• Der Lockdown soll grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden - allerdings sollen erste Lockerungen kommen
  • Kommen auch Lockerungen bei Urlaub und Reisen?
„Zum Urlaub möchte ich noch keine Versprechen abgeben, aber im Laufe des Jahres geht das bestimmt“, sagt Bayerns Ministerpräsident, Markus Söder, in einem Interview mit dem Portal "Bild Live". Er würde nicht so weit gehen wie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, der gesagt hatte, dass es in diesem Jahr "auf keinen Fall" Osterurlaub geben wird. "Wir haben in den letzten Wochen eine deutliche Verbesserung erlebt", sagt Söder nun in dem Interview. Allerdings müsse man "jetzt erstmal die Mutationen abwarten".

Corona Urlaub 2021: Reisen nur mit Impfausweis

Die EU will bis zum Sommer einen europaweit gültigen Impfausweis einführen, um Urlaubsreisen zu ermöglichen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Video-Konferenz der Staats- und Regierungschefs sagte, benötigt die EU-Kommission "etwa drei Monate", um die technischen Voraussetzungen für das digitale Dokument zu schaffen. Angesichts der zunehmenden Ausbreitung von mutierten Coronaviren sprach sich der EU-Gipfel gegen zu schnelle Lockerungen von Beschränkungen aus.

Urlaub 2021 planen oder wegen Corona lieber warten?

Trotz Corona und weiterhin unklarer Lage planen viele bereits ihren Sommerurlaub. Auch wenn die Lage noch nicht überschaubar ist, steigen Buchungen für Ferien an der Adriaküste stark an. Die meisten Reisen sind wegen Corona gegen einen Aufpreis mit eine Storno-Option zu buchen.
Die Situation ist aktuell noch immer relativ unklar. Es gibt zwar kein Verbot von Reisen. Jedoch gelten viele beliebte Urlaubsländer als Risikogebiete. Auch die Verbreitung der Corona-Mutation könnte dem Sommerurlaub einen Strich durch die Rechnung machen.

Wo ist die Corona-Mutation verbreitet?

Um die weitere Ausbreitung der Mutanten zu verhindern, weist das RKI neben den Risikogebieten, nun auch bestimmte Regionen als Virusvarianten-Gebiete aus. Für diese gelten besondere Regeln bei der Einreise. Folgende Länder gelten als Virusvariantengebiete (Stand 2.3.):
  • Botsuana
  • Brasilien
  • Eswatini
  • Frankreich - das Département Moselle
  • Irland
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mosambik
  • Österreich – das Bundesland Tirol (Ausgenommen sind der politische Bezirk Lienz (Osttirol), die Gemeinde Jungholz, sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee)
  • Portugal
  • Sambia
  • Simbabwe
  • Slowakei
  • Südafrika
  • Tschechien
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (inkl. aller Überseegebiete, Isle of Man sowie aller Kanalinseln)

Urlaub 2021 trotz Corona? Sommerurlaub problemlos möglich

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), erwartet, dass die Bundesbürger im Sommer relativ problemlos ins Ausland verreisen können. "Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können", sagte Bareiß der "Bild"-Zeitung. Er sehe keinen Grund, warum beispielsweise nicht auf Mittelmeerinseln gereist werden könne, wenn dort die Corona-Inzidenzwerte unter 35 lägen.

Frankreich verschärft Regeln für Reisende aus Deutschland

Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft Frankreich die Einreiseregeln für Teile des Grenzgebiets zu Deutschland: Für alle nicht-beruflichen Fahrten in den französischen Verwaltungsbezirk Moselle ist ab März ein negativer PCR-Test nötig, wie das Gesundheits- und Europaministerium am Donnerstag in Paris mitteilten. Im Département Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz breitet sich die südafrikanische Corona-Variante stark aus.

Campingtrip: Das bieten öffentliche Wohnmobil-Stellplätze

Reisen mit dem Wohnmobil ist in Zeiten der Corona-Pandemie besonders gefragt - gerade auch für einen Urlaub in Deutschland. Nicht jeder Camper dürfte allerdings alle Regeln kennen, die dafür gelten.

Wie steht es um die Reise- und Tourismusbranche?

Für die Branche ist eine starke Sommersaison bitternötig. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) verzeichneten die deutschen Reiseveranstalter und -büros im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 80 Prozent, im Januar sogar von mehr als 90 Prozent. DRV-Präsident Norbert Fiebig appellierte daher: „Die Menschen, die endlich wieder raus möchten, brauchen eine Perspektive, aber auch die Unternehmen, die Reisen anbieten und vermitteln, sowie die fast drei Millionen Beschäftigten im Tourismus.“ Zudem seien die Urlaubsländer auf Touristen angewiesen.
Die Lufthansa geht davon aus, dass Reisen in Gebiete mit überschaubaren Infektionszahlen mit einer umfassenden Teststrategie wieder möglich werden. International anerkannte digitale Impf- und Testnachweise seien für das Wiederanlaufen des Flugverkehrs von hoher Bedeutung, sagte eine Sprecherin.
Doch wer in Pandemiezeiten Flüge bucht, der muss auch mit Annullierungen rechnen. Das hat sich zuletzt bei den Gerichten bemerkbar gemacht. „Die Annahme, dass der eingeschränkte Luftverkehr zu einem längerfristigen Verfahrenseinbruch bei den Amtsgerichten führt, hat sich nicht bestätigt“, sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonntag, online). Demnach sind im Lockdown im Frühjahr 2020 die Zahlen zwar zunächst stark zurückgegangen, im zweiten Halbjahr zogen sie jedoch deutlich an. Seit dem Sommer ging es dabei verstärkt um pandemiebedingte Streitigkeiten um Kostenerstattungen nach annullierten Flügen.

Mittelstandsverband der Touristik übt Kritik und fordert Tourismus-Gipfel

Die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (asr) kritisierte die Pläne für die Reisebrnache Bund-Länder-Gipfels und forderte, die Not der Reisebranche in einem Tourismus-Gipfel zu thematisieren. Regionale Enzwicklungen würden völlig unberücksichtigt bleiben und viele Überbrückunshilfen nur spät uns spärlich fließen. „Es ist nicht nachvoll-ziehbar, dass kurz vor Beginn der ersten Hauptreisewelle zu Ostern jegliches Konzept fehlt, wie Reisen wieder möglich werden sollen“, sagte asr-Präsident Jochen Szech.

Tourismusverband MV schlägt Modellregion mit Schleswig-Holstein vor

Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, Tobias Woitendorf, hat einen norddeutschen Sonderweg vorgeschlagen, falls die Interessen des Tourismus bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch nicht ausreichend beachtet werden. Hintergrund ist die Passage im Entwurf der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten, in der Öffnungsschritte beispielsweise für Gastronomie, Kultur oder Hotels auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollen.

Corona-Gipfel Beschlüsse: Ergebnisse des Bund-Länder-Treffens - Die neuen Regeln im Überblick

Die Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten war lang und zäh. Um viele Beschlüsse wurde hart gerungen. Nach über neun Stunden standen die Ergebnisse fest, aus denen die Bundesländer nun regional neue Regeln formen. 
So sehen die Öffnungsschritte des Stufenplans nach dem Corona-Gipfel aus.
So sehen die Öffnungsschritte des Stufenplans nach dem Corona-Gipfel aus.
© Foto: Bundesregierung