• Tui will Urlauber ab den Osterferien wieder nach Mallorca bringen
  • Reiseveranstalter erhöhen Druck auf die Bundesregierung, die Reisewarnung für Spanien aufzuheben
„Die Hotellerie hat sich intensiv vorbereitet, sicheren und verantwortungsvollen Urlaub anzubieten“, sagte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak vor dem Start der Online-Ausgabe der Reisemesse ITB. Präzise Hygienekonzepte gäben Zuversicht, die Abstimmung mit den Behörden sei eng. Daher wolle man den Kunden „Osterurlaub auf Mallorca ermöglichen“, so der Manager.
Mallorca Gastwirtschaft öffnet wieder.
Mallorca Gastwirtschaft öffnet wieder.
© Foto: Clara Margais

Anstieg der Buchungen für Mallorca werden erwartet

Tui-Vorstand Sebastian Ebel versicherte bei einem Treffen mit der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol in Palma nach Angaben der Regionalregierung, Mallorca werde „eines der vorrangigen Ziele“ des Konzerns im Sommer sein. Nach Aufhebung der Reisebeschränkungen sei ein sofortiger Anstieg der Buchungen zu erwarten - und Tui sei bereit darauf zu reagieren, so Ebel.

Erste Flüge nach Mallorca schon im März möglich

Einige Veranstalter planen bereits für die Zeit rund um Ostern (4./5. April). Reisen zu den übrigen Balearen-Inseln Ibiza, Menorca und Formentera sowie in den Großteil Festland-Spaniens sagte Tui noch bis Mitte April ab. Nun soll es vor allem auf Mallorca eine vorsichtige Öffnung geben, etwa mit dem Start eines Robinson-Clubs und ersten Flügen der Konzern-Airline Tuifly ab der zweiten März-Hälfte. Das Angebot soll im Sommer weiter ausgebaut werden.

Spaniern bleibt eine Reise nach Mallorca untersagt

Wie die Mallorca-Zeitung schreibt, weist vieles darauf hin, dass die Balearen über Ostern eine vorsichtige Öffnung für Besucher aus dem Ausland wagen, während den allermeisten Spaniern eine Reise nach Mallorca, Ibiza, Menorca oder Formentera versagt bleibt. Wenn sich am Mittwoch (10.3.) die Gesundheitsminister der spanischen Regionen mit ihrem nationalen Amtskollegen treffen, liegt ein entsprechender Vorschlag der spanischen Regierung auf dem Tisch. Demnach sollen die Grenzen der spanischen Regionen über Ostern weitestgehend geschlossen werden. Von dieser Regelung würden allein die Balearen und die Kanarischen Inseln ausgenommen.

Urlaub auf Mallorca: So ist die Lage aktuell

Im Zuge einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage auf Mallorca erwägt die Regionalregierung ab nächsten Montag auch die Öffnung der Innenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars. Die endgültige Entscheidung solle am Freitag fallen und sei von der weiteren Entwicklung der Pandemie auf der spanischen Urlaubsinsel abhängig, erklärte am Montag der balearische Regierungssprecher und Tourismusminister Iago Negueruela. Unter welchen Auflagen diese erneute Lockerung des Lockdowns erfolgen könnte, ist noch offen.
Nach einer siebenwöchigen Corona-Zwangsschließung dürfen die Gastwirte auf Mallorca und auch auf Formentera inzwischen in den Außenbereichen wieder Gäste empfangen - vorerst allerdings nur bis 17 Uhr. Zudem dürfen bis auf weiteres höchstens 50 Prozent der Tische auf den Terrassen aufgestellt werden. An einem Tisch dürfen nur vier Personen aus maximal zwei Haushalten Platz nehmen. Laut Medien könnten für die Innenbereiche ähnliche Auflagen gelten.

Mallorca und Menorca: Gastronomen dürfen wieder öffnen

Auf Menorca dürfen die Gastwirte derweil seit Dienstag unter strengen Auflagen auch bereits wieder innen öffnen, weil dort die Infektionszahlen noch niedriger sind. Auf Ibiza, wo die Lage derzeit trotz rückläufiger Zahlen weniger gut ist als auf den Nachbarinseln, bleiben alle Gastronomiebetriebe weiter geschlossen.
Die Corona-Lage auf Mallorca und auch auf den anderen Balearen verbessert sich schon seit Wochen rapide. Mit gut 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gehört die „Autonome Gemeinschaft“, die im Dezember und Januar lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatte, inzwischen zu den Regionen des Landes mit den besten Werten. Die Balearen haben aktuell auch deutlich bessere Zahlen als alle deutschen Bundesländer.

Urlaub in Griechenland: Das gilt aktuell

Griechenland zählte bisher zu den wenigen Ländern, die nie ganz als Corona-Risikogebiet eingestuft wurden. Zuletzt waren unter anderem die griechischen Inseln in der Ägäis, Kreta sowie die Ionischen Inseln vor der Westküste Griechenlands - darunter die beliebte Insel Korfu - ausgenommen. Seit Sonntag (04.03.2021) müssen auch Rückkehrer aus diesen Regionen nach der Einreise in Deutschland innerhalb von 48 Stunden einen Corona-Test machen. Zudem müssen sie für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren negativen Test befreien können.
In Griechenland hatte sich die Infektionslage zuletzt zugespitzt. Hier sind alle Infos zu möglichen Reisen nach Griechenland.

Alternative Istrien? So steht es um Reisen nach Kroatien

Stellt Kroatien aktuell eine Reise-Alternative dar? Teile des Landes - darunter die bei Urlaubern sehr beliebte Halbinsel Istrien - sind jetzt kein Risikogebiet mehr. Sämtliche Einreisebeschränkungen wurden wegen der Pandemie aufgehoben, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Alle Infos zu Reisen nach Kroatien gibt es hier.

Condor-Chef: Flugzeug ist sicheres Reisemittel

Condor-Chef Ralf Teckentrupp sagte beim Urlaubsgipfel des Senders ntv, dass die Inzidenz auf Mallorca und den Kanaren stabil sei. In Sachen Lockerungen stünden sie ganz weit oben. „Wir erwarten, dass da etwas passiert.“ Außerdem habe man in der Reisebranche massiv dazugelernt. Die Luft in den Flugzeugen sei „exzellent“. Die Ansteckung liege so nahe bei null, dass man sagen könne: „Das Flugzeug ist ein sicheres Reisemittel.“