist ein Hochinzidenzgebiet?

Als Hochinzidenzgebiet stuft die Bundesregierung Länder ein, die besonders hohe Fallzahlen haben. Indiz ist meist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen – 7-Tage-Inzidenz – von über 200. Die Einstufung geschieht allerdings nicht immer sofort bei Erreichen dieser Inzidenz, es ist also keine Momentaufnahme. Maßgeblich seien, wie das Auswärtige Amt gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagt, stabile Trends.

Spanien Urlaub stornieren: Viele Urlauber nehmen Corona-Hochinzidenz in Spanien gelassen

Die Einstufung Spaniens als Corona-Hochinzidenzgebiet einschließlich beliebter Urlaubsziele wie Mallorca, den Kanaren oder der Costa Brava haben viele deutsche Urlauber gelassen aufgenommen. Noch bis Montag, 23.59 Uhr, können sie unter Vorlage eines negativen Corona-Tests in die Heimat zurückzukehren. Ab Dienstag muss dann ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder über eine überstandene Corona-Erkrankung erbracht werden, um einer zehntägigen Quarantäne zu entgehen.
Nach Angaben des Reiseveranstalters Tui gab es bis Sonntag zunächst kaum Anzeichen, dass eine größere Zahl von Menschen ihren Mallorca-Urlaub vorzeitig abbrechen oder bereits gebuchte Aufenthalte stornieren wollte.

Corona in Spanien – Das sind die aktuellen Regeln zu Maskenpflicht & Treffen

Da der Notstand in Spanien beendet ist, gibt es keine einheitlichen landesweit geltenden Corona-Regeln mehr. Es wurden zum Beispiel die Reisebeschränkungen zwischen den einzelnen Regionen beziehungsweise Provinzen und in den meisten Regionen sowie die nächtlichen Ausgangssperren aufgehoben.
Die Maskenpflicht auch im Freien gilt weiterhin fast überall. Die Regelung gilt allerdings nicht beim Liegen und Baden am Strand oder bei Wanderungen mit ausreichend Abstand, zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts.

Das gilt bei der Einreise nach Spanien: Geimpfte, Testpflicht und Quarantäne

Was Spanien-Urlauber bei der Einreise ins Ferienland wissen sollten:
  • Geimpfte aus aller Welt dürfen nach Spanien einreisen. Dafür ist laut Auswärtigem Amt ein Impf-Nachweis nötig, der bestätigt, dass die vollständige Immunisierung bestätigt. Diese muss mindestens 14 Tage vor Reiseantritt erfolgt sein.
  • Nicht-geimpfte Menschen aus Risikogebieten benötigen bei der Einreise nicht zwingend einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test mehr – ein Antigen-Schnelltest genügt. Er sollte nicht älter als 48 Stunden sein. Der Nachweis des negativen Testergebnisses muss laut des Auswärtigen Amtes folgendes enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme, angewandtes Testverfahren, Sitzstaat des Labors, negatives Testergebnis.
  • Mit einem Nachweis, der bestätigt, dass die Covid-Genesung nicht länger als 180 Tage zurückliegt, darf man einreisen. Allerdings: Mindestens 11 Tage müssen seit dem ersten Positivtest vergangen sein.
  • Privilegien für Geimpfte oder Genesene gibt es in Spanien noch nicht.
  • Urlauber müssen derzeit ein Einreise-Formular ausfüllen, sollten sie mit dem Flugzeug ins Land kommen.

Durchreise Frankreich nach Spanien erlaubt

Reist man mit dem Auto nach Spanien statt dem Flugzeug muss man durch Frankreich fahren. Die Durchreise ist aktuell für Bürger aus Deutschland erlaubt. Allerdings gelten auch hier die Einreiseregeln für Frankreich. Man muss also einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigentest) mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Diese Testpflicht entfällt für Geimpfte und Genesene. Hält man sich bei der Durchreise weniger als 24 Stunden im Land auf, entfällt die Testpflicht.

Hochinzidenzgebiet: Urlaub stornieren? Das gilt jetzt

Viele Menschen haben sich auf ihren Urlaub auf Mallorca, den Kanaren oder an der Costa Blanca gefreut. Doch nun wird Spanien zum Hochinzidenzgebiet. Ergibt sich aus dieser Hochstufung das Recht, die gebuchte Pauschalreise ohne Stornogebühren abzusagen - sofern man dies denn möchte?
Die kurze Antwort: Das kann durchaus möglich sein. Aber eine höchstrichterliche Entscheidung gibt es dazu noch nicht.

Wann darf ich eine Pauschalreise kostenlos stornieren?

Generell gilt: Die Reise muss durch sogenannte unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände erheblich beeinträchtigt sein. So sieht es das in Deutschland geltende Pauschalreiserecht vor. Wann dies der Fall ist, lässt sich aber nicht immer so genau sagen.
Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt als starkes Indiz für außergewöhnliche Umstände. Vor der Pandemie bedeutete die Warnung der Bundesregierung de facto ein kostenloses Stornorecht.
Als aber lange Zeit jedes Corona-Risikogebiet eine Reisewarnung bekam, änderte sich dieser Automatismus. Mittlerweile kommt es auch darauf an, ob die Reisewarnung schon zum Zeitpunkt der Buchung bestand. Dann ergibt sich nach Ansicht mancher Gerichte nicht unbedingt ein kostenloses Rücktrittsrecht. Denn das Risiko war von Anfang an bekannt. Dieser Auffassung schließt sich zum Beispiel auch das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) in Kehl an.

Was heißt das nun konkret für Spanien?

Die Reisewarnung ist ein Indiz für außergewöhnliche Umstände, aber nicht das einzige. Auch andere Faktoren können eine Rolle spielen. Die vom Gesetz geforderten unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände müssen laut EVZ objektiv gegeben sein und auch noch zum Zeitpunkt der Reise bestehen. Entscheidend sei die Situation vor Ort.
- Erster Faktor: Für Spanien wird nun formal erneut eine Reisewarnung ausgesprochen. Die Warnungen waren für einfache Risikogebiete aufgehoben worden, nicht aber für Hochinzidenzgebiete.
- Zweiter Faktor: Ungeimpfte Urlauberinnen und Urlauber müssen laut der geltenden Einreiseverordnung der Bundesregierung mindestens fünf Tage in Quarantäne, wenn sie aus einem Hochrisikogebiet heimkehren. Die notwendige zweite Impfung, um diesem Szenario zu entgehen, lässt sich in der Regel auch nicht einfach vorziehen. Und Kinder unter zwölf Jahren können sich ohnehin nicht impfen lassen.
Nach Ansicht des EVZ dürfte dieser Punkt aber nicht in die Beurteilung einfließen, weil die Quarantäne erst zu Hause ansteht. Es gebe aber auch Juristen, die in einer unabwendbaren Quarantäne eine Störung der Geschäftsgrundlage nach Paragraf 313 BGB sehen. Hier bleibt abzuwarten, wie Gerichte das bewerten werden.
- Dritter Faktor: Angesichts der hohen Fallzahlen in Spanien besteht ein höheres Corona-Infektionsrisiko als noch vor wenigen Wochen. Zudem führen die Behörden wieder strengere Maßnahmen ein.
„Das sind alles Faktoren, mit denen Urlauber bei der Buchung ihrer Spanien-Reise noch nicht rechnen mussten“, sagt der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. Sich als Reiseveranstalter auf die bekannte Gefahr durch Corona zu berufen, reicht seiner Ansicht nach nicht.
Degotts Einschätzung lautet daher: „Pauschalurlauber haben eher gute Chancen, kostenlos von ihrer Reise zurücktreten zu können.“
Das EVZ sieht das ähnlich: „Reisende können aus unserer Sicht kurz bevorstehende Pauschalreisen in Länder, für die eine Reisewarnung ausgesprochen wird, grundsätzlich unter Berufung auf außergewöhnliche Umstände kostenlos stornieren.“ Kurz bevorstehend heißt hier: ungefähr ab vier Wochen vor Reiseantritt.
Anders beurteilt das die Reisewirtschaft: „Die Hochstufung eines Zielgebietes in ein Hochinzidenzgebiet begründet aus Sicht des Deutschen Reiseverbands nicht automatisch das Recht auf eine kostenlose Stornierung“, erklärt DRV-Sprecherin Kerstin Heinen und verweist auf das Ausstehen eines höchstrichterlichen Urteils. „Grundsätzlich bemühen sich die Reiseveranstalter, individuelle, kundengerechte Lösungen herbeizuführen“, ergänzt sie.

Was gilt für Individualtouristen?

Wer seinen Urlaub eigenständig gebucht hat, für die oder den gilt das Pauschalreiserecht nicht. Das heißt konkret: Solange der gebuchte Flug stattfindet, ergibt sich kein kostenloses Rücktrittsrecht. Reisende können hier lediglich vom gebührenfreien Umbuchen Gebrauch machen, das die meisten Fluggesellschaften anbieten.
Für Unterkünfte gilt: Wer ein Hotel mit kurzfristiger Storno-Option gebucht hat, kann diese Möglichkeit nutzen. Ansonsten fallen die Stornierungsgebühren wie vertraglich vereinbart an. Das Gleiche gilt für Ferienwohnungen. Solange die Unterkunft geöffnet und auch erreichbar ist, ergibt sich allein durch die Einstufung eines Landes als Hochrisikogebiet noch kein Gratis-Stornorecht.
Jeder Individualreisende muss also eigenverantwortlich entscheiden, ob er die Reise absagt, verschiebt oder antritt - und die möglichen finanziellen Folgen dieser Entscheidung in Kauf nehmen.

Camping in Europa: Trotz Corona wieder möglich

Egal ob im Zelt, im Wohnwagen oder im Wohmobil: An vielen Orten in Deutschland und Europa wird Urlaub auf dem Campingplatz möglich. Welche Regeln gelten in welchem Land? Hier gibt es alle Informationen im Überblick.

Corona und Urlaub: So sind die Regeln in diesen Ländern

In vielen europäischen Ländern ändern sich gerade die Corona-Regeln für Urlaub und Einreise. Was wo gilt: